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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC Buenos Aires am Wochenende mitverfolgen

Neil Magny (l.) trifft in Argentinien auf Santiago Ponzinibbio (Foto: UFC).

Buen Dia, die UFC debütiert schon wieder in Südamerika. Nach Chile im Mai ist es nun Argentinien im November, wo die UFC zum ersten Mal in ihrer Geschichte das Octagon aufbaut. Mit Neil Magny vs. Santiago Ponzinibbio steht dabei ein hochkarätiger Weltergewichtskampf an der Spitze des Programms, unterstützt von Ricardo Lamas und Darren Elkins im Federgewicht.


Das Vorprogramm von UFC Buenos Aires wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird vom UFC Fight Pass und außerdem von DAZN übertragen. Ein Abo kostet dort monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv): Sonntag, 18. November, 1 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv): Sonntag, 18. November, 2 Uhr
Hauptprogramm (DAZN): Sonntag, 18. November, 4 Uhr

Hauptkampf: Neil Magny vs. Santiago Ponzinibbio

 

Für Santiago „Gente Boa“ Ponzinibbio (26-3) geht an diesem Wochenende ein Traum in Erfüllung. Zum ersten Mal seit acht Jahren kämpft der Argentinier wieder zu Hause, und das in seinem zweiten UFC-Hauptkampf. Ihm gegenüber steht dabei Neil Magny (21-6), eines der am stärksten unterschätzten Top-Weltergewichte der Rangliste.

Magnys UFC-Karriere ist eine unwahrscheinliche Comeback-Story. Denn von seinen ersten drei Kämpfen verlor er zwei, stand kurz vor dem Rausschmiss, bevor er welchen Schalter auch immer umlegte und seine nächsten sieben Kämpfe gewann. In diesem Stil ging es anschließend weiter für Magny, der zwar seitdem gegen Demian Maia, Lorenz Larkin und zuletzt Rafael dos Anjos verlor, aber dafür Siege u.a. gegen Hector Lombard, Johny Hendricks und Carlos Condit holte. Mit Ponzinibbio aber steht ihm nun ein stilistischer Härtetest gegenüber.

Denn schaut man sich an, gegen wen und wie Magny in seiner UFC-Karriere zuletzt verloren hat, dann stößt man auf Gegner mit einem aggressiven, druckvollen Kampfstil, die den schlaksigen Techniker schlicht überrannten. Als Beispiel sei hier Larkin genannt, gegen dessen kraftvolles Thaiboxen Magny in ihrem Duell bei UFC 202 im August 2016 keine Antwort fand und in wenigen Minuten unterging.

Ponzinibbio, der zuletzt sechs Kämpfe in Folge gewann und dabei u.a. Gunnar Nelson ausknockte, scheint die Art Gegner zu sein, die dieses Ergebnis wiederholen kann. Ponzinibbio dagegen muss sich hüten, Magny nicht zu unterschätzen, der mit einem gut ausgewogenen Kampfstil und wirkungsvollen Attributen wie Zähigkeit und langer Reichweite schon so manchen Favoriten in die Knie gezwungen hat.

Für beide Top-Weltergewichte indes lohnt sich das Risiko. Denn nach eineinhalb starren Jahren ist wieder Bewegung in die Gewichtsklasse gekommen. Tyron Woodley ist zurück im Geschehen, mit Darren Till ist der erste vielversprechende Herausforderer abgesägt, für 2019 steht die Spitze der 77-Kilo-Klasse daher weit offen. Wer immer in Buenos Aires gewinnt, darf auf einen Anlauf in Richtung Titel im kommenden Jahr hoffen.

Co-Hauptkampf: Ricardo Lamas vs. Darren Elkins

Wenn ein Kämpfer den Schriftzug „The Damage“ in Narbenform auf die Brust tätowiert hat, dann weiß man, was man von diesem Kämpfer zu erwarten hat. Sein Name: Darren „The Damage“ Elkins (24-6), und der 34-Jährige hat sich im Laufe von nunmehr acht Jahren in der UFC einen bitter erkämpften Ruf als harter Hund erarbeitet, der manchmal allein deshalb gewinnt, weil er zu zäh für seine Gegner ist und sie einbrechen, wenn sie ihn nicht ausknocken können.

Das gelang dem gelernten Ringer aus Indiana, der mittlerweile in Kalifornien mit dem Team Alpha Male trainiert, am prominentesten im vergangenen Jahr gegen Mirsad Bektic. Der Knockout-Sieg gegen das hoch gehandelte Talent steht noch immer sinnbildlich für Elkins‘ scheinbar übermenschliche Zähigkeit, der gegen Bektic nach zwei desaströsen Runden zurückkam und das Blatt in nur wenigen Sekunden drehte.

Allzu oft kann man diese Taktik jedoch nicht erfolgreich fahren, und Ricardo Lamas ist die Art Gegner, gegen die ein ähnliches Comeback extrem schwer werden wird. Der ehemalige Titelherausforderer, der zuletzt im Juni knapp gegen Bektic verlor, ist ein mit allen Wassern gewaschener Veteran, der von Jose Aldo über Max Holloway und Chad Mendes bis hin zu Diego Sanchez ein Who’s Who der Federgewichtsklasse vor den Fäusten hatte und einen Kampf in sämtlichen Distanzen beenden kann.

Die restlichen Kämpfe von UFC Buenos Aires

Meist bringt die UFC ein starkes Programm mit, wenn sie irgendwo zum ersten Mal Station macht. Argentinien hat diese Behandlung zumindest den Namen nach nicht bekommen. Auf dem Hauptprogramm dürfte sich das Bantamgewichtsduell zwischen den beiden Südamerikanern Guido „El Ninja“ Cannetti (8-3) und Marlon „Chito“ Vera (11-5-1) lohnen.

Beim Argentinier Cannetti wechselten sich in der UFC bisher Sieg und Niederlage ab, seine Kämpfe enden aber zumindest weitaus öfter innerhalb der Distanz, als dass sie über die Punkte gehen. Vera machte zu Beginn seiner UFC-Karriere mit der Aussage Schlagzeilen, er kämpfe vor allem, um seiner schwerkranken Tochter die teure Behandlung zu ermöglichen. Diese Motivation zahlte sich im Octagon aus, wo der Ecuadorianer unter anderem Brian Kelleher und Brad Pickett vorzeitig besiegte.

Im Fliegengewicht könnten außerdem Alexandre „The Cannibal“ Pantoja (19-3) und Ulka Sasaki (21-5-2) zeigen, warum die Gewichtsklasse wohl vermisst werden würde, sollte sie tatsächlich demnächst eingestampft werden. Bei Grappling-Experte Sasaki haben sich im Octagon bisher recht zuverlässig Sieg und Niederlage abgewechselt, wobei beide Ergebnisse meist nicht die vollen 15 Minuten brauchten.

Geht man nach seiner bisherigen Bilanz, müsste in Buenos Aires wieder eine Niederlage kommen, und das ist gegen Alexandre Pantoja nicht der abwegigste Ausgang. Der rundum versierte Brasilianer verlor in der UFC bisher nur gegen Dustin Ortiz und konnte daneben Eric Shelton, Brandon Moreno und Neil Seery bezwingen, wobei er Letzteren in Rente schickte.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 140: Magny vs. Ponzinibbio
Samstag, 17. November 2018
Estadio Mary Terán de Weiss in Buenos Aires, Argentinien

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Neil Magny vs. Santiago Ponzinibbio
Ricardo Lamas vs. Darren Elkins
Khalil Rountree jr. vs. Johnny Walker
Cezar Ferreira vs. Ian Heinisch
Guido Cannetti vs. Marlon Vera
Cynthia Calvillo vs. Poliana Botelho

Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv)
Michel Prazeres vs. Bartosz Fabinski
Alexandre Pantoja vs. Ulka Sasaki
Humberto Bandenay vs. Austin Arnett
Laureano Staropoli vs. Hector Aldana

Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv)
Devin Powell vs. Jesus Pinedo
Nad Narimani vs. Anderson dos Santos