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Michael Chiesa fordert Ringrichter Mario Yamasaki zu Grappling Match heraus

Michael Chiesa (Foto: Florian Sädler)

Nach seiner kontroversen Niederlage im Hauptkampf der UFC Fight Night 112 greift Michael Chiesa zu ungewöhnlichen Mitteln, um die Entscheidung in Frage zu stellen. Er fordert den verantwortlichen Ringrichter Mario Yamasaki zu einem Grapplingkampf heraus. Yamasaki, selbst BJJ-Schwarzgurt, hatte den Kampf zwischen Chiesa und Kevin Lee abgebrochen, als dieser sich in einem Aufgabegriff befand, aber noch nicht abgeklopft hatte. Yamasaki zeigt sich von der Herausforderung unbeeindruckt und hält an der Korrektheit seiner Entscheidung fest.

UFC-Leichtgewicht Chiesa musste bei der UFC Fight Night 112 vergangenen Monat ein Ende seiner drei Siege langen UFC-Siegesserie hinnehmen und will sich damit nicht abfinden. Ringrichter Mario Yamasaki beendete den Kampf kurz vor Ende der ersten Runde, als Chiesa sich tief in einem Würgegriff Lees befand, jedoch weder abgeklopft, noch das Bewusstsein verloren hatte. Chiesa ist sich sicher, er hätte sich aus dem Griff noch befreien können und es handle sich um eine klare Fehlentscheidung des Unparteiischen, die ihn den Sieg gekostet hat. Seine Beschwerde bei der zuständigen Sportkommission wurde aber abgelehnt, es bleibt bei einem Sieg Lees durch technische Aufgabe. Kritisiert wurde die Arbeit des Ringrichters an diesem Abend nicht nur von Chiesa, sondern auch von UFC-Präsident Dana White (GNP1.de berichtete)

Doch damit kann „Maverick“ sich nicht abfinden und versucht es nun mit einer neuen Taktik. Er fordert Yamasaki auf, sich in einem Grapplingkampf beim Onnit Invitational, einem Grappling-Turnier am 30. September, mit ihm zu messen.

„Ich will seinen 5. Dan Schwarzgurt in einem freundschaftlichen Grapplingkampf testen und sehen, ob er wirklich kann, was er behauptet“, so Chiesa. „Und ich meine das nicht feindselig, ich sage nur 'Hey, wenn du ein 5. Dan Schwarzgurt bist, solltest du auch für deine Entscheidungen gradestehen‘. Ich fordere ihn also als Kampfsportler heraus, mit mir den Hauptkampf beim Onnit Invitational am 30. September zu bestreiten.“

Tatsächlich führte die kontroverse Entscheidung im Kampf zwischen Chiesa und Lee nicht zum ersten Mal zu Kritik an Yamasaki. Der 53-Jährige hat bereits einige strittige Kampfausgänge auf seinem Konto als Ringrichter zu verbuchen, sodass Chiesa bereits vor dem Kampf nicht glücklich über ihn als Ringrichter im Käfig war.

„Ich will ihn nicht schlecht machen, aber er hat den Ruf, nicht immer die besten Entscheidungen zu treffen“, so Chiesa. „Ich weiß, dass er ein 5. Dan Schwarzgurt ist, und das ist schön und gut, aber es heißt nicht, dass er auch ein 5. Dan Schwarzgurt als Ringrichter ist. Ich glaube er hat da seine Schwächen und es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Ringrichter deine Umkleide betritt und deine Teamkollegen sich anschauen und 'oh verdammt, den haben wir?!‘ sagen. Ich mag die Arbeit von Herb Dean, 'Big' John, Dan Miragliotta und ich halte Josh Rosenthal für den besten Ringrichter überhaupt, aber leider hatten wir nicht ihn. Es fühlt sich nicht gut an, wenn man so ein schlechtes Gefühl mit dem Ringrichter hat, der einem zugeteilt ist.“

Yamasakis Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Er verteidigte zunächst seine Entscheidung im Kampf gegen Lee: „Ich habe gesehen, dass er ohnmächtig wurde. Er kann sich gern beschweren, aber das wird nichts ändern. Die Sportkommission hat das Urteil bereits begutachtet und bestätigt, es gibt daran nichts zu rütteln. Sie haben mich kontaktiert und ich habe meine Entscheidung erklärt, sie haben sich den Kampf in Zeitlupe angesehen und haben an der Entscheidung nichts zu beanstanden.“ Er beruft sich auf seine Pflicht als Ringrichter, die Kämpfer zu schützen: „Es wäre für mich viel einfacher gewesen, ihn länger das Bewusstsein verlieren zu lassen, aber mein Job ist es, seine Gesundheit zu schützen, wenn er selbst das nicht mehr kann.“

Auch die sportliche Herausforderung des MMA-Kämpfers findet Yamasaki fragwürdig. „Ich bin 53 Jahre und trainiere nicht mehr aktiv, wie soll ich das machen? Und was soll das bringen? Was würde das schon ändern? Und was will er damit beweisen? Es ist kindisch! Selbst wenn er mich besiegt oder ich ihn besiege, es wird nichts daran ändern, was in diesem Kampf passierte. Was will er damit beweisen?“

Komplett abgeneigt ist Yamasaki aber nicht. Lediglich eine längere Vorbereitungszeit sei vonnöten: „Wenn er mir Zeit zum trainieren gibt, kämpfe ich auch gegen ihn. Er kann jederzeit in eines meiner zehn Kampfsportstudios kommen und wir können grappeln.“

Der vorgeschlagene 30. September sei aber ausgeschlossen. Chiesa wollte damit nur die Aufmerksamkeit der Medien, die habe er jetzt ja auch so bekommen.