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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC 231 am Wochenende mitverfolgen

Einer der am heißesten erwarteten Kämpfe des Jahres: Max Holloway (l.) verteidigt seinen Titel gegen Brian Ortega (Foto: UFC).

Die UFC ist zurück in Kanada, und das mit gleich zwei Titelkämpfen und einer Reihe weiterer Kracher-Duelle. Neben Max Holloways Titelverteidigung gegen Brian Ortega werden sich in Toronto Valentina Shevchenko und Joanna Jedrzejczyk um den vakanten Fliegengewichtsgürtel der Damen duellieren. Zudem sind mit Jimi Manuwa, Thiago Santos, Alex Oliveira und anderen eine ganze Menge Action-Garanten mit von der Partie.


Das Vorprogramm von UFC 231 wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist. Das Hauptprogramm wird für zusätzlich einmalig 14,99 Euro vom UFC Fight Pass und außerdem von DAZN übertragen. Ein DAZN-Abo kostet monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Für UFC-Events fallen dort keine weiteren Kosten an.

Anbei die Startzeiten:
Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv): Sonntag, 9. Dezember, 0 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (ufc.tv): Sonntag, 9. Dezember, 2 Uhr
Hauptprogramm (ufc.tv/DAZN): Sonntag, 9. Dezember, 4 Uhr

Hauptkampf: Max Holloway (c) vs. Brian Ortega


Der Hauptkampf von UFC 231 scheint eine jener Ansetzungen zu sein, auf die eine Menge Fans mit gemischten Gefühlen schauen. Vorfreude, klar, denn das Duell um den Titel im Federgewicht verspricht, ein Kracher zu werden. Aber auch ein bisschen Wehmut, denn Max „Blessed“ Holloway (19-3) und Brian „T-City“ Ortega (14-0-0(1)) gehören zu den beliebtesten und am meisten respektierten Kämpfern der Liga. Und einer von ihnen wird am Wochenende verlieren.

Holloway scheint seit seiner Punktniederlage gegen Conor McGregor im Sommer 2013 unbezwingbar. Zwölf Kämpfe in Folge hat der immer noch erst 27-jährige Hawaiianer gewonnen, zuletzt gewann und verteidigte er den Federgewichtstitel gegen José Aldo, nachdem er sich mit einem T.K.o.-Sieg gegen Anthony Pettis bereits den Interimstitel gesichert hatte, als die UFC im Dezember 2016 zum letzten Mal in Toronto zu Gast war.

Sein eigentlich für Juli anberaumter Kampf gegen Brian Ortega allerdings fiel ins Wasser, weil bei Holloway kurz zuvor eine Gehirnerschütterung diagnostiziert wurde. Stellt sich die Frage, ob er in dem halben Jahr seitdem wieder fit genug geworden ist, um den Ansturm eines der wildesten Talente der Gewichtsklasse abwehren zu können?

Ortega stand in der UFC bereits mehrfach am Rande einer Niederlage, drehte diese Kämpfe aber immer kurz vor Schluss mit einem spektakulären Finish. Überhaupt steht „T-City“ für Action, der 27-jährige Kalifornier ist in der UFC noch nie über die Distanz gegangen, sogar Stahlkinn Frankie Edgar knockte er im März in der ersten Runde aus. Der einzige Fleck auf seiner ansonsten weißen Weste: Ein nachträglich nicht gewerteter Sieg gegen Mike De La Torre, weil Ortega einen positiven Dopingtest abgab.

Ob das alles für ein Kaliber wie Holloway reichen wird? Kann Ortega den Kampf in die Hand nehmen oder ihn, falls Holloway das Ruder mit seinem dynamischen Thaiboxen an sich reißen sollte, wieder einmal drehen? Ist Holloway fit genug oder haben seine Gesundheitsprobleme den Anfang vom Ende eingeläutet? Wie auch immer diese Fragen in der Nacht von Samstag auf Sonntag beantwortet werden – spektakulär sollte der Weg dahin allemal ausfallen.

Co-Hauptkampf: Valentina Shevchenko vs. Joanna Jedrzejczyk

Valentina „Bullet“ Shevchenko (15-3) und Joanna Jedrzejczyk (15-2) kennen sich gut – die beiden sind bereits drei Mal im Thaiboxen gegeneinander angetreten. Diese Kämpfe hat Shevchenko allesamt gewonnen. Das könnte sich in ihrem ersten MMA-Duell als nicht zu unterschätzender Vorteil erweisen. Denn Jedrzejczyk gewann zwar im Juli gegen Tecia Torres, musste zuvor aber ihren Titel an Rose Namajunas abgeben und verlor auch den Rückkampf. Bisweilen wirkte die sonst so siegessichere Jedrzejczyk dabei unsicher, es wird also interessant zu sehen sein, ob ihre 0-3-Bilanz gegen "Bullet" sie in Toronto sichtbar einschüchtern wird.

Dort könnte die polnische Thaiboxerin jedenfalls zur ersten Frau werden, die UFC-Titel in zwei Gewichtsklassen gewonnen hat, nachdem sie ihren Strohgewichtstitel fünf Mal verteidigte und dabei zeitweise unschlagbar schien. Im Fliegengewicht soll nun ein ähnlicher Lauf starten.

Shevchenko dagegen kommt aus der anderen Richtung ins Fliegengewicht – die Kirgisin, deren Schwester vor einer Woche ihr UFC-Debüt gewann, forderte Amanda Nunes im September letzten Jahres um den Bantamgewichtsgürtel, scheiterte aber knapp bis kontrovers nach Punkten. Jetzt will die Standkampf-Dampframme zeigen, dass sie ihrer alten Rivalin auch im MMA überlegen ist und sie doch die Klasse hat, in der UFC Gold zu tragen.

Die restlichen Kämpfe von UFC 231

UFC Toronto verspricht jede Menge Action, vor allem auf dem Hauptprogramm. So werden im Halbschwergewicht zwei der gefährlichsten K.o.-Schläger der Liga aufeinandertreffen, wenn Ex-Mittelgewicht Thiago „Marreta“ Santos (19-6) auf Jimi „Poster Boy“ Manuwa (17-4) trifft. Santos hat sechs seiner letzten sieben Kämpfe gewonnen, darunter finden sich Knockouts gegen Jack Marshman, Gerald Meerschaert und Anthony Smith.

Manuwa verlor zuletzt gegen Volkan Oezdemir und Jan Blachowicz, hat mit Knockouts gegen Corey Anderson und Ovince Saint Preux aber bewiesen, wie gefährlich er mit den Fäusten ist. Wenn er sich angesichts seiner 38 Jahre noch weiterhin Hoffnungen auf eine Titelchance machen will, muss gegen Santos ein weiterer Knockout her.

Ebenfalls für Action bekannt sind Hakeem „Mean“ Dawodu (8-1-1) und Kyle „Crash“ Bochniak (8-3). Bochniak machte sich ausgerechnet mit einer Niederlage einen Namen, als er im April gegen den haushoch favorisierten Zabit Magomedsharipov einen Kracher über drei Runden hinlegte, der in die Kandidatenlisten für den Kampf des Jahres eingehen dürfte. Standspezialist Dawodu verlor im März überraschend sein langerwartetes UFC-Debüt vorzeitig gegen Danny Henry, zeigte im Juli aber mit einem Sieg gegen Austin Arnett, dass er keine hochgehypte Luftpumpe ist.

Interessant dürfte auch das Comeback von Gunnar „Gunni“ Nelson (16-3-1) werden. Das isländische Grappling-Ass wurde im Juli 2017 von Santiago Ponzinibbio ausgeknockt und verschwand danach von der Bildfläche. Jetzt kehrt der SBG-Kämpfer gegen Alex „Cowboy“ Oliveira (19-5-1(2)) zurück, einen brandgefährlichen Allrounder, der in diesem Jahr bereits Carlo Pedersoli Jr. und Carlos Condit vorzeitig bezwang und den zurückkehrenden Nelson gleich vor einen Härtetest stellen wird.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC 231: Holloway vs. Ortega
Samstag, 8. Dezember 2018
Scotiabank Arena in Toronto, Ontario, Kanada

Titelkampf im Federgewicht (DAZN/ufc.tv)
Max Holloway (c) vs. Brian Ortega

Titelkampf im Fliegengewicht der Damen (DAZN/ufc.tv)
Valentina Shevchenko vs. Joanna Jedrzejczyk

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Alex Oliveira vs. Gunnar Nelson
Hakeem Dawodu vs. Kyle Bochniak
Jimi Manuwa vs. Thiago Santos

Vorprogramm (ufc.tv)
Cláudia Gadelha vs. Nina Ansaroff
Olivier Aubin-Mercier vs. Gilbert Burns
Katlyn Chookagian vs. Jessica Eye
Elias Theodorou vs. Eryk Anders

Vorprogramm (ufc.tv)
Brad Katona vs. Matthew Lopez
Chad Laprise vs. Dhiego Lima
Carlos Diego Ferreira vs. Kyle Nelson
Devin Clark vs. Aleksandar Rakic