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Mike Goldberg redet Klartext nach Abschied von der UFC

Mike Goldberg

Für viele Fans war die Nachricht ein Schock. Mike Goldberg war mit dem Ende von UFC 207 nicht mehr Teil der größten MMA-Organisation der Welt. Nun brach der berühmte Kommentator sein Schweigen und verriet, wie es zum Ende seiner UFC-Zeit kam.

In der "MMA Hour" erklärte Goldberg, dass die UFC ihm im Dezember mitteilte, seinen Vertrag nicht zu verlängern. Von dieser Entscheidung betrübt habe er aber beschlossen, das Ganze wie ein Profi zu nehmen und die drei letzten Events des Jahres wie gewohnt mit seinem Kollegen Joe Rogan zu kommentieren.

„Es war ein Schock“, sagte Goldberg. „Ich war sprachlos. Ich wusste nicht, wie ich die Entscheidung emotional auffassen sollte, weil ich einfach geschockt und fassungslos war. Joe und ich waren glücklich und ich mag die Beschreibung „Originalton“. Also waren Joe und ich glücklich für so lange Zeit der „Originalton der UFC“ zu sein. Deswegen war ich geschockt!“

Seinen ersten Auftritt hatte Goldberg bei UFC 15.5 im Dezember 1997 in Japan, als er Bruce Beck ersetzte. Das war drei Jahre bevor Dana White und die Fertitta-Brüder die UFC aufkauften. Mit den Jahren wurde der Sport immer größer und beinahe immer saßen Joe Rogan und Mike Goldberg am Octagon und kommentierten das Geschehen aus der Halle.

Goldberg ist aber nicht der einzige langjährige Mitarbeiter, der die UFC verlassen musste. Nach dem Kauf der UFC durch die Künstleragentur WME-IMG haben viele bekannte Gesichter die Organisation freiwillig verlassen oder wurden gekündigt. Groß protestiert hat Goldberg gegen die Entscheidung nicht.

„Ich bin nicht anders als der Mann hinter dem Verkaufstand, als die 15 Stellvertreter vom Chef oder die ganzen Mitarbeiter, die in Kanada gearbeitet haben, bevor man entschieden hat, die Niederlassung dort zu schließen“, so Goldberg. „Deswegen bin ich nicht der einzige, der geht. Über 100 verdiente Mitarbeiter und stellenweise sehr gute Freunde von mir haben sie entlassen. Es brauchte 15 Jahre, um so eine große Familie zu werden. Aber es dauerte nur 15 Minuten, um sie zu zerstören. Ich bin derjenige, über den geredet wird, weil ich am bekanntesten bin!“

Eine Sache hat Goldberg an der ganzen Situation aber besonders gestört. Nach knapp 20 Jahren Arbeit für die UFC gab es nach der Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern, keinen einzigen Wortwechsel mit UFC-Präsident Dana White: „Keine Unterhaltung. Keinerlei Kontakt. Das war überraschend und natürlich enttäuschend. Nichts wurde gesagt und damit muss ich leben. Am Ende Tages zählt für mich aber nur meine Familie, meine Kinder.“

In den Ruhestand möchte Goldberg noch nicht gehen. Im Interview erklärte er, erst einmal abwarten zu wollen, in Zukunft aber schon gerne noch einmal MMA kommentieren zu wollen.

„Ich danke meinen Fans“, sagte Goldberg abschließend. „ Ich weiß, dass es nicht mehr dasselbe sein wird ohne Goldi und Rogan. Ich danke euch für eure Unterstützung! Es wird weitergehen.“