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Mit Startzeiten: So könnt ihr UFC 229 am Wochenende mitverfolgen

Bald ist es soweit: Khabib Nurmagomedov und Conor McGregor stehen sich an diesem Wochenende gegenüber (Foto: UFC).

Der Kampf des Jahres steht bevor. Solange sich niemand mehr beim Duschen den Kopf aufschlägt oder mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus muss - alles schon geschehen -, werden Khabib Nurmagomedov und Conor McGregor in der Nacht auf Sonntag in Las Vegas unter sich ausmachen, wer Leichtgewichts-Champion der UFC ist. McGregor reklamiert seinen alten Titel noch immer für sich, Titelhalter aber ist Nurmagomedov. Mit Tony Ferguson, Anthony Pettis, Derrick Lewis und Alexander Volkov steht außerdem ein schlagkräftiges Unterstützungsprogramm bereit.

Das Vorprogramm von UFC 229 wird auf dem UFC Fight Pass übertragen, der ab 5,99 Euro monatlich auf ufc.tv erhältlich ist und auch das Hauptprogramm ab zusätzlich einmalig 15,49 Euro zeigt.

Außerdem zeigt DAZN das Hauptprogramm sowie den zweiten Teil der Vorkämpfe auf Deutsch. Ein Abo bei der Streaming-Webseite kostet monatlich 9,99 Euro, der erste Monat ist gratis. Extrakosten für das Hauptprogramm fallen nicht an.

Den ersten Teil des Vorprogramms zeigt außerdem die offizielle Facebookseite der UFC. Nach UFC 229 wird diese Praxis voraussichtlich eingestellt.

Anbei die Startzeiten:

Vorprogramm Teil 1 (ufc.tv/Facebook): Sonntag, 7. Oktober, 0:30 Uhr
Vorprogramm Teil 2 (DAZN/ufc.tv): Sonntag, 7. Oktober, 2 Uhr
Hauptprogramm (DAZN): Sonntag, 7. Oktober, 4 Uhr

Hauptkampf: Khabib Nurmagomedov (c) vs. Conor McGregor

Ist es der größte Kampf in der Geschichte der UFC? Das kommt wohl auf die Kriterien an. Glaubt man Dana White, dann könnte das Duell zwischen Khabib „The Eagle“ Nurmagomedov (26-0) und Conor „The Notorious“ McGregor (21-3) in Sachen PPV-Verkäufe tatsächlich der größte Kampf werden, den die UFC in ihrer 25-jährigen Geschichte auf die Beine gestellt hat.

Aber auch abseits aller Zahlenrekorde ist die Ansetzung zwischen den beiden Erzrivalen eine faszinierende Angelegenheit. Selbst abseits der gemeinhin bekannten persönlichen Differenzen zwischen den beiden Top-Kämpfern. Mit Nurmagomedov und McGregor stehen sich zwei der besten Kämpfer gegenüber, die die UFC je in ihrem Kader hatte, und aus diesem Grund ist der Kampf auch für MMA-Puristen ein Fest.

Denn die besten Kämpfe sind meist die, zu denen es im Vorhinein einige klare Fragestellungen gibt. Schafft es Nurmagomedov, McGregor mit seinem erbarmungslosen Druck müde zu machen und aufzureiben? Landet der Ire seine Linke und schickt seinen so dominanten Gegner mit einer einzigen Aktion auf die Bretter, wie ihm das vor drei Jahren gegen José Aldo gelang? Wird es eine knappe Kiste oder eine einseitige Zerlegung? Alles scheint möglich in diesem Blockbuster, dessen Nachwehen das Leichtgewicht der UFC auf Jahre hin prägen könnten.

Co-Hauptkampf: Tony Ferguson vs. Anthony Pettis

Wofür genau Tony „El Cucuy“ Ferguson (23-3) und Anthony „Showtime” Pettis (21-7) am Samstag kämpfen, wissen vermutlich selbst die beiden nicht so genau. Im Schatten des großen Titelkampfes bleibt den beiden Leichtgewichten nur, die zweite Geige zu spielen, zu hoffen, dass bis Samstagabend doch noch einer der Hauptkämpfer ausfällt und, falls nicht, dann eben einen möglichst imposanten Sieg zu holen und sich damit für die nächste Titelchance zu qualifizieren.

Das ist besonders bitter für Ferguson. Der gewann vor einem Jahr in der gleichen Arena mit einem Aufgabe-Sieg gegen Kevin Lee den Interimstitel der Gewichtsklasse, als McGregors Zukunft nach seinem Box-Ausflug ungewiss schien. Das war sein zehnter Sieg in Folge, was ihm mittelfristig aber nicht half: Der Interimstitel wurde ihm abgenommen, gegen Nurmagomedov sollte bei UFC 223 im April der echte Champion unter ihnen ausgemacht werden.

Der Rest ist hinreichend bekannt. Ferguson verletzte sich kurz vor dem Kampf schwer am Knie, und Nurmagomedov beendete eine reichlich chaotische Woche als Leichtgewichts-Champion der UFC. Mit unter die Räder geriet in all dem Chaos ein ehemaliger UFC-Leichtgewichts-Champion. Anthony Pettis hätte bei UFC 223 auf Michael Chiesa treffen sollen, der jedoch bei McGregors Busangriff verletzt wurde. Den nachgeholten Kampf im Juli gewann Pettis durch Aufgabe, und dabei sah der zuletzt arg strauchelnde Ex-Champion seinem früheren Ich wieder weitaus ähnlicher als in den vergangenen Jahren.

Mit Ferguson steht ihm nun ein so unorthodoxer wie effektiver Gegner gegenüber, gegen den Pettis‘ ultrakreatives Striking für einige spektakuläre Sequenzen sorgen dürfte. Auch, wenn nicht ganz klar ist, was ein Sieg den beiden bringen würde: Während sich entscheidet, wer von beiden das in nächster Zeit für sich herausfinden darf, dürften zumindest die Zuschauer vor den Bildschirmen genau wissen, warum dieser Kampf angesetzt wurde.

Die restlichen Kämpfe von UFC 229

Der Fokus von UFC 229 liegt natürlich auf dem Hauptkampf, allerdings lohnt es sich, schon etwas früher einzuschalten. Denn für den großen Abend hat die UFC einige hochkarätige Vorkämpfe auf die Beine gestellt.

Actionreich und außerdem sehr wichtig für die Schwergewichtsklasse dürfte das Duell zwischen Derrick „The Black Beast“ Lewis (20-5-0(1)) und Alexander „Drago“ Volkov (30-6) werden. Während Lewis ein extrem guter Kämpfer ist, ist Volkov ein extrem guter Kampfsportler. Hier trifft Masse auf Größe, Power auf Technik, Texas auf Moskau. Lewis bezwang zuletzt Marcin Tybura und Francis Ngannou, Volkov stürmte mit Knockouts gegen Stefan Struve und Fabricio Werdum in Titelnähe. Der Sieger wird kommendes Jahr sicherlich an vorderster Front mit im Rennen um den Gürtel stehen. 

Eine Gewichtsklasse tiefer bekommt Dominick „The Devastator“ Reyes (9-0) seine Chance auf den Durchbruch. Drei Kämpfe hat der 28-Jährige in der UFC bisher bestritten, alle drei gewann das aufstrebende Halbschwergewicht vorzeitig, zuletzt knockte er Jared Cannonier aus. Gelingt ihm ein ähnliches Ergebnis auch gegen Ovince „OSP“ Saint Preux (23-11), knackt er die Top Ten.

Dort ist „OSP“ seit Langem Dauergast, für die Spitze aber hat es bisher nicht gereicht für den Mann mit dem unorthodoxen Striking und dem gefährlichen Von Flue Choke. Sollte der 35-Jährige nach Tyson Pedro mit Reyes das zweite vielversprechende Talent innerhalb eines halben Jahres besiegen, dürfte er aber zumindest demnächst eine weitere Chance bekommen, in die Top 5 vorzustoßen.

Auf dem Vorprogramm wird sich Sergio „The Phenom“ Pettis (17-3) mit Jussier Formiga (21-5) messen. Die beiden Fliegengewichte hätten eigentlich bereits im Januar 2017 aufeinandertreffen sollen, damals sagte Formiga vorher ab. Jetzt wird der Kampf nachgeholt, und der Sieger dürfte sich in einer komfortablen Position befinden, um 2019 Kurs auf Henry Cejudos Weltmeistertitel zu nehmen.


Anbei das gesamte Programm im Überblick:

UFC 229: Khabib vs. McGregor
Samstag, 6. Oktober 2018
T-Mobile Arena in Las Vegas, Nevada, USA


Titelkampf im Leichtgewicht (DAZN/ufc.tv)
Khabib Nurmagomedov (c) vs. Conor McGregor

Hauptprogramm (DAZN/ufc.tv)
Tony Ferguson vs. Anthony Pettis
Ovince Saint Preux vs. Dominick Reyes
Derrick Lewis vs. Alexander Volkov
Michelle Waterson vs. Felice Herrig

Vorprogramm Teil 2 (DAZN/ufc.tv)
Sergio Pettis vs. Jussier Formiga
Vicente Luque vs. Jalin Turner
Aspen Ladd vs. Tonya Evinger
Scott Holtzman vs. Alan Patrick

Vorprogramm Teil 1 (DAZN/ufc.tv/Facebook)
Lina Länsberg vs. Yana Kunitskaya
Gray Maynard vs. Nik Lentz
Ryan LaFlare vs. Tony Martin