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Nach Dosenwurf: 150.000 Dollar Strafe für Conor McGregor

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler)

Auf der Pressekonferenz für UFC 202 ging es am 17. August drunter und drüber. Ein großes Wortgefecht zwischen Conor McGregor und Nate Diaz fiel zwar aus, am Ende lieferten sich die beiden aber eine Flaschen- und Dosenschlacht. Nun hat die Sportkommission von Nevada den Fall behandelt und Conor McGregor eine horrende Geldstrafe aufgebrummt.

So muss der UFC-Federgewichtschampion ganze 150.000 US-Dollar Strafe zahlen. Das entspricht fünf Prozent seiner Kampfgage in Höhe von drei Millionen US-Dollar. Darüber hinaus muss McGregor 50 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und an einer Kampagne gegen Mobbing teilnehmen.

Am 17. August war McGregor verspätet zu einer Pressekonferenz für seinen Rückkampf gegen Nate Diaz erschienen. Nach seinem Eintreffen hatte Nate Diaz aber keine Lust mehr. Er stand auf und bewegte sich Richtung Ausgang, lieferte sich auf dem Weg aber noch ein Wortgefecht mit dem am Tisch sitzenden McGregor. Dann kam aus Diaz' Lager eine Flasche geflogen. McGregor zögerte nicht lange und warf mit Flaschen und Dosen zurück. McGregor warf dabei auch eine Energy-Dose in Richtung Diaz, der sich zu dem Zeitpunkt direkt hinter den zahlreichen Pressevertretern befand.

„Ich will mich für den Vorfall einfach nur entschuldigen“, sagte McGregor während der Anhörung per Telefon. „Es war eine sehr unübliche Situation. Ich habe mich falsch verhalten und es tut mir leid. Ich werde davon lernen. Bei diesem Kampf stand für mich alles auf dem Spiel. Noch nie war der Einsatz in einem Kampf so hoch. Ich war gedanklich in einer anderen Welt. Also alles was ich tun kann, ist, aus der Sache zu lernen und zu lernen, mich besser unter Kontrolle zu haben, wenn ich mich in einer Situation wie dieser wiederfinde.“

McGregors Anwalt führte noch das Argument an, dass Diaz die erste Flasche geworfen und den Tumult damit ins Rollen gebracht hat. Die Kommission blieb aber hart, dachte zeitweise sogar über eine Strafe in Höhe von 300.000 US-Dollar nach. Am Ende einigte man sich aber auf 150.000 US-Dollar, wovon die Hälfte in die Anti-Mobbing-Kampagne geht.

Über Nate Diaz' Strafe sollte ursprünglich auch am heutigen Montag verhandelt werden, der Termin wurde aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Auch er muss mit einer hohen Geldstrafe rechnen.