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McGregor: Ich bin der Löwe, Diaz eine verwundete Gazelle. Ich werde ihn zerfleischen!

Conor McGregor teilte verbal aus.

Knapp zwei Tage vor ihrem geplanten Duell am 5. März schlugen Conor McGregor und Nate Diaz auf der Pressekonferenz für UFC 196 verbal aufeinander ein. In gewohnter Manier kontrollierte der Ire das Geschehen und ließ seinen amerikanischen Kontrahenten kaum zu Wort kommen. Wir fassen für euch die wichtigsten Aussagen zum Hauptkampf aus Las Vegas zusammen.

McGregor zeigte sich gewohnt selbstbewusst und äußerte sich bezüglich der erfolgreichen Einschaltquoten und Zahlen des Vorjahres, für die er seiner Meinung nach im Alleingang verantwortlich war. Er ließ es sich auch nicht nehmen gegen Diaz zu schießen: „2015 war das erfolgreichste Jahr für die UFC. Der Grund für den Erfolg war natürlich ich. Schaut euch Nate Diaz an. In seinem letzten Kampf hat er 20.000 US-Dollar für den Auftritt und 20.000 US-Dollar für den Sieg bekommen. Zusammen ist das nicht einmal so viel wie ein üblicher Performance-Bonus. Durch den Kampf gegen mich verdient er jetzt seine erste Million. Er sollte sich bei mir bedanken für diese Chance, die ich ihm ermöglicht habe.“

„Du solltest auch dankbar sein, denn durch den Kampf gegen mich verdienst du mehr als gegen Dos Anjos“, schoss Nate Diaz dazwischen, nachdem McGregor wieder das Wort übernahm.

„Rede nicht über Geld, du arme Wurst!“, so der amtierende Federgewichtschampion der UFC. „Ich kann dich gerne wieder auf dein 20/20-Gehalt herunterdrücken, wenn das dein Wunsch ist. Was ich will ist ein Dankeschön. Vielleicht auch einen kleinen Tanz. Komm schon, tanze für mich, Nate! Tanze für mich! Aber schau mir beim Tanzen nicht in die Augen!“

Boxlegende Floyd Mayweather Jr. ist am Veranstaltungsort im MGM Grand mit einigen riesigen Postern vertreten, was McGregor, der zum dritten Mal einen Hauptkampf im MGM bestreitet, nicht zu schmecken schien: „Ich könnte die Poster eigenhändig abreißen. Was will er (Mayweather) denn schon machen? Er wird nichts machen! Wahrscheinlich reiße ich die Dinger direkt nach dieser Pressekonferenz ab! Ich glaube ich werde auch diese MGM-Löwenstatue wegschaffen und einen echten irischen Löwen aufstellen. Stellt mich dort als Statue auf.“

„Mystic Mac“ ließ es sich nicht nehmen eine seiner berühmtberüchtigten Prognosen für die Begegnung und gleichzeitig eine Analyse seines Gegners abzugeben: „Ich werde mit diesem Bengel spielen. Er hat seine Routine (im Octagon), die er nicht verändern kann. Er ist sehr vorhersehbar. Der Geschwindigkeitsvorteil ist klar auf meiner Seite. Nate legt viel Gewicht auf sein Vorderbein. Aktuell ist er wie eine verwundete Gazelle, steht fast ausschließlich auf seinem linken Bein. Ich werde mit ihm spielen. Er hat einen weichen, wabbeligen Körper, als wäre er ein Fettsack…“

„Du hast voll den Durchblick“, schnellte Diaz sarkastisch dazwischen. „Aber mit wem trainierst du? Du hast bisher nur Zwerge geschlagen!“

„Du versuchst nur die Aufmerksamkeit von dir zu lenken und nennst Leute mit denen du trainierst“, antworte McGregor. „Du hast Angst um dein Leben. Reiß dich mal zusammen und sei ein Mann! Du bist wie eine verletzte Gazelle, die von mir, dem Löwen, lebendig gefressen werden wird. Und deine Trainingspartner, dein Rudel, sie scharen sich ängstlich um den Käfig und können dir nicht dabei helfen, außer das Ganze mit Graus zu beobachten. Sie werden sehen, wie ich dich auseinandernehme, dich zerfleische! Sie werden nur denken: Diesen Fluss werden wir nie wieder überqueren.“

Abschließend wurde „The Notorious“ über einen Wunschgegner ausgefragt. Diesen gäbe es seiner Meinung nach jedoch nicht, wie er erklärte: „Ein Traumkampf? Ich glaube da gibt es niemanden. Ich würde aber gerne gegen mich selbst kämpfen, wenn ich könnte. Stellt euch mal vor es gäbe zwei von meiner Sorte. Stellt euch mal die Einschaltquoten vor (lacht).“

Der abschließende Staredown endete mit einem großen Gerangel, nachdem McGregor die Hand von Diaz wegschlug und Sicherheitskräfte sowie Teammitglieder die Bühne stürmten, bis die Situation unter Kontrolle gebracht wurde.