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Michael Bisping vs. Dan Henderson 2 im Oktober in Manchester?

Ob Michael Bisping der Wunsch nach einem Heimspiel erfüllt wird? (Foto: Florian Sädler)

Keine drei Wochen nach seinem überraschenden Titelgewinn bei UFC 199 ist klar, dass Michael Bisping so schnell nicht die Gegner ausgehen werden. Von Luke Rockhold über Jacare Souza und Chris Weidman bis hin zu Georges St-Pierre ist die Reihe der potentiellen Gegner länger denn je für den Briten. Er selbst dagegen will am liebsten mit einem alten Bekannten abrechnen: Laut Bisping ist aktuell ein Rückkampf gegen MMA-Legende Dan Henderson im Gespräch.

Hendersons brutaler Knockout-Sieg gegen Bisping bei UFC 100 ist auch nach mittlerweile beinahe sieben Jahren nicht vergessen. Selbst nach Siegen gegen Namen wie Anderson Silva, Cung Le oder Luke Rockhold hat Bisping die alte Schmach noch immer im Hinterkopf, und wenn es nach ihm geht, dann bekommt er noch in diesem Jahr seine Revanche gegen den alten Hasen.

„Wie jeder weiß, würde ich dem blöden alten Penner liebend gern das Maul stopfen“, so Bisping in gewohnt provokanter Manier. „Ich schulde ihm einen.“

„Ich respektiere ihn, natürlich. Er ist eine Legende des Sports (…). (Aber) natürlich war er zu der Zeit auf TRT (Testosteron-Ersatz-Therapie, d. Red.). Das stört mich also schon ein wenig, vor allem, weil er immer noch kämpft, obwohl TRT nicht mehr erlaubt ist. Was für mich bedeutet, dass es ohnehin Schwachsinn war, dass er das Zeug überhaupt benutzen durfte.“

Neben Henderson brachte sich kürzlich noch eine andere MMA-Legende ins Gespräch für einen Kampf gegen Bisping: Erst am Montag verkündete Ex-Weltergewichtschampion Georges St-Pierre, dass er nach fast drei Jahren Abstinenz bereit für ein Comeback sei. Liebster Gegner? Natürlich Bisping.

„Jetzt kommt plötzlich GSPs Team aus dem Unterholz und will einen Kampf gegen mich und, komm schon, das wäre unglaublich. Anderson Silva und Georges St-Pierre zu schlagen, und zwischendrin Luke Rockhold auszuknocken? Wow, was wäre das eine Art, seine Karriere zu beenden.“

Über ein Karriereende allerdings denkt Bisping auch im Alter von 37 Jahren und nach dem größten Erfolg seiner Laufbahn nicht ernsthaft nach.

„Ich muss den Gürtel verteidigen, Rente ist gerade keine Option. Meine Frau wollte, dass ich noch an dem Abend aufhöre, an dem ich den Gürtel gewonnen habe. Und irgendwie hatte sie Recht damit, dass das ein perfektes Karriereende wäre, oben an der Spitze. Aber du musst den Gürtel verteidigen, um dich als Champion zu etablieren. Und wo ginge das besser als in Manchester.“

Laut Bisping ist ein Heimspiel in der englischen Industriemetropole nicht lediglich Spinnerei, sondern könnte im späteren Jahresverlauf Realität werden: „Es war tatsächlich Dana (Whites, UFC-Präsident, d. Red.) Idee, den Gürtel in Manchester zu verteidigen. Und natürlich habe ich ihm da zugestimmt. Er meinte, ‚was wäre dir lieber, Millennium Stadium oder Manchester Arena‘?“

Das Millenium Stadion in Cardiff, Wales fasst über 75.000 Zuschauer, während in die Mehrzweckhalle in Manchester, in der bereits drei UFC-Events stattgefunden haben, maximal 21.000 Menschen passen.

„Und ich habe ‚Manchester‘ gesagt, ohne zu zögern“, so Bisping. „Ich weiß, dass das Millennium-Stadion viel größer ist, aber hey, ich habe gerade erst Anderson (Silva) in London geschlagen. Nichts gegen Wales, aber zurückzukommen und den Gürtel in Manchester zu verteidigen, so nah an Clitheroe, meiner Heimatstadt, das wäre ein wahrgewordener Traum.“

Sollte Bisping seinen Titel tatsächlich auf heimischem Boden verteidigen, wäre ein solcher Event aller Voraussicht nach eine Veranstaltung, die in Amerika im Bezahlfernsehen übertragen werden würde. Anbieten würde sich UFC 204, die bisher im Gegensatz zu 202, 203 und 205 noch nicht angekündigt wurde und laut aktuellem UFC-Terminkalender wohl im Oktober stattfinden wird.

Aktuell ist die Manchester Arena laut ihrer Webseite noch am einen oder anderen Oktober-Wochenende frei, eventuell werden wir das Octagon also nicht allzu lange nach UFC Hamburg am 3. September gleich noch einmal in Europa sehen.