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McGregor prophezeit K.o.-Sieg in vier Runden, Mayweather will "Mr. Tapout" stoppen

20.000 Zuschauer waren am Dienstag im Staples Centre in Los Angeles vor Ort, um den Start der Presse-Tour für den „Money Fight“ zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor live mitzuerleben. Wer ein abwechslungsreiches Wortgefecht zwischen den beiden erwartet hatte, wurde aufgrund des Aufbaus der Presseveranstaltung vielleicht etwas enttäuscht, geredet wurde am Ende aber trotzdem viel.

Nach einer Gesprächsrunde mit Mauro Ranallo, Brendan Schaub und Paul Malignaggi sowie einer Musikvorführung des Sängers Aloe Blacc wurden beide Kämpfer auf die Bühne gebracht. Nach einigen Danksagungen bekamen sowohl Mayweather als auch McGregor, der im Anzug mit „Fuck you“-Nadelstreifen erschienen war, einige Minuten Sprechzeit. McGregor durfte anfangen und ließ es sich nicht nehmen, sich über Mayweathers Outfit lustig zu machen.

„Er trägt einen verdammten Trainingsanzug, er kann sich nicht mal mehr einen Anzug leisten“, sagte McGregor lachend und spielte damit auf einen Bericht an, Mayweather habe vergangene Woche beantragt, eine größere Steuernachzahlung erst nach dem Kampf gegen McGregor begleichen zu müssen.

„Was soll ich sagen“, fragte McGregor. „Ich bin ein junger, selbstsicherer, glücklicher Mann, der sehr hart dafür gearbeitet hat. Ich habe sehr, sehr hart dafür gearbeitet. Niemand kann mir hier etwas. Ich kann machen, was immer ich will. Also lasse ich es mir hier gut gehen, habe eine schöne Zeit.“

In der Vergangenheit hat McGregor vor seinen Kämpfen stets Prognosen abgegeben, die sich zum Teil auch bewahrheitet haben. Auch für seinen Boxkampf gegen Mayweather, der am 26. August in Las Vegas stattfinden wird, hat der Ire bereits seine Pläne.

„Er ist am Arsch“, sagte McGregor. „Anders kann man es nicht sagen. Sein kleines Auto, sein kleiner Kopf. Ich werde ihn innerhalb von vier Runden K.o. schlagen. Merkt euch meine Worte. […] Er wird innerhalb von vier Runden das Bewusstsein verlieren. Die Bewegung, die Kraft, die Grausamkeit. Das hat er noch nie erlebt. Er hat gegen Leute gekämpft, die sich vor ihm gescheut haben. Ich habe keine Angst vor ihm. Ich habe keine Angst vor seinen limitierten Kampfkünsten. Das ist ein einschränkendes Regelwerk, das das hier nur zu einem halben Kampf oder einem viertel Kampf macht. Das ist kein echter Kampf. Wäre das ein echter Kampf, würde es nicht mal eine Runde dauern.“

McGregor wird mit dem Kampf gegen Mayweather unabhängig vom Ergebnis ersten Schätzungen zufolge über 100 Million Dollar verdienen. Motivation gewinnt der UFC-Champion im Leichtgewicht aber auch durch seinen kürzlich geborenen Sohn, Conor Junior.

„Er ist die perfekte Motivation für mich, einmal mehr das Unmögliche möglich zu machen“, so McGregor. „Mein kleiner Junge, ihn zu versorgen und großzuziehen. Welche Motivation benötigt man sonst noch? Ich schaue ihn nur an und es pusht mich nach vorne, weiter diese rekordbrechenden Events fertig zu bringen.“

Mayweather will "Mr. Tapout" K.o. schlagen

Danach war Floyd Mayweather an der Reihe und er zeigte sich sichtlich redefreudiger als auf früheren Pressekonferenzen. Wie erwartet ließ „Money“ Mayweather keine Gelegenheit aus, mit seinen bisherigen Einkünften in seinen Boxkämpfen zu prahlen.

Auf der Bühne zog Mayweather sogar einen noch nicht eingelösten Scheck über 100 Millionen Dollar vor, den er für seinen Kampf gegen Manny Pacquiao erhalten hatte. „Dieser Idiot hat in seinem Kampf drei Millionen Dollar verdient, so viel kostet bei mir ein Trainingscamp“, sagte Mayweather abwertend über McGregor.

„Ich bin ein alter Mann“, so Mayweather, der in seiner Boxkarriere in 49 Kämpfen ungeschlagen ist. „Ich bin nicht der gleiche Kämpfer wie vor 20 Jahren, oder vor zehn Jahren oder vor fünf Jahren. Aber ich bin gut genug, um dich zu schlagen. Und wir wissen, dass Mr. Tapout gerne aufgibt.“

Eine Rundenzahl wollte Mayweather zwar nicht nennen, über einen K.o.-Sieg seinerseits hat er jedoch keine Zweifel.

„Du wirst die weiße Flagge tragen, weil du dir aussuchen kannst, auf welchem Weg du untergehst“, so Mayweather. „Und ich garantiere dir, du gehst entweder auf dem Gesicht liegend oder auf dem Rücken liegend. Wofür entscheidest du dich? Richtig. Bleib sitzen. Was meine Defensive angeht: Ich habe eine gute Defensive. Du brauchst nur aufzutauchen und ich kümmere mich um den Rest.“

Zum Ende der Veranstaltung lieferten sich beide ein minutenlanges Blickduell, bei dem sie sich Worte an den Kopf schmissen. Damit endete die erste Presseveranstaltung. Heute Nacht geht es in Toronto weiter. Danach machen beide Boxer in New York und London halt.