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Michael Bisping: Anderson Silva sollte zurücktreten

Michael Bisping (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Es sollte ein Triumph vor heimischer Kulisse für Anderson Silva werden. Stattdessen konnte der 44-Jährige am Ende seines Kampfes bei UFC 237 gegen Jared Cannonier nur unter tatkräftiger Mithilfe seiner Betreuer den Käfig verlassen, nachdem er sich eine Knieverletzung zuzog. UFC-Kommentator Michael Bisping hofft nun, dass es der letzte Auftritt der „Spinne“ war.

„Anderson Silva ist eine Legende des Sports“, sagte Bisping im ESPN Sportcenter nach dem Kampf des Brasilianers. „Er hat dem Sport so viel gegeben, er war jahrelang Champion, aber er ist jetzt 44 Jahre alt. Viele Leute fragen sich schon lange, warum er überhaupt noch kämpft? Er hat einen Inside Leg Kick genommen und ich glaube, dass er sich dabei am Kreuzband verletzt hat.“

Silva hatte gegen Jared Cannonier gut begonnen und gegen den Amerikaner zeitweise wie der Alte ausgesehen, die Spritzigkeit von früher fehlte jedoch und als Cannonier in der letzten Minute der ersten Runde den besagten Leg Kick abfeuerte, brach Silva unter Schmerzen zusammen. Bereits im Vorfeld hatte Silva über Knieprobleme geklagt, wollte den Kampf jedoch nicht absagen.

So musste er die sechste Niederlage in den letzten acht Kämpfen einstecken. Für den Kämpfer, der bis heute den UFC-Rekord für die längste Siegesserie hält, vielleicht ein Fingerzeig. Das hofft jedenfalls Michael Bisping.

„Ich denke nicht, dass wir Anderson noch einmal kämpfen sehen. Er muss niemandem mehr etwas beweisen. Die Zeit hat ihn eingeholt. Mit dem allergrößten Respekt, aber Anderson Silva muss zurücktreten. Er hat dem Sport so viel gegeben, er muss es nicht mehr tun. Genieß den Ruhestand.“

Bisping hatte vor drei Jahren selbst mit Silva im Käfig gestanden und sich knapp nach Punkten durchgesetzt. Der Engländer hatte 2017 sein Karriereende bekanntgegeben und wird im Juli in die UFC Hall Of Fame aufgenommen. Das steht auch Silva bevor, wann auch immer er seine Karriere beenden wird.

Vor der erlittenen Verletzung hatte der Brasilianer noch angekündigt, seinen Vertrag mit der UFC nicht nur erfüllen, sondern sogar verlängern zu wollen und vielleicht gegen Conor McGregor zu kämpfen.