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Michael McDonald beendet Karriere mit 27

Michael McDonald (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Michael McDonald hat seine Karriere beendet. Wie der 27-Jährige gegenüber ESPN angab, würden die Kosten des Sports den Ertrag übersteigen und es würde keinen Sinn ergeben, weiterzumachen. McDonald musste sich zuletzt der bereits fünften Operation an den Händen unterziehen.

Vor viereinhalb Jahren war Michael McDonald kurz davor, das beste Bantamgewicht der Welt zu werden, als er sich Renan Barao im Kampf um den Interims-Titel der UFC stellte. Zuvor hatte der damals 23-Jährige seine UFC-Karriere mit vier Siegen in Folge gestartet und dabei unter anderem den früheren WEC-Champion Miguel Torres ausgeknockt. Erst in der vierten Runde konnte ihn Babrao mit einem Arm-Triangle Choke bezwingen, doch McDonald hatte sich ins Konzert der Großen vorgekämpft und konnte anschließend gegen Brad Pickett und Urijah Faber in den Käfig steigen.

Mit dem Jahr 2013 endete jedoch auch McDonalds Höhenflug. Mehrere Verletzungen kosteten ihn zwei Jahre seiner Karriere, erst im Januar 2016 kehrte er zurück und besiegte Masanori Kanehara. Im Juli ging er dann gegen John Lineker K.o. Sein letzter Auftritt in der UFC. Der gelernte Zimmermann fühlte sich unterbezahlt und bat die UFC um eine Vertragsauflösung. Die Organisation kam dem Gesuch nach, McDonald unterschrieb bei Bellator MMA und konnte im Juli gegen Ex-Champion Eduardo Dantas eine seiner besten Leistungen abliefern. Nicht genug, um weiterzumachen.

„Im letzten Kampf lief alles perfekt“, sagte McDonald. „Es fühlt sich gut an. Die meisten Leute treten zurück, weil sie nicht mehr mithalten können. Sie werden aus dem Sport gedrängt und die Familie muss sie oft bitten, aufzuhören. Bei mir geht es nicht um das Können, aber ich bin an einem Punkt, an dem die Kosten höher sind als der Ertrag.“

McDonald verletzte sich gegen Dantas an der linken Hand und musste zum fünften Mal in den letzten fünf Jahren unters Messer. Durch einen Fehler der Ärzte wurde beim Eingriff sein Bizeps beschädigt, der Arm schrumpfte auf die halbe Größe und ist derzeit kaum von Nutzen. Für McDonald ein göttliches Zeichen, dass es genug ist, zumal ihm bereits zuvor mit dem 58-Sekunden-Knockout eine Bitte erfüllt wurde.

„Ich bin müde. Müde von diesen Handverletzungen. Müde, meinen Körper immer wieder in die Hälfte zu brechen. Ich habe gebetet und Gott gefragt, ob er meinen Bellator-Vertrag so auflösen kann, dass sie nicht schlecht von mir denken und mir vorher noch ein Hole-In-One gibt. Ich habe nun keinen Zweifel, dass Gottes Plan für mein Leben vorsieht, dass ich weiterziehe.“