UFC News

Michael Bisping: Anderson Silva boxt schlecht und ist schwach

Michael Bisping kämpft am 27. Februar gegen Anderson Silva. (Foto: Florian Sädler)

In etwas über einer Woche wird Michael Bisping einen der größten Kämpfe seiner Karriere bestreiten. Vor heimischer Kulisse trifft der Brite am 27. Februar im Hauptkampf der UFC Fight Night in London auf MMA-Legende Anderson Silva. Eine allzu große Gefahr sieht der 36-Jährige in dem früheren UFC-Champion jedoch nicht.

„Er hat noch nie gegen jemanden gekämpft, der mit so einer Geschwindigkeit und so einem Volumen schlägt wie ich“, sagte Bisping in einem Interview mit SkySports. „Er hatte noch nie einen so kompletten Gegner wie mich. Ich kann mit ihm im Stand kämpfen und ihn zu Boden bringen. Ich arbeite im Kampf sehr viel mit Bewegung und Beinarbeit.“

Silva trug von 2006 bis 2013 den UFC-Mittelgewichtstitel und stellte zahlreiche Rekorde innerhalb der UFC auf, zum Beispiel die für die meisten erfolgreichen Titelverteidigungen, für die meisten vorzeitigen Siege und die längste Siegesserie. Dass der Brasilianer im Octagon oftmals scheinbar leichtes Spiel hatte, ist laut Bisping vor allem einer Tatsache geschuldet.

„Er hat gegen viele mittelmäßige Leute gekämpft, gegen Leute, die Angst vor ihm hatten und schon vorm Kampf (mental) geschlagen waren“, erklärte Bisping. „Die haben nur nach einem Weg aus dem Kampf gesucht, was man im Sport immer mal wieder sieht.“

Ganze 16 Kämpfe konnte Silva in der UFC in Folge gewinnen, 14 davon durch Knock-out oder Submission. Immer wieder lieferte Silva den Fans dabei eine spektakuläre Show, ließ vor seinen Gegnern die Hände fallen und forderte sie zum Schlagen auf, bis ihm das 2013 gegen Chris Weidman zum Verhängnis wurde und er seinen Titel abgeben musste.

„Ich hatte nie an seine Unbesiegbarkeit geglaubt“, so Bisping. „Ich habe ihn immer als einen begabten Kämpfer mit der Fähigkeit, Kämpfe vorzeitig zu beenden gesehen. Aber sein Boxen ist schwach, er hat keinerlei Takedown-Verteidigung und er ist nicht wirklich stark.“

Gewohnt selbstsicher geht Bisping in den Kampf gegen den Brasilianer. Leichtsinnig will er das Ganze aber nicht angehen: „Ja, ich muss im Kampf achtsam sein, aber ich bin stärker, jünger, fitter und sehe besser aus. Was will ich denn mehr?“