UFC News

McGregor macht Übertraining und Ernährung für Niederlage gegen Diaz verantwortlich

Conor McGregor (Foto: Florian Sädler)

Am 20. August steigt in Las Vegas der große Rückkampf zwischen Conor McGregor und Nate Diaz. Im März hatte der Ire in einem kurzfristig angesetzten Weltergewichtskampf seine erste Niederlage in der UFC einstecken müssen. In einer Fragestunde lieferte der UFC-Champion im Federgewicht nun Gründe für die vergangene Niederlage.

„Mein Körper ist fast in einen Schock verfallen, weil ich alles in mich hineingestopft hatte“, sagte McGregor über die Fight Week vor UFC 196 im März. „Wenn ich ins Federgewicht cutte, ist das normalerweise sehr zehrend und ich verpacke mich in Luftpolsterfolie. Aber im März musste ich kein Gewicht verlieren. Ich habe weiter die ganze Woche trainiert, wir haben sechs bis acht Stunden am Tag trainiert und Gymnastikübungen gemacht. Wenn ich zurückdenke, war das nicht die beste Idee und das hat mir das Genick gebrochen. Ich wurde in der Bauchgegend breiter und war übertrainiert. Meine Ernährung war nicht sonderlich gut und das hat sich dann bemerkbar gemacht. Es hat mir das Genick gebrochen. Wie mein Trainer sagt: Entweder du gewinnst oder du lernst. Und ich habe gelernt.“

McGregor hatte den Kampf gegen Nate Diaz nur elf Tage vor UFC 196 angenommen. Ursprünglich war ein Titelkampf gegen Leichtgewichtschampion Rafael dos Anjos geplant. Der brach sich jedoch kurz vor der Veranstaltung den Fuß und musste absagen. Nate Diaz sprang ein, man einigte sich aber auf ein Duell im Weltergewicht – ganze zwei Gewichtsklassen über McGregors eigentlicher Gewichtsklasse.

„Diesmal achte ich bis zum Schluss auf meine Ernährung und ich bin sehr auf den Kampf fokussiert“, so McGregor. „Ich werde nicht mehr so viel mit den Gymnastikringen umherschwingen.“

Bei UFC 202 bekommt McGregor nun die Chance, gegen Nate Diaz auszugleichen. Dabei wird der Ire erneut im Weltergewicht antreten. Mit einem Blick auf den ersten Kampf zeigt sich McGregor aber überaus siegessicher.

„Ich bin überzeugt davon, dass ich da rein gehe und mit diesem Mann spielen werde“, sagte McGregor. „Ich habe die ersten sieben oder acht Minuten unseres Kampfes gewonnen. Nach dieser eingesprungenen linken Hand, mit der er mich getroffen hat, war ich noch voll bei Sinnen. Es lag mehr an der Erschöpfung. Ich hatte noch mein Gleichgewicht. Ich denke jetzt oft zurück und frage mich, was wohl passiert wäre, wenn ich seinen Ansturm in der zweiten Runde überstanden hätte. Ich war ein oder zwei Schläge vom Sieg entfernt, denke ich. Als seine linke Faust getroffen hat, hat er einen Energieschub bekommen. Man konnte es an seiner Ecke sehen. Die sind durchgedreht, als ob sie gerade im Lotto gewonnen hätten. Ich habe dann noch ein paar Schläge genommen, habe den Takedown gesucht, bin in der Guillotine gelandet und ab da ging es nur noch abwärts. Ich frage mich, was wohl passiert wäre, wenn ich einfach weiter im Kreis gelaufen wäre und die paar Schläge geschluckt hätte. Möglicherweise wäre sein Energieschub verflogen und dann hätte Runde drei begonnen.“