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Masvidal nach Conor-Absage: „Usman ist ein toter Mann!“

Jorge Masvidal (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Jorge Masvidal hatte so große Pläne. Nachdem er sich im vergangenen Jahr mit drei eindrucksvollen Siegen gegen Darren Till, Ben Askren und Nate Diaz nach oben katapultiert hatte, wollte er mit einem Kampf gegen Conor McGregor abkassieren. Doch weder der Ire noch die UFC scheinen derzeit gewillt, das umzusetzen. Da bleibt wohl nur der „Trostpreis“ Kamaru Usman.

„Conor will den Kampf nicht, also ist es mir jetzt auch vollkommen egal“, sagte Masvidal in Ariel Helwanis MMA Show. „Ich ziehe weiter. Dieser Typ will nicht kämpfen. Ich bin keiner, der jemanden zwingt. Ich schätze, Usmans Kopf ist dann wohl dran. Conor hat Usmans Schicksal besiegelt.“

McGregor hat in der Vergangenheit zwar auch Masvidals ‚BMF-Titel‘ ins Auge gefasst, scheint sich derzeit jedoch wieder vornehmlich dem Leichtgewicht zuzuwenden. Zumindest wirken die Aussagen des Iren und auch von UFC-Präsident Dana White nicht so, als würde Masvidal weit oben in der Liste stehen. Daher muss dieser sich nun ein anderes Ziel suchen.

Eine Möglichkeit für einen Money Fight Masvidals gegen den Iren wäre etwa ein Interims-Titelkampf im Weltergewicht, sollte Usman für längere Zeit ausfallen. Entsprechenden Gerüchte um eine Handverletzung tritt Usman jedoch lautstark entgegen. Das wäre jedoch eine Idee, mit der Masvidal auch McGregor ein weiteres Mal ins Weltergewicht ködern könnte.

„Das wäre eine gute Sache, falls Conor das tun will“, so Masvidal weiter. „Einer dieser beiden Typen darf sich mit mir prügeln. Derzeit tendiere ich zu Usman. So wie er über mich spricht und mit dem Quatsch, den er erzählt. Aber falls Conor will, kriegen wir das hin, das dürfte nicht schwer sein. Aber ich stelle mich nicht hin und erzähle irgendwelchen Bullsh*t. Ich will einfach kämpfen.“

Masvidal war bei UFC 246 anwesend und wurde dabei von Megan Olivi bereits gefragt, ob er lieber gegen McGregor oder Usman kämpfen würde, hätte er eine Wahl. Der Amerikaner kubanischer Abstammung wiederholte dabei erneut sein wirtschaftliches Argument für einen McGregor-Kampf. Persönlich hätte er jedoch lieber einen Kampf gegen Usman.

„Wenn die Umstände gleich wäre, hätte ich viel mehr Freude daran, Usmans Gesicht zu verunstalten. Ich würde mich freuen wie ein Kind, das am Weihnachtsmorgen Geschenke auspackt. Irgendwas an ihm stört mich einfach. Ich mag seine Art einfach nicht. Diese Kommentare, dass er nicht weiß, wer ich bin. Ich mache das jetzt seit 16 Jahren, bin der Kämpfer des Jahres, in seiner verdammten Gewichtsklasse und er versucht, mich mit diesem ‚Who?‘ zu trollen? Er hat einfach keine Persönlichkeit. 17 verschiedene, aber keine davon ist fürs Fernsehen gemacht. Ich will ihn einfach verprügeln.“

Usman hatte eine Nachfrage eines Journalisten, ob Masvidal den nächsten Kampf bekommen würde, mit einem ‚Who?‘ beantwortet, als ob er nicht wisse, wer Masvidal ist. Später erklärte Usman, dass er sehr wohl wisse, wer Masvidal sei, aber das dessen Siege nicht reichen würden. Usman hat stattdessen Leon Edwards auf der Liste der Herausforderer weiter oben angesiedelt. Der Engländer kämpft im März gegen Ex-Champion Tyron Woodley um seine Titelchance.

„Es gibt dieses Ranking-System, in dem ich auch bin. Er will gegen jemanden kämpfen, der unter mir steht und den er schon besiegt hat. Er sagt, das ist ein schwerer Kampf für ihn. Das klingt wie ein guter Politiker und ich kann Politiker nicht ausstehen. Usman, wenn du das hier siehst, dann weißt du, dass ich nichts als die Wahrheit sage. Du bist ein toter Mann!“