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McGregor am Mikrofon in Höchstform, Mayweather hantiert mit Irland-Flagge

Wem die erste Promo-Veranstaltung mit Conor McGregor und Floyd Mayweather am Dienstag zu soft war, der sollte bei dem zweiten Event in Toronto in der Nacht zum Donnerstag nicht erneut enttäuscht werden. Conor McGregor zeigte sich am Mikrofon vor tausenden Zuschauern in absoluter Höchstform und sorgte für zahlreiche Lacher.

„Funktioniert dieses Mikrofon“, fragte McGregor zu Beginn und nahm damit Bezug auf die Tatsache, dass ihm am Tag zuvor während Mayweathers Rede das Mikrofon abgestellt worden war. „Okay, dann scheiß auf dieses Mikrofon“, sagte er und schlug das am Podium befestigte zweite Mikrofon in hohem Bogen von der Bühne.

Das abgestellte Mikrofon bei der Veranstaltung in Los Angeles hinderte McGregor am Vortag daran, mit Mayweather zu interagieren und brachte die Zuschauer somit um ein unterhaltsames Wortgefecht. Der verantwortliche Sender Showtime versicherte nach der Veranstaltung, nichts mit der Abschaltung zu tun zu haben. McGregor sah das anders und wandte sich auf der Bühne direkt an den Showtime-Sportverantwortlichen Stephen Espinoza. „Scheiß auf Showtime, ich sehe es in deinen Augen, du kleines Wiesel“, brüllte McGregor.

Die Zuschauer standen wie schon in Los Angeles klar hinter McGregor, grölten lautstark „Fuck the Mayweathers“, als McGregor sie dazu aufforderte.

„Ich war schon einmal vor zwei oder drei Jahren hier, damals auch auf einer Promo-Tour“, sagte McGregor. „Damals stand ich auch vor einer unmöglichen Aufgabe, stand dem Pound-for-Pound besten Kämpfer des Planeten gegenüber, Jose Aldo. Sie haben damals die gleichen Dinge gesagt, wie jetzt. Sie sagten, ich hätte keine Chance. Sie sagten, ich sei verrückt. Sie sagten, er kickt zu hart. Zu viele Waffen, der Ire wird untergehen. Ich habe nur 13 Sekunden gebraucht. Ich will den ganzen Box-Weicheiern sagen: Ihr seid verdammt verrückt, wenn ihr denkt, er (Mayweather) hätte eine Chance gegen mich. Sein Kopf ist zu klein. Ich brauche nur einen Schlag. […] Er tanzt sich zu Punksiegen. Er hat noch nie richtig gekämpft. Er ist ein Läufer. Er ist die größte Schlampe des Boxens.“

Mayweather war nach McGregor an der Reihe, wurde von den Zuschauern aber mit Buhrufen empfangen. „Die Fans können nicht für dich kämpfen“, sagte Mayweather.

„Wenn du so sehr an dich glaubst, wie du sagst, dann wette doch deine komplette Kampfbörse auf den Kampf, du Idiot“, so Mayweather, der auf der Bühne Runden lief. „Kein Problem, schick mir den Vertrag“, erwiderte McGregor selbstsicher.

„Sie sagen immer, ich sei zu klein, ich laufe wie eine Schlampe“, sagte Mayweather, der in seiner Karriere bereits knapp 20 Millionen Pay-per-Piev-Verkäufe verzeichnen konnte. „Aber ja verdammt. 49 Siege, keine Niederlage. Ja, ich renne… in die verdammte Bank.“

Kurzzeitig kochte die Stimmung zum Ende der Veranstaltung auf, als sich Mayweather eine Irland-Flagge aus dem Publikum geben ließ und damit posierte. McGregor schnappte sich daraufhin direkt einen Rucksack, gefüllt mi Geld, mit dem Mayweather zuvor auf der Bühne geprahlt hatte.

„Wenn du was mit der Flagge machst, bist du am Arsch“, sagte McGregor und schaute in den Rucksack, woraufhin er anfing zu lachen. „Ist das alles? Das ist es? Das sind ja gerade einmal fünf Tausend Dollar hier drin. Wenn du was mit der Flagge machst, bekommst du den Rucksack nicht zurück und ich mache dich direkt hier auf der Bühne fertig.“

Mayweather übergab die Flagge letztendlich an McGregor, wurde dann aber überraschend von dem UFC-Champion damit beworfen. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden beide einmal mehr gegenüber gestellt und lieferten sich ein langes und intensives Blickduell. 

Heute Nacht um 0:30 Uhr deutscher Zeit findet in New York die nächste Promo-Veranstaltung für den "Money Fight" statt. Am Freitag endet die Werbetour mit einem Event in London. Der Kampf selbst findet am 26. August in Las Vegas statt.