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Miocic fordert Rückkampf, Cormier lehnt ab

Stipe Miocic (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Seit Monaten setzt Stipe Miocic alles daran, einen Rückkampf gegen Daniel Cormier zu bekommen, der ihm bei UFC 226 den Schwergewichts-Titel abnahm. Doch Cormier hat anscheinend kein Interesse daran, nochmals gegen Miocic ins Octagon zu steigen.

Am 7. Juli 2018 schlug Cormier den Titelverteidiger Miocic bei UFC 226 in Las Vegas nach 4:33 Minuten der ersten Runde K.o. und krönte sich damit zum Doppel-Champion, denn zu dem Zeitpunkt hielt er auch noch den Halbschwergewichts-Titel. Miocic war zuvor sechsmal in Folge ungeschlagen und hatte einen neuen Rekord für die meisten Titelverteidigungen in der Schwergewichtsklasse aufgestellt. Daher war und ist er der Ansicht, einen Rückkampf verdient zu haben.

„Ich glaube, dass ich der bessere Kämpfer bin“, sagte Miocic neulich im Interview mit MMAFighting. „Ich war dabei, den Kampf zu gewinnen, aber ich habe mich nicht mehr an meine Strategie gehalten. Ich war übereifrig und er erwischte mich mit einem Schlag, den ich nicht kommen sah. Er schlägt nicht so hart wie Francis Ngannou, er hat mich einfach nur gut getroffen. Es ist ja nicht so, als hätte er den Boden mit mir gewischt. Wenn wir das nächste Mal kämpfen, werdet ihr einen anderen Kämpfer sehen.“

Ob es dazu kommt, ist jedoch fraglich, denn Cormier nannte auf Twitter drei Gründe, weswegen er derzeit kein Interesse an einem Rückkampf hat. „Grund 1: Er tut so, als hätte er einen Anspruch darauf, aber warum habe ich in der Zwischenzeit gekämpft und er nicht? Er hat den Kampf verloren, ist er immer noch der Champion? Grund 2: Ich bin gerade verletzt. Grund 3: Wie könnte ich es noch besser machen? Ich habe ihn doch beim letzten Mal in der ersten Runde besiegt?“

Die Antwort von Miocic ließ nicht lange auf sich warten. „Mein anspruchsberechtigter Hintern hat angeboten, am 3. November bei UFC 230 im MSG gegen dich zu kämpfen. Du hast gegen Lewis gekämpft, während ich Feuer bekämpft habe.“

Das angesprochene Titelduell zwischen Cormier und Lewis wurde erst dreieinhalb Wochen vor UFC 230 angesetzt, nachdem die UFC lange verzweifelt nach einem Hauptkampf gesucht hatte. Cormier nahm das Kampfangebot trotz einer Handverletzung an – die vier Millionen US-Dollar, die er laut Dave Meltzer dafür bekam, haben ihm die Entscheidung damals vermutlich leichter gemacht.

Wann Cormier nun tatsächlich ins Octagon zurückkehren wird, ist weiter unklar. Ursprünglich hatte er geplant, sich am 20. März 2019 in den Ruhestand zu verabschieden, am Tag seines 40. Geburtstages. Ob er sich daran hält, ist zumindest seinem Cheftrainer Javier Mendez zufolge nicht sicher. Mendez meinte kürzlich in einem Interview, Cormier könne noch zwei bis drei Kämpfe bestreiten.