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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC Beijing am Samstagmittag mitverfolgen

Revanche oder Wiederholung? Curtis Blaydes (l.) will im zweiten Anlauf Francis Ngannou bezwingen (Foto: UFC).

Die UFC scheint in China durchstarten zu wollen. Erst diese Woche wurde bekanntgegeben, dass die Liga in Shanghai neben Las Vegas ein zweites Performance Institute eröffnen wird, nun gastiert das Octagon zum erst zweiten Mal im Reich der Mitte. In Peking stehen neben jeder Menge Asiaten die schweren Jungs im Fokus: Neben Curtis Blaydes‘ zweiter Chance gegen Francis Ngannou ist das Alistair Overeems vielleicht letzte Chance auf einen Anlauf in Richtung Titel, wenn er auf einen UFC-Neuling trifft, der es in sich hat.

Das Vorprogramm von UFC Peking wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird vom UFC Fight Pass und außerdem von DAZN übertragen, auf letzterer Plattform allerdings zeitversetzt ab 23 Uhr. Ein DAZN-Abo kostet monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Für UFC-Events fallen keine weiteren Kosten an.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm (ufc.tv): Samstag, 24. November, 9 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv): Samstag, 24. November, 12:30 Uhr
Hauptprogramm (DAZN): Samstag, 24. November, 23 Uhr

Hauptkampf: Curtis Blaydes vs. Francis Ngannou

 

Niemand hat in den vergangenen Jahren besser gezeigt als Francis „The Predator“ Ngannou (11-3), dass in diesem Sport spätestens auf dem höchsten Level der Kopf entscheidet. Der 1,93-Meter-Hüne aus Kamerun bulldozerte sich mit furioser K.o.-Power seinen Weg an die Spitze, als Höhepunkt bleibt sein Monster-K.o. gegen Alistair Overeem vor einem Jahr im Gedächtnis. Keine zwei Monate später kämpfte Ngannou gegen Stipe Miocic um den Titel und verlor, bevor im Juli gegen Derrick Lewis die zweite Niederlage folgte.

Was war passiert? Ngannou ist arrogant geworden, lautete UFC-Präsident Dana Whites Erklärung. Stimmt, pflichtete ihm Ngannous Trainer bei. Glaubt man den beiden, dann hat sich Ngannou an seine K.o.-Power gewöhnt und zu wenig trainiert. Hat er daran vor diesem Kampf nichts geändert, dann könnte den 32-Jährigen am Samstag in China eine weitere böse Überraschung erwarten.

Denn Curtis „Razor“ Blaydes (10-1-0(1)) will Revanche für seine Niederlage im Frühjahr 2016 in Zagreb, als der Ringrichter seinen Kampf gegen Ngannou nach Ende der zweiten Runde wegen eines arg zugeschwollenen Auges abbrach. Offiziell ist der Sieg als Knockout in Ngannous K.o.-Bilanz eingeflossen, aber auf die Bretter schicken konnte er Blaydes nicht.

Jetzt will der 27-jährige Ringer, der in der Zwischenzeit unter anderem Alexei Oleynik, Mark Hunt und Overeem besiegen konnte, dieses unbefriedigende Ergebnis wiedergutmachen. Gewinnt er, könnte ihm im kommenden Jahr ein Titelkampf bevorstehen.

Co-Hauptkampf: Alistair Overeem vs. Sergey Pavlovich

Was für eine Karriere Alistair „The Reem“ Overeem (43-17-0(1)) in der UFC hinter sich hat. Debüt-Sieg durch Knockout gegen Brock Lesnar, Zusage für den Titelkampf, positive Dopingprobe, desaströse Rückkehr mit zwei K.o.-Niederlagen in Folge, kurzzeitiger Aufschwung, haarscharf verlorener Titelkampf und einmal mehr eine Talfahrt voller Gehirnerschütterungen.

In Peking könnte der 38-jährige ehemalige Strikeforce-, DREAM- und K-1-Champion nach eigener Aussage vor dem Ende stehen, falls er seine dritte Niederlage in Folge kassiert. Gegner Sergey Pavlovich (12-0) mag aus der Distanz wie ein Aufbaukampf aussehen, aber der UFC-Neuling und ehemalige Fight-Nights-Champion bringt enormes Potential mit in das Duell.

Sieben Erstrunden-Knockouts hat der 26-Jährige aus Moskau bereits eingefahren, seit er Ende 2014 als Profi debütierte. Dieses Jahr stand er noch nicht im Käfig, dafür hat er 2015 fünf Mal, 2016 vier Mal und 2017 zwei Mal gekämpft und dabei unter anderem Alexei Kudin, „Baby Fedor“ Kirill Sidelnikov und den Rosenheimer Ruben Wolf geschlagen. Schickt er am Samstag Overeem Schlafen, dann dürfte dem gelernten Ringer ein großes Jahr 2019 bevorstehen.

Die restlichen Kämpfe von UFC Beijing

Wie üblich, dominieren auch auf diesem internationalen Trip der UFC regionale Namen. Einer davon: Li „The Leech“ Jinglaing (15-5). Der Chinese ist bekannt für unterhaltsame Kämpfe und harte Knockouts, genauso wie sein Gegner: David „Sagat“ Zawada (16-4) beweist mit diesem Kampf einmal mehr, warum seine Fans ihn neben seiner K.o.-Power vor allem für sein Kämpferherz lieben.

Nachdem er im Juli kurzfristig gegen Danny Roberts einsprang und dem Veteranen eine harte Schlacht über drei Runden lieferte, wagt sich der Düsseldorfer hier einmal mehr ohne große Vorbereitungszeit in den Käfig – knapp vier Wochen vor dem Kampf sprang er für Elizeu Zaleski dos Santos ein. „Ich bin ein Kämpfer“, sagte „Sagat“ vor dem Kampf gegenüber GNP1.de. „Das ist meine Leidenschaft.“  

Ein Auge sollte man auch auf Song Yadong (13-3-0(2)) haben. Das chinesische Bantamgewicht aus Urijah Fabers Team Alpha Male gab im Juni bei UFC Singapur sein Octagon-Debüt und knockte Felipe Arantes mit massiven Ellbogen aus, die ihm den Bonus für die „Performance of the Night“ einbrachten. Nach einer Verletzung Frankie Saenz‘ bekommt er nun gegen UFC-Neuling Vince „Vandetta“ Morales (8-2) die Chance auf einen ebenso imposanten zweiten Eindruck.

Im ersten Kampf des Abends kehrt ein Alter Bekannter ins Octagon zurück. Louis „Da Last Samurai“ Smolka (13-5) hat in der UFC schon in Hauptkämpfen gestanden, bevor er vier Kämpfe in Folge verlor und Anfang des Jahres aus der Liga flog. Drei vorzeitige Siege holte das einstige Fliegengewicht seitdem, jetzt kehrt er als Bantamgewicht gegen den UFC-Debütanten Sumudaerji Sumudaerji zurück.

Der 22-jährige Chinese kämpfte bisher ausschließlich für die chinesische Liga WLF und bezwang dort hauptsächlich Gegner, die erst einen oder zwei Kämpfe auf der Bilanz hatten. Für seine eigene Profi-Statistik finden sich abweichende Zahlen – je nachdem, wo man schaut, steht der UFC-Debütant 8-1 oder 11-3. So oder so trifft er mit Smolka nun auf den mit Abstand härtesten Test seiner Karriere.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC Fight Night 141: Blaydes vs. Ngannou
Samstag, 24. November 2018
Cadillac Arena in Peking, China

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Francis Ngannou vs. Curtis Blaydes
Alistair Overeem vs. Sergey Pavlovich
Song Yadong vs. Vince Morales
Li Jingliang vs. David Zawada

Vorprogramm (ufc.tv)
Kenan Song vs. Alex Morono
Wu Yanan vs. Lauren Mueller
Hu Yaozong vs. Rashad Coulter
Zhang Weili vs. Jessica Aguilar
Yan Xiaonan vs. Syuri Kondo
Liu Pingyuan vs. Martin Day
Kevin Holland vs. John Philips
Louis Smolka vs. Sumudaerji Sumudaerji