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Max Holloway will „auf dieses kleine Fußballfeld in Irland“

Max Holloway will nochmal gegen Conor McGregor ran (Foto: Florian Sädler/GNP1.de).

Natürlich dauerte es nicht lange, bis Max Holloway vergangene Woche in Irland auf Conor McGregor angesprochen wurde. Das 23-jährige Federgewichtstalent aus Hawaii war als Gastkämpfer bei UFC Dublin zugegen und wurde bei einer Fragestunde mit den Fans zum irischen Interimschampion ausgefragt, gegen den er vor zwei Jahren eine Punktentscheidung verloren hat.

„Ich hätte gedacht, dass ich hier weitaus mehr provoziert und beschimpft werden würde“, lachte Holloway auf der Bühne vor mehreren hundert irischen Fans, die bis dato recht milde mit ihm umgegangen waren. „Ich wurde hier bisher wirklich respektvoll behandelt.“ Kaum hatte er das gesagt, ließ die erste Respektlosigkeit nicht lange auf sich warten – ein Fan wollte wissen, wie es sich anfühle, „von einem Mann auf einem Bein“ geschlagen zu werden?

„Ich habe mich (nach dem Kampf) nicht darüber beklagt, aber ich habe mich in den ersten 30 Sekunden der ersten Runde so verletzt, dass ich mich nicht mehr so bewegen konnte, wie ich wollte“, antwortete Holloway. McGregor hatte sich in ihrem Kampf einen Kreuzbandriss zugezogen und brauchte anschließend fast ein Jahr, um wieder ins Octagon zurückzukehren. Bei Holloway sei es eine „schwere Knöchelverletzung“ gewesen, die ihm in den 14 Minuten zu schaffen machte, in denen McGregor den Punktsieg herausholte.

Mittlerweile sind beide wieder aktiv wie eh und je und das außerordentlich erfolgreich – während McGregor im Juli den Interims-Titel im Federgewicht gewann, ist Holloway seit der Niederlage gegen den Iren in sieben Kämpfen ungeschlagen. Seitdem hat er mehr als einmal deutlich gemacht, dass er seine Revanche will: „Wir werden sehen, was passiert. Das letzte Mal hat einer von uns plötzlich eine Menge Takedowns versucht, und ich war es nicht.“

Tatsächlich stehen die Chancen recht gut, dass der Wunsch nach einem Rückkampf eher früher als später in Erfüllung geht, falls Holloway seine Siegesserie weiter ausbauen kann – und eine Reihe weiterer Hindernisse überwunden werden, die einem zweiten Duell momentan noch im Wege stehen.

Zunächst einmal haben beide bis Ende des Jahres ohnehin andere Pläne: Während McGregor im Hauptkampf von UFC 194 am 12. Dezember in Las Vegas auf Federgewichtschampion José Aldo trifft, kämpft Holloway auf der gleichen Veranstaltung gegen den schlagstarken Veteranen Jeremy Stephens.

Falls McGregor sich den Titel holt, könnte für den Iren als nächstes außerdem ein Wechsel ins Leichtgewicht anstehen. Davon allerdings will Holloway nichts hören: „Wenn Conor an Aldo vorbeikommt und ich Stephens besiege, komme ich zurück nach Irland und wir können auf diesem kleinen Fußballfeld kämpfen, auf dem er unbedingt kämpfen will.“

Die Rede ist vom Croke Park, einem Fußballstadion in Dublin, das bis zu 90.000 Zuschauer fasst. In der Vergangenheit war schon mehrfach die Rede davon – meist aus Conor McGregors Mund – dort die größte UFC-Show aller Zeiten abzuhalten. Verhindert wurden diese Pläne bisher von einer Lärmschutzregelung, fehlender Überdachung sowie logistischen Herausforderungen. UFC-Präsident Dana White allerdings hat Conor McGregor kürzlich seine erste Titelverteidigung vor heimischem Publikum versprochen, falls er bei UFC 194 José Aldo schlägt – Hoffnung auf einen Mega-Event gibt es also noch immer.

Wie auch immer die Zukunft für Conor McGregor und die UFC in Irland aussieht, Max Holloway ist sich sicher, dass die Fans auf der Insel ihn nicht zum letzten Mal gesehen haben: „Ich bin erst 23 Jahre alt, ich werde Ende des Jahres 24. Ich werde vermutlich irgendwann hoch ins Leichtgewicht gehen und Conor und ich werden immer wieder gegeneinander kämpfen, und ihr alle werdet es lieben.“