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„Miesha Tate hat sich für eine schwächere Gegnerin entschieden“

Miesha Tate (Foto: Dorian Szücs)

In den vergangenen Jahren war es in der UFC gang und gäbe, ihren entthronten Weltmeistern die Möglichkeit zu geben, ihre Titel in sofortigen Rückkämpfen zurückzuerobern. Nun scheint der Marktführer in Sachen MMA jedoch von dieser Praxis abzurücken. Nachdem bereits Jose Aldo ein zweites Aufeinandertreffen mit Conor McGregor vorerst verwehrt blieb, muss auch Holly Holm auf ihre zweite Chance gegen Miesha Tate warten. Die Weltmeisterin trifft stattdessen bei UFC 200 auf die Brasilianerin Amanda Nunes. Nun sorgte Holms Manager Lenny Fresquez mit seinen Behauptungen für Aufsehen, Tate selbst hätte sich gegen ein erneutes Duell mit der langjährigen Boxweltmeisterin ausgesprochen.

Miesha Tate wurde von vielen Fans nach UFC 168 bereits abgeschrieben. Zwar befand sie sich nach wie vor in den Top 3 des Frauen-Bantamgewichts, doch ihre zweite vorzeitige Niederlage gegen die dominante Championesse Ronda Rousey verbaute ihr jegliche Chance, in absehbarer Zeit nochmals um den Titel antreten zu dürfen. Umso erfreuter dürfte sie gewesen sein, als Holly Holm „Rowdy“ bei UFC 193 mit einem krachenden K.o. zu Boden schickte und somit die Tür für Tate wieder weit öffnete. Dank einer Auszeit seitens Rousey sowie ihrer eigenen Siegesserie bekam „Cupcake“ also erneut die Möglichkeit, sich das Gold umzuschnallen.

Der Rest ist Geschichte. Ein enges Duell beendete Tate in der fünften Runde durch Submission und krönte sich zum zweiten Mal nach ihrer Zeit bei Strikeforce zur Weltmeisterin. Zur Überraschung vieler bekommt nun jedoch nicht, wie nach einem solch knappen Kampf üblich, Holm ihren Rückkampf, sondern die explosive Amanda Nunes darf sich mit Tate messen. Laut Holms Manager Lenny Fresquez ist diese Entscheidung auf Tate selbst zurückzuführen.

„Sie (die UFC) haben mir gesagt, dass sich Tate für Nunes entschieden hat“, so Fresquez. „Ihr wurde Holly angeboten, aber sie hat sich für Nunes entschieden. Sie hat sich für eine schwächere Gegnerin entschieden. Holly hat ihr eine Chance gegeben. Wir sind sehr enttäuscht, dass sie den Gefallen nicht erwidert hat. […] Sie sagt, dass sie gegen die besten kämpfen will, ist dazu aber nicht bereit.“

Die Weltmeisterin sah sich daraufhin gezwungen, die Anschuldigungen richtigzustellen: „Sie (die UFC) meinten, dass Amanda jetzt an der Reihe ist“, so Tate. „Sie haben gesagt: ‘Hey, du hast Holly gerade erst besiegt. Du hast sie vorzeitig besiegt‘. Sie empfinden es nicht als notwendig, sofort einen Rückkampf auf die Beine zu stellen. Es war keine dieser Leistungen oder verrückten Kämpfe, die einen sofortigen Rückkampf rechtfertigen würden.“

Im Falle eines Sieges gegen die Nummer Vier in der UFC-Rangliste sieht sich Tate erneut nicht mit Holm im Octagon. Ihre Wunschgegnerin wäre dann ihre Dauer-Rivalin Ronda Rousey, gegen die sie ihren ersten Sieg einfahren will.

„Bevor man den Titel gewinnt, sagt man sich immer selbst, dass man es schaffen kann. Jetzt habe ich es geschafft. Es ist nichtmehr nur eine Vorstellung. Ich bin dazu fähig. Ich habe es mir selbst bewiesen. Ich habe es der Welt bewiesen. Ich werde es wieder tun, wenn ich gegen Amanda kämpfe und danach will ich gegen Ronda kämpfen.“

Tates erste Titelverteidigung findet am 9. Juli bei UFC 200 gegen Amanda Nunes statt.