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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC Moskau am Samstag mitverfolgen

Heute Freunde, morgen Gegner: Mark Hunt (l.) und Oleksiy Olyinyk (Foto: UFC).

Seit Jahren will die UFC in Russland veranstalten, Khabib Nurmagomedov bestärkt die Chefetage ebenso lange mit Verweisen auf die große Popularität des Sports in seinem Heimatland. Jetzt ist es soweit – am Samstag gehen in Moskau über dem Octagon die Scheinwerfer an. Zwar nur für eine Fight Night, nicht für einen PPV, trotzdem versprechen die zwölf Kämpfe reichlich Action: Von Mark Hunt und Oleksiy Oliynyk über Jan Blachowicz und Nikita Krylov bis hin zu Andrei Arlovski und K.o.-Maschine Mairbek Taisumov.

Das Vorprogramm von UFC Moskau wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist, außerdem auf der offiziellen Facebook-Seite der UFC. Das Hauptprogramm zeigen der Fight Pass und BildPlus.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm (Facebook/ufc.tv): Samstag, 15 September, 16:45 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/BildPlus): Samstag, 15. September, 20 Uhr

Hauptkampf: Mark Hunt vs. Oleksiy Oliynyk

Zeitreise in die Vergangenheit: Am Samstag stehen sich in Moskau mit Mark „The Super Samoan“ Hunt (13-12-1(1)) und Oleksiy „Boa Constrictor“ Oliynyk (56-11-1) zwei Kämpfer der alten Garde gegenüber, die deutlich wie selten das alte Narrativ Standkämpfer vs. Grappler repräsentieren.

K-1-Abrissbirne Hunt ist 44 Jahre alt und noch immer einer der am meisten gefürchteten K.o.-Schläger der ganzen Liga. Zuletzt lief es für den „Super Samoan“ allerdings weniger gut: Nur einen Sieg holte Hutn in den letzten zwei Jahren, einen technischen Knockout gegen Derrick Lewis. Abgesehen davon setzte es Niederlagen gegen Curtis Blaydes, Alistair Overeem und Brock Lesnar, wobei Letztere wegen eines positiven Doping-Tests Lesnars nachträglich als No Contest gewertet wurde.

Doping-Sünder sind noch immer ein rotes Tuch für Hunt, der neben Lesnar und Overeem auch gegen Antonio Silva, Frank Mir und Fabricio Werdum gekämpft hat, die allesamt davor oder danach positiv testeten. Zuletzt Werdum, für den Hunt noch in Moskau auf der Waage einige harte Worte übrighatte.

Oleksiy Oliynyk dagegen ist einer der wenigen Kämpfer, denen kaum jemand eine heimliche Doping-Kur unterstellen würde. Der 41-jährige russisch-ukrainische Top-Grappler ist ein ruhiger, fast unscheinbarer Killer, der in der UFC bereits zwei Kämpfe mit dem seltenen Ezekiel Choke beendete und mit Technik statt Körperlichkeit brilliert. Krachen lassen kann er es dabei aber auch, wie sein Ein-Schlag-Knockout gegen Jared Rosholt beweist.

Mit Hunt im Stand bleiben dürfte trotzdem nicht Teil seiner Strategie sein. Wenn es keine größeren Überraschungen gibt, dann wird dieser Kampf in einem spektakulären Knockout oder mit einem raffinierten Aufgabegriff enden.  

Co-Hauptkampf: Jan Blachowicz vs. Nikita Krylov

Den zweiten Hauptkampf in Moskau bestreiten zwei Action-Garanten aus dem Halbschwergewicht. Jan Blachowicz (22-7) ist immer für eine dreiründige Materialschlacht zu haben, Nikita „The Miner“ Krylov (24-5) hat sich einen Ruf als spektakulärer Finisher erarbeitet.

Für Blachowicz ist der Kampf ranglistentechnisch ein Rückschritt, immerhin schlug er erst im März noch Jimi Manuwa in einem spektakulären Kampf bei UFC London nach Punkten und rückte auf Rang vier des offiziellen Rankings vor. Nun trifft er auf Krylov, der Ende 2016 nach fünf vorzeitigen Siegen in sechs Kämpfen überraschend von der UFC entlassen wurde.

Seitdem holte der 26-jährige Ukrainer vier weitere vorzeitige Siege, zuletzt knockte er Emanuel Newton und Eisenschädel Fabio Maldonado aus. Nun ist er verdientermaßen zurück, und mit einem Sieg gegen Blachowicz könnte der junge Veteran nun aus der russischen Szene direkt wieder in die UFC-Rangliste stürmen.

Die restlichen Kämpfe von UFC Moskau

Für ihr Debüt bringt die UFC zwar keinen PPV, keinen Titelkampf und wenige ganz große Blockbuster-Duelle mit nach Russland, dafür aber jede Menge Kämpfer, die für actionreiche Highlights bekannt sind.

Einen solchen Ruf genießt Thiago „Pitbull“ Alves (22-12) seit mehr als einem Jahrzehnt. Der bullige Thaiboxer stürmte mit knackigen Lowkicks, eingesprungenen Kniestößen und einem hoch aggressiven Kampfstil an die Spitze der 77-Kilo-Klasse und forderte dort 2009 bei UFC 100 Georges St. Pierre.

Seit dem verlorenen Titelkampf hat Alves nie wieder so richtig in die Spur gefunden, zuletzt hatte er zudem mit allerlei Verletzungspech und entsprechend langen Pausen zu kämpfen. Halbwegs aktuelle Siege gegen Jordan Mein und Patrick Coté zeigen aber noch immer, dass der alternde Hund auch weiter beißen kann.

Zuletzt allerdings verlor Alves durch K.o. gegen einen UFC-Neuling (Curtis Millender), und wenn er nicht aufpasst, dann könnte ihm das in Moskau ein zweites Mal passieren. Alexey Kunchenko (18-0) mag zwar schon 34 Jahre alt sein, der ungeschlagene bisherige M-1-Champion hat mit 13 Knockouts in 18 Siegen aber gezeigt, wozu er fähig ist. Zerlegt er Alves auf vergleichbare Weise, könnte ihm ein vielversprechendes Jahr 2019 bevorstehen.

Auch Mairbek „Beckan“ Taisumov (27-5) ist in Moskau mit von der Partie. Für den 30-Jährigen ist der Auftritt vor fast heimischer Kulisse ein bittersüßer Augenblick, denn eigentlich will der seit viereinhalb Jahren unbesiegte K.o.-Schläger in den USA auf einem großen PPV-Event gegen einen Top-Ten-Kontrahenten ran.

Mangels Visum ist ihm diese Chance aber bereits mehrfach entglitten, Kämpfe gegen Beneil Dariush, Nik Lentz und Evan Dunham mussten auf diese Weise kurzfristig abgesagt werden. Dafür kommt nun ein Amerikaner nach Moskau, um Taisumov die Argumente für einen großen Kampf zu verhageln.

Desmond „The Predator“ Green (21-7) erarbeitete sich in den verschiedensten Promotionen einen Ruf als Action-Garant, bevor er 2017 der UFC beitrat. Dort steht er bei einer 2-2-Bilanz mit Siegen gegen Josh Emmett und Gleison Tibau.

Auf dem Papier verspricht dieser Kampf reichlich Action mit einem Knockout als Sahnehäubchen, allerdings gehen beide Kämpfer nicht unbescholten in ihr Duell. Während Taisumov das Leichtgewichtslimit um satte fünf Pfund verpasste, war Green ohne gültigen Führerschein erst vor wenigen Wochen in Florida in einen Autounfall verwickelt, bei dem zwei Menschen starben.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 136: Hunt vs. Oliynyk
Samstag, 15. September 2018
Olimpiyskiy Stadium in Moskau, Russland


Hauptprogramm (ufc.tv/BildPlus)

Mark Hunt vs. Oleksiy Oliynyk
Jan Blachowicz vs. Nikita Krylov
Andrei Arlovski vs. Shamil Abdurakhimov
Alexey Kunchenko vs. Thiago Alves

Vorprogramm (ufc.tv/Facebook)
Khalid Murtazaliev vs. C.B. Dollaway
Petr Yan vs. Jin Soo Son
Rustam Khabilov vs. Kajan Johnson
Mairbek Taisumov vs. Desmond Green
Magomed Ankalaev vs. Marcin Prachnio
Jordan Johnson vs. Adam Yandiev
Ramazan Emeev vs. Stefan Sekulic
Merab Dvalishvili vs. Terrion Ware