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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC Milwaukee am Wochenende mitverfolgen

An diesem Wochenende geht es in Runde zwei: Kevin Lee (l.) trifft auf Al Iaquinta (Foto: UFC).

Zum 31. und letzten Mal wird die UFC an diesem Wochenende in den USA auf dem Fernsehsender FOX gezeigt, denn im Januar wechselt die Liga zum Konkurrenten ESPN. Der Wechsel deutete sich im Laufe dieses Jahres schon durch überraschend schwach besetzte Events an. Für die Abschlussshow in Milwaukee sind wieder weder Titelkampf noch Blockbusterduelle spendiert worden, dafür sollte zumindest die Action stimmen, wenn Kevin Lee, Al Iaquinta, Dan Hooker und Edson Barboza ins Octagon steigen.

Das Vorprogramm von UFC on FOX 31 wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird vom UFC Fight Pass und außerdem von DAZN übertragen. Ein Abo kostet dort monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Für UFC-Events fallen keine weiteren Kosten an.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv): Samstag, 15. Dezember, 21:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv): Samstag, 15. Dezember, 23 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/DAZN): Sonntag, 16. Dezember, 2 Uhr

Hauptkampf: Kevin Lee vs. Al Iaquinta

Am oberen Ende des letzten FOX-Events der UFC-Geschichte fließt böses Blut. Kevin „The Motown Phenom“ Lee (17-3) und Al „Raging“ Iaquinta (13-4-1) machen seit nunmehr fast fünf Jahren keinen Hehl daraus, dass sie sich nicht mögen. Denn so lange ist es her, dass Iaquinta ihr erstes Duell im Februar 2014 gewann. Das war Lees UFC-Debüt. Und seitdem ist viel passiert.

Iaquinta stürmte mit acht Siegen in neun Kämpfen nach oben, darunter vorzeitige Siege gegen Ross Pearson, Joe Lauzon und Diego Sanchez, verwickelte sich aber in Streitigkeiten mit der UFC und setzte deshalb zwischendurch für längere Zeit aus. Statt im Käfig verdingte sich „Raging Al“ währenddessen erfolgreich als Immobilienmakler.

Im April, als er eigentlich bei UFC 223 gegen Paul Felder antreten sollte, bekam er als Ersatz für den seinerseits als Ersatz eingesprungenen Max Holloway einen Tag vor dem Kampf die Chance, gegen Khabib Nurmagomedov anzutreten. Iaquinta verlor zwar nach Punkten, lieferte in der Niederlage aber eine sehr beeindruckende Leistung ab.

Gegen Lee will er nun zeigen, dass er eher früher als später noch einmal um den Titel kämpfen sollte. Lee arbeitete sich nach seiner Niederlage gegen Iaquinta nach oben und sicherte sich u.a. mit Siegen gegen Francisco Trinaldo, Magomed Mustafaev und Michael Chiesa einen Interimstitelkampf gegen Tony Ferguson. In dem sah er zunächst gut aus, bis Fergusons Erfahrung - und laut Lee die Folgen einer mit Antibiotika behandelten Infektion - den Kampf drehten und seine Titelträume im Triangle Choke ihr vorläufiges Ende fanden.

Fast fünf Jahre nach ihrem ersten Aufeinandertreffen wirft die Neuauflage nun einige interessante Fragen auf: Wer hat sich mehr verbessert? Wer hat mehr aus dem ersten Kampf gelernt? Kann man aus einem so alten Kampf überhaupt noch etwas in den Rückkampf mitnehmen? Und wird der Sieger als nächstes um den Titel kämpfen? Am frühen Sonntagmorgen werden wir hoffentlich einige Antworten bekommen.

Co-Hauptkampf: Edson Barboza vs. Dan Hooker

Im Co-Hauptkampf des Abends will Dan „Hangman“ Hooker (17-7) die Top 5 des Leichtgewichts knacken. Dort ist seit Langem Edson „Junior“ Barboza (19-6) ansässig. Während der 32-jährige Veteran also seinen Status beschützen muss, bekommt der mit 28 Jahren gar nicht so viel jüngere Ranglisten-Newcomer die Chance auf den Durchbruch.

Barboza debütierte 2010 in der UFC und machte innerhalb kürzester Zeit auf sich aufmerksam. Zunächst mit einem seltenen Lowkick-Knockout in seinem Debüt, dann mit einem Punktsieg gegen den Veteranen Ross Pearson und anschließend mit seinem bis heute nicht mehr getoppten Spinning-Wheel-Kick-K.o. gegen Terry Etim.

Seitdem lief es mal mehr und mal weniger gut; Barboza schlug zwar u.a. Paul Felder, Anthony Pettis und Gilbert Melendez, verlor aber auch immer wieder gegen die Elite, u.a. gegen Tony Ferguson, Khabib Nurmagomedov und Kevin Lee. Also vor allem gegen Kämpfer, die ihre Kämpfe mit massivem Druck führen und vor allem auf der Matte versiert sind.

Das trifft nicht unbedingt in der gleichen Weise auf Dan Hooker zu. Der Neuseeländer besticht zwar mit giftiger Offensive, nimmt seine Kämpfe aber nicht immer von Anfang an selbst in die Hand. Das könnte gegen Barboza zum Problem werden, der so gefährlich ist wie eh und je, wenn man ihm den Platz dafür gibt.

Andererseits hat Hooker in den letzten Jahren mit vorzeitigen Siegen im Stand und auf der Matte, u.a. gegen Ross Pearson, Marc Diakiese und Jim Miller, gezeigt, dass er überall mithalten kann. So oder so sollte der Kampf in jeder Distanz ein Schmankerl werden – und könnte für 2019 einen neuen - oder altbekannten - Titelkandidaten hervorbringen.

Die restlichen Kämpfe von UFC Milwaukee

Kämpfe mit Potential auf reichlich Action ziehen sich in Milwaukee durch das Programm. So wird auf dem Hauptprogramm Sergio „The Phenom“ Pettis (17-4) ins Bantamgewicht zurückkehren und dort auf Rob „Times New Roman“ Font (15-4) treffen.

Sergio Pettis, der kleine Bruder von Ex-Leichtgewichtschampion Anthony Pettis, debütierte 2013 mit nur 20 Jahren in der UFC und mauserte sich in der Folgezeit zum notorischen Titelkandidaten, der aber immer kurz vor dem Ziel eine Niederlage einsteckte. Zuletzt verlor er im Oktober gegen Jussier Formiga, zuvor konnte er im Fliegengewicht unter anderem Chris Cariaso, John Moraga und Joseph Benavidez schlagen.

Gegen Font soll jetzt ein neuer Anlauf im Bantamgewicht starten. Font ist seit 2014 Teil der UFC und machte sich mit harten Händen und einem aggressiven Kampfstil schnell einen Namen unter Hardcore-Fans. Schlecht getimte Niederlagen verhinderten bisher den Durchbruch, wenn Font am Wochenende aber Pettis so spektakulär ausknocken kann, wie er das in der UFC bisher mit George Roop, Matt Schnell und Thomas Almeida getan hat, dann könnte ihm dieser Durchbruch im kommenden Jahr bevorstehen.

Auf dem Vorprogramm treffen im Mittelgewicht zwei Kämpfer aufeinander, die in zusammen elf UFC-Kämpfen auf eine Punktentscheidung und zehn Finishes kommen. Während Jack „The Joker“ Hermansson (17-4) gerne im Stand Lichter ausknipst, ist Gerald „GM3“ Meerschaert (28-9) eine unterschätzte Gefahr am Boden.

Ebenfalls interessant dürfte das Leichtgewichtsduell zwischen Drakkar Klose (9-1-1) und Bobby „King“ Green (24-8-1) werden. Während Klose in der UFC unter anderem bereits Marc Diakiese und Lando Vannata besiegen konnte, schlug der ungleich erfahrenere Green Namen wie Erik Koch, Josh Thomson und Pat Healy. Beide mögen den Vorwärtsgang, ihr Kampf bringt also Potential für Feuerwerke mit sich.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC on FOX 31: Lee vs. Iaquinta 2
Samstag, 15. Dezember 2018
Fiserv Forum in Milwaukee, Wisconsin, USA

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Kevin Lee vs. Al Iaquinta
Edson Barboza vs. Dan Hooker
Rob Font vs. Sergio Pettis
Jim Miller vs. Charles Oliveira

Vorprogramm (ufc.tv)
Zak Ottow vs. Dwight Grant
Bobby Green vs. Drakkar Klose
Jared Gordon vs. Joaquim Silva
Gerald Meerschaert vs. Jack Hermansson
Dan Ige vs. Jordan Griffin

Vorprogramm (ufc.tv)
Adam Milstead vs. Mike Rodriguez
Trevor Smith vs. Zak Cummings
Chris de la Rocha vs. Juan Adams