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McGregor nach Sieg über Diaz: „Ich habe Runde eins 10-8 gewonnen!“

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Conor McGregor gelang am 20. August die Revanche gegen Nate Diaz. Der Ire setzte sich im Hauptkampf von UFC 202 nach Punkten durch und meldete sich daraufhin bei der Abschlusspressekonferenz zu Wort. Themen waren eine mögliche Verletzung, das Kampfergebnis sowie kommende Gegner und Duelle.

Der amtierende UFC-Champion im Federgewicht humpelte nach der gewonnenen Partie aus dem Octagon. Das sorgte für einige Spekulationen über einen möglichen Beinbruch, die McGregor richtigstellen konnte.

„Mein Schienbein ist ziemlich zerstört“, so der 28-Jährige. „Ich habe ihn (Nate Diaz) bestimmt vierzigmal gekickt und habe einfach weitergemacht. Nichts ist gebrochen, es tut weh, aber ansonsten geht es mir gut. […] In meiner ganzen Karriere habe ich selten Legkicks verteilt. Diesmal war es bitter nötig und das hat ihn beeinflusst und meine Schlagkombinationen ermöglicht.“

Auch ging McGregor auf die Tragweite dieser Begegnung ein und stellte dar, wie bedeutend dieses Duell für seine Karriere war: „Das war ein sehr wichtiger Kampf für mich. Alle meinten, dass meine Karriere vorbei ist, wenn ich dieses Duell verliere. Der Fokus wurde nicht darauf gelegt, dass ich in einer ganz anderen Gewichtklasse kämpfe. Mir ist egal, was alle sagen, aber ich weiß, dass er 15-20 Pfund (6-9kg) schwerer war als ich. Der Kampf war immens wichtig.“  

„The Notorious“ lobte daraufhin seinen Gegner, erklärte jedoch, dass er nach eigener Meinung den Kampf dominiert habe und dass es für ein Unentschieden, das ein Punktrichter wertete, keinen Grund gab: „Ich habe diesen Kampf gewonnen. Die erste Runde war eine 10-8-Runde für mich. Ich habe ihn mehrfach zu Boden geschickt. Nate ist ein tougher Kerl. Ich habe ihn unzählige Male angeknockt, doch er kam immer wieder. […] Man muss ihn einfach respektieren. Sein Gesicht war zerstört, doch er hat einfach weitergemacht. […] Ich habe aus dem letzten Kampf gelernt, ruhig zu bleiben. Es war ein krasser Kampf und er ist ein spitzenmäßiger Gegner. Ich danke meinem Team für die gute Vorbereitung. Ich bin sehr zufrieden.“

Über mögliche nächste Gegner wollte McGregor nicht spekulieren, zeigte kein Interesse an Jose Aldo und klärte zudem, dass ein dritter Rückkampf mit Diaz nur in einer tieferen Gewichtklasse stattfinden würde: „Wie gesagt, Nate ist ein guter Kerl, wir haben uns die Hand gegeben. Vor dem Kampf war die Spannung groß, aber nach dem Kampf herrscht Frieden. Wir gehen unsere eigenen Wege. Ich werde mit dem Gewicht wieder heruntergehen. Ich hasse es kein Sixpack zu haben (lacht). Falls wir wieder kämpfen, dann bis maximal 70 Kilogramm.

[…] Ein Rückkampf gegen (Jose) Aldo macht keinen Sinn. Er ist zwei Jahre vor mir weggelaufen, ich musste Ersatzgegner kämpfen und als wir gekämpft haben, habe ich ihn schnell ausgeknockt. Es gibt noch andere Gegner. Falls das der UFC nicht gefällt und sie mir den Gürtel wegnehmen wollen, wenn ich nicht gegen Aldo kämpfen will, würde mich das sehr wundern. Das würde die ganze Gewichtsklasse zerstören. Darüber müssen wir reden und ich bin aktuell in einer guten Verhandlungsposition.“