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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC Denver am Wochenende mitverfolgen

Zurück zu den Wurzeln: Das Octagon steht wieder in Denver, Colorado, wo es 1993 zum ersten Mal aufgebaut wurde (Foto: UFC).

25 Jahre. Die UFC hat Geburtstag, und zur Feier des Jahres kehrt das Octagon an den Ort zurück, an dem für die heute größte MMA-Liga der Welt alles begonnen hat. In Denver, Colorado trat Gerard Gordeau im November 1993 Teila Tuli seinen Schneidezahn aus, bevor Royce Gracie gleich mehrfach die damalige Überlegenheit des Brasilianischen Jiu-Jitsu demonstrierte. Am Samstag zelebrieren vor weitaus mehr Zuschauern als damals Namen wie der „Korean Zombie“, Yair Rodriguez, Donald Cerrone und Mike Perry das Jubiläum.


Das Vorprogramm von UFC Denver wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm außerdem von DAZN übertragen. Ein Abo kostet dort monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv): Sonntag, 11. November, 1 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv): Sonntag, 11. November, 2 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/DAZN): Sonntag, 11. November, 4 Uhr

Hauptkampf: Chan Sung Jung vs. Yair Rodriguez

 

Es gibt heute wohl drei große Gründe, warum die UFC Menschen auf der ganzen Welt fasziniert: Der MMA-Sport selbst, die Relevanz der UFC-Titelkämpfe sowie ihre Ranglisten, und gerade heute spektakuläre Fehden zwischen möglichst großen Namen.

Chan Sung „The Korean Zombie“ Jung (14-4) und Yair „El Pantera“ Rodriguez (10-2) sind beide keine großen Redner und kämpfen am Samstag in Denver auch nicht um eine Titelchance. Aber wenn man die beiden zusammen in einen Käfig steckt, dann dürften im daraus entstehenden Chaos die beiden anderen Kriterien einige Minuten lang in Vergessenheit geraten.

Jung debütierte 2011 in der UFC und sorgte mit einem Twister gegen Leonard Garcia postwendend für offene Münder. Ein Sieben-Sekunden-Knockout gegen Mark Hominick und eine gewonnene Materialschlacht gegen Dustin Poirier brachten ihm schließlich einen Titelkampf ein, den er 2013 gegen Jose Aldo verlor.

Anschließend kam ihm der koreanische Militärdienst in die Quere, der ihn drei Jahre lang aus dem Octagon fernhielt. In Seiner Rückkehr Anfang 2017 knockte er prompt Dennis Bermudez aus, danach platzierte ihn eine Verletzung erneut auf der Seitenlinie. Mit einem weiteren Sieg dürfte der langjährige Fan-Favorit wieder ins erweiterte Titelrennen der Federgewichtsklasse einsteigen.

Just dorthin war Yair Rodriguez bis Mai 2017 unterwegs. Dann rannte er gegen eine Wand namens Frankie Edgar, seitdem sorgten Meinungsverschiedenheiten mit der UFC dafür, dass er nicht mehr im Octagon stand. Die sind jetzt behoben, der kurzfristig angenommene Kampf in Denver – als Ersatz für den verletzten Edgar – dürfte dabei geholfen haben. Gegen Jung versucht der unorthodoxe Standspezialist nun, an seine Knockouts gegen Andre Fili und B.J. Penn anzuknüpfen.

Große Worte hat im Vorfeld keiner der beiden verloren, auch nach dem Kampf wird der Sieger kaum damit anfangen, mit derben Sprüchen einen Titelkampf einkassieren zu wollen. Für maximal 25 Minuten aber werden die beiden am Samstag den Hauptgrund demonstrieren, aus dem Mixed Martial Arts in den letzten 25 Jahren vom Untergrundspektakel zum Massenphänomen geworden ist: Spektakuläre Kämpfe.

Co-Hauptkampf: Donald Cerrone vs. Mike Perry

Auch der zweite Hauptkampf von UFC Denver ist ein Träumchen für Liebhaber einer gepflegten Keilerei, was nun einmal auf die meisten Fans dieses Sports zutreffen dürfte. Wenn Donald „Cowboy“ Cerrone (33-11-0(1)) in den Käfig steigt, dann ist ein 15- oder 25-, manchmal auch nur ein zweiminütiges Feuerwerk beinahe garantiert.

Der jetzt im Weltergewicht antretende Thaiboxliebhaber steigt ins Octagon, um Spaß zu haben, und bis auf Wakeboarden und Bier gibt es wenige Dinge auf der Welt, die dem „Cowboy“ mehr Spaß bereiten als ein möglichst spektakulärer MMA-Kampf mit eigener Beteiligung. Das hat ihm nicht immer gutgetan – zuletzt verlor der 35-Jährige vier von fünf Kämpfen. Es ist nicht so, als wenn Cerrone jemals aus der UFC geworfen werden würde. Ein Sieg aber würde dem restlichen Verlauf seiner Karriere überaus guttun.

Mike „Platinum“ Perry (12-3) indes will Cerrones alten Glanz stehlen, indem er mit ihm das macht, was er am liebsten mit seinen Gegnern macht: ihn auf die Bretter schicken. „Platinum“ machte sich seit seinem UFC-Debüt im Sommer 2016 schnell einen Namen als Bad Boy und K.o.-Schläger, dessen Chancen auf einen Sieg steigen, je wilder und härter sich der Kampf entwickelt.

Perfekte Voraussetzungen für einen spektakulären Drei-Ründer also, garniert mit einer Prise persönlichem Drama: Perry und Cerrone trainierten eine Zeit lang beide im Team Jackson-Winkeljohn, bevor Letzterer sich mit Coach Mike Winkeljohn überwarf und das Gym in Richtung seiner alten Heimat Denver verließ.

Die restlichen Kämpfe von UFC Denver

Dafür, dass es sich um den Jubiläumsevent zur Feier des 25-jährigen Bestehens der Organisation handelt, hat die UFC nur wenige große Namen oder relevante Kämpfe auf das Programm in Denver gepackt.

Im Bantamgewicht der Damen kehrt eine ehemalige Weltmeisterin zurück, die ihren Titel nie im Octagon verloren hat. Germaine „The Iron Lady“ de Randamie (7-3) holte sich im Februar 2017 den damals neu eingeführten Federgewichtsgürtel der Damen mit einem kontrovers knappen Punktsieg gegen Holly Holm, gab ihn später aber lieber wieder ab, bevor sie ihn gegen Cris „Cyborg“ verteidigen sollte. Gegen Dopingsünderinnen wolle sie nicht antreten, so die niederländische Thaiboxerin.

Bald zwei Jahre später kehrt sie zurück und trifft nun in ihrer alten Gewichtsklasse auf Raquel „Rocky“ Pennington (9-6). Das Team der 30-Jährigen produzierte im Mai Schlagzeilen, weil sie den Titelkampf ihres Schützlings nicht abbrachen, obwohl Pennington jede Menge Treffer von Amanda Nunes einsteckte. Vor ihrem schlussendlich durch T.K.o. verlorenen Titelkampf hatte Pennington vier Kämpfe hintereinander gewonnen, u.a. per Rear Naked Choke gegen Jessica Andrade.  

Im Bantamgewicht wird ein hoch gehandeltes Talent zum zweiten Mal im Octagon zu sehen sein. Luis „Violent Bob Ross“ Pena (5-0), der über die 27. „The Ultimate Fighter“-Staffel in die UFC kam, hat bisher jeden seiner Profi-Kämpfe vorzeitig gewonnen und zwang im Juli Richie Smullen in der ersten Runde zur Aufgabe. Auch TUF hätte er gewonnen, hätte er sich nicht während des Turniers verletzt, sagt der 25-Jährige.

Die Gelegenheit, sein Potential wieder zu zeigen, hat er an diesem Samstag, wenn er auf Michael „The Lone Wolf“ Trizano (7-0) trifft. Der 26-Jährige gab ebenfalls im Sommer sein erfolgreiches UFC-Debüt mit einem Punktsieg gegen Joe Giannetti und will jetzt noch einen draufsetzen, indem er Penas Aufstieg in seinen Anfängen ausbremst. Wer immer das Duell der ungeschlagenen Talente für sich entscheidet, von dem dürften wir 2019 noch einiges hören.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 139: „Korean Zombie“ vs. Rodriguez
Samstag, 10. November 2018
Pepsi Center in Denver, Colorado, USA

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Chan Sung Jung vs. Yair Rodriguez
Donald Cerrone vs. Mike Perry
Raquel Pennington vs. Germaine de Randamie
Beneil Dariush vs. Thiago Moises
Maycee Barber vs. Hannah Cifers
Mike Trizano vs. Luis Pena

Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv)
Ashley Yoder vs. Amanda Cooper
Chas Skelly vs. Bobby Moffett
Davi Ramos vs. John Gunther
Devonte Smith vs. Julian Erosa

Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv)
Joseph Morales vs. Eric Shelton
Mark de la Rosa vs. Joby Sanchez