UFC News

Michael Bisping: „Befriedigend, Belfort verlieren zu sehen.“

Michael Bisping (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Am 12. Mai endete die legendäre MMA-Karriere von Vitor Belfort mit einem Knockout durch Lyoto Machida. Während die UFC und zahlreiche Kämpfer-Kollegen dem „Phenom“ ihren Respekt zollten, freute sich einer eher über die Art und Weise, wie Belfort die Karriere beendete: Michael Bisping.

„Es ist sehr befriedigend, ihn verlieren zu sehen“, so Bisping in seinem Podcast Believe You Me. „Ich kann den Typen nicht leiden. Ich bin der Meinung, er hat seine Karriere darauf aufgebaut, ein Betrüger zu sein. Die unglaubliche Menge an Steroiden im Laufe seiner Karriere ist mehr als deutlich zu sehen. Wenn man zurückgeht und sich seine Karriere anschaut, der Typ war wahnsinnig vollgepumpt. Als wir gekämpft haben, war er voll bis oben hin und wenn man ihn jetzt sieht, sieht er aus wie ein verprügelter alter Mann. Und dementsprechend bringt er Leistung und wird ausgeknockt.“

Michael Bisping und Vitor Belfort standen sich im Januar 2013 gegenüber, Belfort knockte den Engländer damals in der zweiten Runde aus. An den Langzeitfolgen knabbert Bisping noch immer. Sein rechtes Auge nahm damals so viel Schaden, dass es mehrfach operiert werden musste. Seitdem sind die Augen des Engländers auch nicht mehr synchron. Belfort wurde weder vor noch nach dem Kampf positiv getestet, allerdings hatte der Brasilianer damals eine Ausnahmegenehmigung für die Testosteron-Ersatz-Therapie erhalten.

Seitdem diese Genehmigungen grundsätzlich verboten sind, sind die Leistungen zahlreicher alter Veteranen eingebrochen, darunter auch die des 41-jährigen Brasilianers, der zuvor noch wie ein Modellathlet aussah. Belfort wurde in der Vergangenheit wiederholt positiv getestet, seitdem die USADA die Dopingkontrollen übernahm, blieb er in allen 33 Tests sauber.

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder versucht, einen Rückkampf auf die Beine zu stellen. Nachdem Bisping anfangs noch eine Revanche gegen die „TRT-Betrüger“ wollte, lehnte er Kämpfe gegen überführte Doper zuletzt kategorisch ab. Ob der frühere Mittelgewichts-Champion noch einmal in den Käfig zurückkehrt, ist unterdessen weiter fraglich.