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Matt Mitrione legt Beschwerde gegen Browne-Kampf ein

Matt Mitrione

Eine Trennung funktioniert nur selten in beiderseitigem Einverständnis. Besonders bitter wird es jedoch, wenn sie von unnötigen Nebengeräuschen begleitet wird. So auch im Falle von Matt Mitrione. Das Schwergewicht sollte in seinem letzten Kampf für die UFC auf Travis Browne treffen. Nach mehreren Stichen ins Auge wurde Mitrione schließlich eine Minute vor Kampfende technisch ausgeknockt. „Meathead“ hat nun Einspruch gegen die Wertung eingelegt.

In seinem Einspruch zerlegen Mitriones Bevollmächtigte den Kampf in mehrere Situationen, in denen sich das Schwergewicht vom Ringrichter ungerecht behandelt fühlt. Während des Kampfs hatte Browne seinen Gegenüber zwei Mal mit schmerzhaften Stichen in die Augen getroffen. Diese zogen nur eine Verwarnung, nicht jedoch einen Punktabzug oder eine Disqualifikation nach sich. Ein Fehler, wenn man Mitrione glaubt.

Aus dem Einspruchsschreiben: „Mitrione war dabei, Browne nach einer linken Geraden mit einem unverteidigten rechten Haken zum Kopf zu treffen. Resultierend aus Brownes Position in Reaktion zu Mitriones legaler Kombination, konnte sich Browne nur durch einen illegalen Treffer gegen Mitriones legale Attacke verteidigen. Demzufolge hätte das Foul als absichtlich bewertet und Browne disqualifiziert werden sollen.”

Diesem Stich folgte in der zweiten Runde ein weiterer illegaler Treffer, erneut gab es keinen Punktabzug. Beeinträchtigt von den Verletzungen des Auges musste sich Mitrione dann in der letzten Runde vorzeitig geschlagen geben. Wie der 37-Jährige angab, wurde er während der dritten Runde sogar angehalten, nicht in Brownes Finger zu springen.

Dass Ringrichter Gary Forman gleichzeitig auch Geschäftsführer der kleineren „Cage FX MMA“-Organisation ist und anschließend sowohl Browne als auch Mitrione auf Twitter abonnierte, stößt letzterem ebenso sauer auf. „Wir finden es ungewöhnlich, dass Ringrichter Forman die Kämpfer Browne und Mitrione am 17. Januar 2016 in sozialen Medien abonniert hat. Wäre es rechtmäßig für einen Bezirksrichter, einem Anwalt, der später vor ihm erscheint, eine Freundschaftsanfrage zu schicken? Ist dieses Gebaren von Forman im Einklang mit den Anforderungen an einen unparteiischen Ringrichter?”

Nicht für Mitriones Seite, die die Kommission von Massachusetts für den Einsatz Formans kritisiert und ihn mitverantwortlich für die T.K.o.-Niederlage gegen Browne macht. Forman habe Mitrione aufgrund der mangelnden Auszeit und seiner Kommandos im Octagon „wissentlich in Gefahr gebracht“, indem er ihn offensichtlich angeschlagen habe weiterkämpfen lassen, anstatt Browne für seine Regelverstöße zu bestrafen. Stattdessen habe dieser noch davon profitiert und den Kampf gewinnen können.