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Michael Chiesa legt Einspruch gegen Niederlage bei UFC Fight Night 112 ein

Michael Chiesa (Foto: Florian Sädler)

Dass Michael Chiesa mit dem Abbruch seines Kampfes gegen Kevin Lee bei UFC Fight Night 112 nicht zufrieden war, war für jeden Zuschauer direkt ersichtlich. Nun hat Chiesa bei der Sportkommission von Oklahoma Einspruch gegen die Entscheidung von Ringrichter Mario Yamasaki eingelegt und fordert, dass das Ergebnis in ein No Contest abgewandelt wird.

Im Hauptkampf der Veranstaltung fand sich Michael Chiesa gegen Ende der ersten Runde in einem Rear-Naked Choke wieder. Chiesa kämpfte gegen den Griff an, doch 23 Sekunden vor dem Ertönen der Ringglocke schritt der Ringrichter ein, obwohl Chiesa weder abgeklopft noch das Bewusstsein verloren hatte.

„Um das klar zu stellen: Ich habe nicht abgeklopft, nicht verbal aufgegeben, wurde nicht K.o. geschlagen und habe zu keinem Zeitpunkt das Bewusstsein verloren“, so Chiesa. „Zu jeder Zeit habe ich meine jahrelange Erfahrung und mein Training genutzt, um mich intelligent zu verteidigen.“

Ausschlaggebend für den Abbruch war wohl die Tatsache, dass Chiesas Arme kurzzeitig den Anschein erweckten, zu erschlaffen. Dies sei bewusst geschehen, so Chiesa. Er habe versucht, sich zu entspannen und durch verschiedene Muskelbewegungen seine Atmung zu verbessern.

„Ich war weniger als zwei Sekunden in dieser speziellen Position, bevor Herr Yamasaki den Kampf fälschlicherweise beendete“, erklärte Chiesa. „Herr Yamasaki hat mich nicht gewarnt, dass er den Kampf vielleicht abbricht und hat weder meinen Zustand überprüft noch versucht, mit mir zu kommunizieren.“

Auch Ringrichter-Legende „Big“ John McCarthy wertete den Kampfabbruch als verfrüht. „In Profi-Kämpfen brechen wir bei Aufgabegriffen nur ab, wenn abgeklopft wird, der Kämpfer bewusstlos wird oder wir Verletzungen wie eine Verrenkung erkennen“, schrieb er auf Twitter.