UFC News

Michael Bisping muss über 350.000 Dollar an Ex-Manager zahlen

Michael Bisping (Foto: Florian Sädler)

Dieses Gerichtsurteil dürfte Ex-UFC-Champion Michael Bisping ganz und gar nicht schmecken. Nach elf Tagen Gerichtsverhandlung hat ein Richter in Manchester entschieden, dass Bisping seinem Ex-Manager Anthony McGann 320.000 Pfund Sterling (etwa 352.820 Euro) nachzahlen muss. Vor der Urteilsverkündung soll es vor dem Gerichtssaal sogar zu einem Handgemenge zwischen den beiden gekommen sein.

Grundlage für das Urteil sei ein Management-Vertrag, den Bisping 2005 kurz vor seiner Teilnahme an „The Ultimate Fighter“ bei der Wolfslair MMA Academy unterzeichnet haben soll. Anthony McGann, der Mitgründer der Wolfslair MMA Academy, forderte von Bisping eine Nachzahlung von Manager-Anteilen und sonstigen Ausgaben.

Bisping trennte sich im Jahr 2012 vom Wolfslair Gym, um Vollzeit in den USA zu trainieren. Vor Gericht bestätigte Bisping, einen Vertrag beim Wolfslair Gym unterschrieben zu haben, der vor Gericht vorgelegte Vertrag sei laut Bisping jedoch eine Fälschung.

Dennoch entschied das Gericht gegen Bisping. Richter Richard Salter kritisierte nach der Urteilsverkündung beide Parteien für ihr Verhalten vor Gericht. Bisping habe Beweise zu seinen Gunsten „angepasst“ und unglaubwürdige Aussagen gemacht. McGann habe ebenfalls unwahre Aussagen über die frühere Geschäftsbeziehung mit Bisping gemacht. Im Wartebereich vor dem Gerichtsaal sollen beide Streithähne sogar handgreiflich geworden sein.

Die Beweislage reichte trotzdem dafür aus, Bisping eine Nachzahlung von über 350.000 Euro aufzuerlegen. Als nächstes gilt es zu klären, wer die Kosten des Gerichtsverfahrens tragen muss. Diese seien laut Richter Richard Salter im Vergleich zur Klagesumme unverhältnismäßig hoch, sodass es „eine Beleidigung gegenüber der Gerechtigkeit“ wäre, sollte Bisping die Kosten alleine tragen müssen.