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Max Holloway: Als Conor mich besiegt hat, waren wir noch Kinder

Max Holloway (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Am Samstag konnte Max Holloway seinen Titel im Federgewicht zum ersten Mal verteidigen, als er José Aldo K.o. schlug. Damit schraubte der Hawaiianer seine Serie auf zwölf Siege in Folge und untermauerte seinen Spitzenplatz. Doch wie geht es mit dem Champion weiter, schließlich hat er noch eine offene Rechnung mit Leichtgewichtschampion Conor McGregor. Der Ire ließ es sich am Wochenende auch nicht nehmen, Holloways Sieg zu kommentieren.

Der Triumph war nur wenige Stunden alt, schon nahm Conor McGregor auf Instagram Bezug darauf und schrieb, er vermisse diese Sonnenbrille, womit er auf Holloways blaues Auge anspielte. Ein Kommentar, der natürlich nicht unbeantwortet blieb. Zwei Tage später sieht der 26-Jährige das Ganze schon wieder locker.

„Wenn dich ein Rowdy an den Haaren zieht, schlägst du ihm eben ins Gesicht“, sagte er in der MMA Hour. „Es ist schon witzig mit ihm, ich musste wirklich lachen. Anscheinend bin ich schon in seinem Kopf.“

Nach Holloways Sieg werden nun natürlich wieder Stimmen laut, die einen Rückkampf der beiden sehen möchten. Doch anders als der Ire sieht sich Holloway in der Verantwortung als Champion, schließlich hat er selbst lange genug auf seine Titelchance gewartet. Ein Kampf gegen McGregor steht daher erst einmal nicht auf der Agenda.

„Ich bin der Champion und wir haben die Gewichtsklasse gerade erst wieder in Ordnung gebracht. Ich denke an die Gewichtsklasse und respektiere die anderen Kämpfer. Es hat zehn Kämpfe gedauert, bis ich um den Interims-Titel kämpfen konnte und elf, bis ich um den unangefochtenen Titel kämpfen konnte. Es ist jetzt meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass alles geschmeidig läuft. Ich muss meinen Sport, meine Gewichtsklasse und die anderen Kämpfer respektieren. Das ist meine Aufgabe. Schlussendlich wird dieser Typ einfach nur die Klappe aufreißen.“

Dass McGregor seine Spitzen abschießen kann, liegt am Duell der beiden vom 17. August 2013. Damals gewann McGregor durch einstimmiges Punktrichterurteil nach drei Runden. Für Holloway die bisher letzte Niederlage seiner Karriere und in den Augen vieler ein Kampf, der heute deutlich anders ausgehen würde, schließlich war Holloway damals erst 22 und hat seitdem eine immense Entwicklung durchgemacht.

„Dieser Typ hat einen Sieg gegen mich geholt, als wir beide noch Kinder auf einer Fight Night waren. Ich glaube, damals waren Chael Sonnen und Shogun Rua im Main Event. Ich weiß nicht einmal mehr, ob die noch in der UFC sind. Wir haben damals jeweils 12.000 Dollar verdient und ich glaube, dass er froh ist, sich an diese Erinnerung zu klammern. Er ist diese Art Mensch.“

Der amtierende Federgewichtschampion sieht sich als Gegenentwurf zu McGregor. Während es für den Iren nur darum geht, durch neue Herausforderungen seinen Marktwert zu steigern, ist Holloway im Inneren noch ein echter Kämpfer, der keiner Herausforderung aus dem Weg geht, auch wenn er nicht direkt davon profitiert.

„Er läuft mit erhobenem Kopf durch die Gegend, weil er diesen Sieg hat. Das würde ich nie tun. Seht, was ich gemacht habe. Ich habe jemanden geschlagen, den viele, den sogar ich, als besten aller Zeiten ansehen. Ich habe ihm einen direkten Rückkampf gegeben, es war mir egal. Wenn man der Beste sein will, muss man die Besten schlagen und der Beste ist „Blessed“, Baby!“

Doch ganz ohne Kampfansage geht es auch nicht, schließlich weiß auch Holloway um die potenziellen Einnahmen aus einem Kampf gegen Conor McGregor und seine Niederlage will er schließlich auch ausgleichen. Dafür müsste McGregor, der zuletzt im November 2016 im Käfig stand und sich derzeit in Vertragsverhandlungen mit der UFC befindet, erst einmal aus der MMA-Rente zurückkommen.

„Sagt ihm, dass ich warten werde. Wenn der Kampf nicht zustande kommt, liegt es nicht an unserer Seite. Dass er meinen Namen in den Mund nimmt, ist witzig. In meinen Augen hat er seine Karriere schon beendet. Wenn er wieder kämpfen will und gegen einen echten MMA-Kämpfer antreten möchte, gebt mir Bescheid.“