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MMA-Reporter gesteht nach Rauswurf: Ich wurde von ZUFFA bezahlt

Ariel Helwani äußert sich zu seiner lebenslangen Sperre. (Quelle: MMAFighting.com)

Bereits im vergangenen Jahr sorgte die UFC für Aufsehen, als sie ihren langjährigen Cutman Jacob „Stitch“ Duran aufgrund negativer Aussagen bezüglich des Vertrages mit Sportartikelhersteller Reebok feuerten. Weniger als ein Jahr später provoziert der weltweite Marktführer in Sachen MMA einen noch größeren Skandal. Kurz vor dem Titelkampf zwischen Luke Rockhold und Michael Bisping bei UFC 199 wurde MMA-Journalist Ariel Helwani der Veranstaltung verwiesen und mit einer lebenslangen Sperre belegt, nachdem er Informationen zur Rückkehr von Brock Lesnar ins Octagon veröffentlicht hatte. Nun meldete sich Helwani selbst zu Wort und sprach neben den Vorkommnissen rund um UFC 199 auch über seine schwere Vergangenheit mit der UFC.

In seiner eigenen Show „The MMA Hour“ äußerte sich Helwani über seine Beweggründe, die Informationen bezüglich eines möglichen Kampfes von Brock Lesnar bei UFC 200 zu veröffentlichen.

„Ich hatte gehört, dass Brock Lesnar kurz davor stand, einen Vertrag für UFC 200 zu unterschreiben“ so der Kanadier in seiner Show. „Mehrere Quellen bestätigten mir das, deswegen konnte ich es gegen fünf Uhr posten. […] Ich wollte die Information nicht zurückhalten. Die Tatsache, dass UFC 200 mit einem großen Namen besetzt werden soll, sind für mich wichtige Neuigkeiten. Natürlich will ich darüber zuerst berichten.“

Kurz darauf wurde Helwani von UFC-Mitarbeitern darüber informiert, dass Dana White mit ihm sprechen wolle. In dem folgenden Treffen erklärte ihm der UFC-Präsident, seine Berichterstattung sei „zu negativ“ und dass er ab sofort nicht mehr bei Veranstaltungen der UFC willkommen sei. Später gab er folgendes zu Protokoll: „Solange ich hier arbeite, wird er keine Akkreditierung mehr bekommen. Er kann über die Veranstaltungen berichten, aber ohne Akkreditierung.“

Schon in der Vergangenheit kam es zu Reibungen zwischen Helwani und White. Während seiner Arbeit für den US-Sender „Fox Sports“ wurde der studierte Journalist von der UFC bezahlt, was nicht mit seiner Journalisten-Ehre vereinbar war.

„Ich habe für Fox gearbeitet, aber die UFC wollte die Produktion kontrollieren. […] Das Geld ging von Fox zur UFC und dann zu den Mitarbeitern. Ich habe das gehasst. Ich wollte kein Geld von ihnen. Ich wollte mich an niemanden binden, über den ich berichte. Mir wurde das so beigebracht. Man darf ihnen nichts schulden. […] Mir wurde erklärt, dass es so läuft: Es gibt für jede Sendung ein Budget. Fox schreibt dann der UFC einen Scheck aus, weil es über ihr Netzwerk ausgestrahlt wird. Die UFC bezahlt dann die Mitarbeiter.“

Diese Unstimmigkeiten führten zu einem vorübergehenden Ende der Arbeit Helwanis für den Sender, die er kurz darauf jedoch wieder aufnehmen konnte. Nun gipfelten die kleineren Differenzen in einer Reaktion der UFC, die Helwani seine Karriere als Journalist kosten könnten.

„Die ganze Zeit, die ich in diesen Sport gesteckt habe. Von wichtigen Leuten gesagt zu bekommen, dass meine Karriere vorbei sei, dass sie alles tun werden, um meine Karriere zu zerstören… gesagt zu bekommen, dass man nicht mehr willkommen ist, wisst ihr, was das mit einem macht? Es ist unwirklich. Das zu hören ist unwirklich.“

Trotz der wenig positiven Aussichten will Helwani seine Karriere als MMA-Journalist noch lange nicht aufgeben: „Ich gehe nirgendwo hin. Es braucht verdammt nochmal mehr, um mich loszuwerden.“

Anbei findet ihr die ganze Folge der „MMA Hour“: