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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC on Fox 30 am Wochenende verfolgen

Während deutsche MMA-Fans noch in Erinnerungen an UFC Hamburg schwelgen, blickt die weltweite MMA-Gemeinde bereits nach Calgary. In der kanadischen Millionenstadt findet am 28. Juli der 30. UFC on Fox Event statt. Nach einem äußerst umstrittenen ersten Kampf wollen Eddie Alvarez und Dustin Poirier im zweiten Gefecht die Dinge richtigstellen. Mit José Aldo und Joanna Jedrzejczyk verstärken zudem zwei ehemalige Weltmeister  das Programm.

Das Hauptprogramm von UFC on Fox 30 wird in Deutschland auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Vorprogramm wird außerdem auf der offiziellen Facebook-Seite der UFC gestreamt.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass/Facebook): Samstag, 27. Juli, 22:00 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (UFC Fight Pass/Facebook): Sonntag, 28. Juli, 0:00 Uhr
Hauptprogramm (UFC Fight Pass): Sonntag, 28. Juli, 2:00 Uhr

Hauptkampf: Eddie Alvarez vs. Dustin Poirier

Größer hätten die Erwartungen der Fans kaum sein können: Mit Eddie Alvarez (29-5(1)) und Dustin Poirier (21-5(1)) standen sich bei UFC 211 zwei Kämpfer gegenüber, die noch nie einen langweiligen Kampf bestritten hatten. Diesem Ruf wurden sie auch in Dallas gerecht. Von Beginn an bearbeiteten sich die beiden Leichtgewichte mit harten Händen, keiner steckte zurück. Im zweiten Durchgang war es Poirier, der seinen Kontrahenten schwer anklingelte, bevor der Kampf aufgrund zweier illegaler Knie seitens Alvarez abgebrochen wurde. Da der Schiedsrichter Herb Dean keine Absicht erkennen konnte, endete das Gefecht in einem für alle Beteiligten unbefriedigendem No Contest. Was folgte, war eine verbale Auseinandersetzung zwischen den Amerikanern, wer den Kampf für sich entschieden habe. Diese Frage wird beim Rückkampf in Calgary nun endgültig geklärt.

Beide Kämpfer könnten es im Falle eines Sieges mit dem Weltmeister Khabib Nurmagomedov zu tun bekommen. Lediglich Tony Ferguson und Conor McGregor stehen in der offiziellen UFC-Rangliste noch vor ihnen. Doch während die Zukunft des Iren vor allem an der Zahlungsbereitschaft seines Arbeitgebers hängt, hat UFC-Präsident Dana White schon angekündigt, das Duell zwischen Nurmagomedov und Ferguson nicht mehr ansetzen zu wollen. Ein Titelkampf ist also in Reichweite.

Es wäre der erste in der Karriere des Dustin Poirier. Schon oft stand der 29-Jährige an der Schwelle zu seinem Lebensziel, in den entscheidenden Momenten zog er jedoch immer den Kürzeren. Nach einer K.o.-Niederlage gegen Conor McGregor, die seine Träume vom Gürtel im Federgewicht zunichtemachte, folgte der Wechsel ins Leichtgewicht. Seitdem entschied er sieben seiner letzten neun Kämpfe für sich, unterlag nur Michael Johnson. Eindrucksvolle Triumphe über Anthony Pettis und zuletzt Justin Gaethje bringen ihn nun in die Situation, „nur einen Schritt entfernt von einem Titelkampf zu sein“, wie er selbst betonte.

All das hat Eddie Alvarez schon mehrfach erlebt. Der zweifache Bellator-Champion sicherte sich im Juli 2016 den Leichtgewichtstitel mit einer eindrucksvollen Leistung gegen Rafael Dos Anjos, nur um ihn in seinem nächsten Auftritt an Conor McGregor abzugeben. Mit einem Triumph über Justin Gaethje kehrte er auf die Siegerstraße zurück und will in Calgary den nächsten Schritt in Richtung Gold machen.

Co-Hauptkampf: José Aldo vs. Jeremy Stephens

Einen weiteren Kampf zwischen Titelaspiranten bekommen die Fans zuvor geboten. Im Federgewicht trifft der langjährige König der Gewichtsklasse, José Aldo (26-4), auf Jeremy Stephens (28-14). Aldo wechselte 2010 mit Übernahme der WEC in die UFC.  Da sein neuer Arbeitgeber zu diesem Zeitpunkt keine Federgewichtsklasse zu bieten hatte, wurde der Brasilianer als amtierender WEC-Champion kampflos zum Champion gekrönt. Diesen Titel verteidigte er in den folgenden Jahren ganze sieben Mal. Auf diesem Pfad der Zerstörung bezwang er das Who-is-Who der Gewichtsklasse: Kenny Florian, Chad Mendes, Frankie Edgar und Ricardo Lamas zählen unter anderem zu seinen Opfern.

Sechs Jahren als Weltmeister setzte schließlich Conor McGregor in nur 13 Sekunden ein Ende. „The Notorious“ knipste dem Brasilianer bei UFC 194 mit dem ersten Schlag die Lichter aus. Zwar konnte Aldo in seinem nachfolgenden Duell einen Sieg über Frankie Edgar einfahren, in Max Holloway fand er jedoch seinen Meister. Zweimal sah er gegen den Weltmeister kein Land und unterlag jeweils vorzeitig. Für José Aldo ist das Gefecht mit Jeremy Stephens in vielerlei Hinsicht ein Novum: Erstmals seit neun Jahren bestreitet der 31-Jährige einen Kampf, bei dem kein Gürtel auf dem Spiel steht. Auch die Distanz ist ungewohnt. Waren es in der Vergangenheit immer fünf Runden, steht er gegen Stephens maximal 15 Minuten im Käfig.

„Lil Heathen“, wie Jeremy Stephens von seinen Anhängern genannt wird, ist, zumindest in Sachen Erfahrung, auf Augenhöhe mit seinem Kontrahenten. Beide feierten ihr Debüt Mitte der 2000er Jahre. Während sich Aldo jedoch schnell zum Weltmeister krönte und in der Folge zum besten Federgewicht aller Zeiten wurde, musste Stephens immer wieder Rückschläge hinnehmen. Auf nahezu jeden eindrucksvollen Sieg folgte eine enttäuschende Punktniederlage, die ihn wieder zurückwarf. Mit einem Erfahrungsschatz von über 40 Kämpfen scheint bei dem 32-Jährigen nun endlich alles zu passen. In seinen vergangenen drei Auftritten schlug er Gilbert Melendez, Doo Ho Choi und Josh Emmett und schob sich damit auf den vierten Platz in der UFC-Rangliste. Als frisches Gesicht in Titelnähe könnte ihm ein Triumph über Aldo bereits einen Titelkampf verschaffen.

Die weiteren Kämpfe

Auch für Joanna Jedrzejczyk (14-2) wird es der erste Kampf seit langem sein, bei dem es nicht um den Titel geht. Die 30-Jährige Polin verteidigte das Gold im Strohgewicht fünf Mal, bevor sie zwei Niederlagen gegen Rose Namajunas hinnehmen musste. Nun muss sie den Weg an die Spitze von neuem antreten. Den ersten Schritt will sie gegen Tecia Torres (10-2) gehen. Der „Tiny Tornado“ blickt auf zwei Siegesserien von jeweils drei Kämpfen in der UFC zurück, die von Rose Namajunas und Jéssica Andrade gestoppt wurden. Ein Sieg über die langjährige Championesse wäre der größte in der Karriere der 28-Jährigen und würde sie in die Nähe eines Titelkampfes katapultieren.

Ein Leckerbissen verbirgt sich im Vorprogramm. Mit Gadzhimurad Antigulov (20-4) und Ion Cutelaba (13-3(1)) kollidieren zwei schlagkräftige Schwergewichte, die sich in der dünn besetzten Gewichtsklasse schnell einen Namen machen könnten.

Anbei findet ihr das komplette Programm in der Übersicht:

UFC on Fox 30
28. Juli 2018
Scotiabank Saddledome, Calgary, Kanada

Hauptprogramm (UFC Fight Pass)
Eddie Alvarez vs. Dustin Poirier
José Aldo vs. Jeremy Stephens
Joanna Jedrzejczyk vs. Tecia Torres
Alexander Hernandez vs. Olivier Aubin-Mercier

Vorprogramm Teil 2 (UFC Fightpass/Facebook)
Jordan Mein vs. Alex Morono
Kajan Johnson vs. Islam Makhachev
Hakeem Dawodu vs. Austin Arnett
Gadzhimurad Antigulov vs. Ion Cutelaba

Vorprogramm Teil 1 (UFC Fight Pass/Facebook)
John Makdessi vs. Ross Pearson
Alexis Davis vs. Katlyn Chookagian
Dustin Ortiz vs. Matheus Nicolau
Randa Markos vs. Nina Ansaroff
Devin Powell vs. Alvaro Herrera