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Max Holloway will McGregor-Rückkampf, hält Aldo für “Pussy”

Will endlich seinen großen Kampf: Max Holloway (Foto: Florian Sädler).

Wenn selbst neun aufeinanderfolgende Siege nicht zum Titelkampf reichen, kann einem schon mal die Hutschnur platzen. So geschehen mit Max Holloway, der kürzlich mit ansehen musste, wie sich seine Federgewichts-Titelchance nach der Ankündigung, Champion Conor McGregor würde sich zum dritten Mal in Folge in einer anderen Gewichtsklasse austoben, einmal mehr nach hinten verschob. Die Ankündigung eines anderen Top-Gegners, in Rente gehen zu wollen, brachte das Fass anschließend zum Überlaufen.

Cole Miller, Cub Swanson, Charles Oliveira, Jeremy Stephens, Ricardo Lamas. Sie alle und ein paar mehr Federgewichte hat Max Holloway aus dem Weg geräumt, seit er im August 2013 von Conor McGregor ausgepunktet wurde. Auf einen Titelkampf oder zumindest einen echten Top 5-Gegner allerdings wartet der Hawaiianer noch immer vergebens.

Und nachdem mit der Ankündigung des McGregor-Alvarez-Kampfes bei UFC New York und José Aldos darauffolgender Ankündigung, genug von der UFC zu haben, gleich zwei potentielle Top-Gegner weggefallen sind, hatte Holloway genug.

„Ich bin der einzige, der ihm im Federgewicht Paroli geboten hat“, so Holloway über McGregor, den er 2013 über die volle Distanz nahm, was in der 65-Kilo-Klasse niemandem sonst gelungen ist. „Und jeder sagt nur ‚Oh mein Gott, er hat sich (in dem Kampf) das Kreuzband gerissen‘ und ich denke mir, ihr Idioten, ihr seid einfach dumm wie Brot, wenn ihr glaubt, dass dieser Typ sich sein Kreuzband gerissen und dann eineinhalb Runden gegen mich gekämpft hat… Gegen mich mit gerissenem Kreuzband kämpfen? Auf keinen verdammten Fall.“

„Dieser Typ… Das einzige Federgewicht, über das er nicht spricht, bin ich. Er zieht über jeden her außer über einen, und das ist „Blessed“. Das ist Max Holloway.“

Bis auf diesen untypischen Ausraster gegenüber den amerikanischen Kollegen von MMAFighting allerdings hat Holloway auch weiterhin nicht vor, sich seine großen Kämpfe mit großen Worten zu buchen.

„Ich sage nichts. Ich sage nichts, weil ich weiß, dass ich der Beste der Welt bin, und ich bin bereit, es zu beweisen, aber die Hälfte dieser Spinner sucht sich ihre Kämpfe aus. Die Leute behaupten, Aldo renne nicht weg. Der Typ hat gerade erst in einem Interview gesagt, dass er (Anthony) Pettis will und nicht mich, weil Pettis ein leichter Kampf ist. Wenn das nicht verdammt nochmal Aussuchen und Wegducken und Wegrennen vor einem Kampf ist, dann weiß ich nicht, was es verdammt nochmal sein soll.“

Holloway hofft weiter auf Interims-Champion Aldo als nächsten Gegner, der nach Ansicht des Hawaiianers ohnehin keinen Rückkampf gegen McGregor verdient, der ihm erst im Dezember mit einem schnellen Knockout seinen Gürtel abgenommen hatte.

„Wer zum Teufel will einen Rückkampf sehen, wenn der erste nach 13 Sekunden vorbei war? Ich zumindest nicht.“

Einen weiteren Seitenhieb in Richtung Aldo teilte Holloway in Bezug auf dessen vier verletzungsbedingte Kampfabsagen in der UFC aus: „Die Leute sagen noch immer, ‚Aldo verdient dies, Aldo verdient das.‘ Wie zur Hölle verdienst du irgendetwas, wenn du all diese Kämpfe abgesagt hast?“
Holloways eigener Tweet fasst wohl am besten zusammen, was er von Aldos Forderungen und dem anschließenden Abgang hält, nachdem ihm der McGregor-Kampf verwehrt blieb: „PUSSY-ITIS. #maxforgold“

Bis auf weiteres steht Holloway also weiter alleine an der Schwelle zur Spitze des Federgewichts. Dort wird es nach all den Siegen, die groß, aber anscheinend nicht groß genug waren, langsam ziemlich einsam. 

„Wenn man sich anschaut, wer die meisten Kämpfe im Federgewicht hat, dann bin das ich. Der Typ mit den meisten Siegen im Federgewicht? Wieder ich. Und derjenige mit der längsten Siegesserie der Gewichtsklasse? Das bin schon wieder ich. Diese Typen erzählen mir alle ständig, ich müsse gegen jemand anderes kämpfen. Wer zur Hölle soll das dann sein?“

Noch hat Holloway keinen nächsten Gegner anstehen. In diesem Jahr hat „Blessed“ lediglich bei UFC 199 Ricardo Lamas besiegt, nachdem er sich 2015 gegen Cole Miller, Cub Swanson, Charles Oliveira und Jeremy Stephens durchsetzen konnte.