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Michael Bisping: Jon Jones sollte für immer gesperrt werden

Michael Bisping (Foto: Florian Sädler)

Mit dem heute veröffentlichten Ergebnis der B-Probe steht fest, dass Jon Jones Ende Juli tatsächlich das Steroid Turinabol in seinem Kreislauf hatte und er nun mit einer langen Sperre rechnen muss. Ginge es nach UFC-Champion Michael Bisping, müsste Jones sogar die Handschuhe an den Nagel hängen.

„Ich glaube schon (dass er für immer gesperrt werden sollte)“, sagte Bisping im Interview mit SI Now. „Wenn du eine Vergangenheit mit leistungssteigernden Substanzen hast, gibt es keinen Platz dafür. Das ist ein brutaler Sport. Das ist nichts für jedermann. Wir versuchen nicht, einen Ball in einen Korb zu werfen. Wir versuchen – du kannst es beschönigen wie du willst – unseren Gegner zu schlagen, entweder durch Aufgabe oder indem wir sie K.o. schlagen. Leistungssteigernde Substanzen haben keinen Platz in diesem Sport.“

Jones wurde Ende Juli bei einem Dopingtest in Zusammenhang mit seinem Kampf gegen Daniel Cormier bei UFC 214, den er durch Knockout in der dritten Runde für sich entscheiden konnte, positiv auf das Steroid Turinabol getestet. Die B-Probe fiel ebenfalls positiv aus und bestätigte den Konsum der Substanz.

Da Jones im vergangenen Jahr schon einmal positiv getestet wurde, erwartet ihn als Wiederholungstäter eine lange Suspendierung. Unter Umständen könnte der 30-Jährige sogar für vier Jahre gesperrt werden. Mitte Oktober muss sich Jones erstmals vor der Sportkommission von Kalifornien verantworten.

„Ich glaube er muss mit vier Jahren Sperre rechnen“, so Bisping. „Man kann wohl sagen, dass wo Rauch ist, auch Feuer ist. Es ist nicht das erste Mal. Wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln, aber es sieht nicht gut für ihn aus.“

Jones gilt als vielleicht bester MMA-Kämpfer der Welt. In den vergangenen Jahren sorgte er aber immer wieder mit negativen Schlagzeilen für Aufmerksamkeit. Mit dem erneuten positiven Dopingtest hat er sein Vermächtnis laut Bisping endgültig beschmutzt.

„Ich denke man kann sagen, dass sein Vermächtnis an Glanz verloren hat“, sagte Bisping. „Ich denke man wird sich immer an seine herausragenden Leistungen im Octagon erinnern. Als er in die UFC kam, war er unglaublich, absolut unaufhaltsam. Außerhalb des Octagons hat er ein paar sehr schlechte Entscheidungen getroffen. Und leider ist das eine davon, die ihn noch lange begleiten wird.“