UFC News

Mark Hunt über Werdum: Gut, dass der Penner erwischt wurde!

Mark Hunt (Foto: ZUFFA LLC)

Am morgigen Samstag steht Mark Hunt erneut im Octagon der UFC. In Moskau bestreitet der 44-Jährige den Hauptkampf der UFC Fight Night 136 gegen Oleksiy Oliynyk. Für das Schwergewicht wird das Aufeinandertreffen mit dem Grappling-Spezialisten zur willkommenen Abwechslung im Vergleich mit seinen letzten Gegnern im Käfig.

„Oliynyk ist ein sauberer Kämpfer, das ist großartig“, sagte Hunt gegenüber Reportern in Moskau im Zuge der Doping-Sperre von Fabricio Werdum, einem früheren Gegner Hunts. Die Freude ist nachvollziehbar, schließlich wurde mit Werdum bereits der sechste seiner letzten acht Kontrahenten im Laufe der UFC-Karriere gesperrt. Nur Stipe Miocic und Derrick Lewis kamen noch nicht mit der USADA in Konflikt. Wobei Curtis Blaydes, dem Hunt im Februar unterlag, nicht wegen klassischem Doping, sondern wegen Marihuana gesperrt wurde. Entsprechend froh ist Hunt, dass mit Werdum ein weiterer Doper aus dem Verkehr gezogen wurde.

„Ich bin froh, dass sie Werdum erwischt haben, diesen kleinen Penner. Geh zurück in die Favelas. […] Er sollte eigentlich hier sein, aber so läuft das eben, wenn man ein schwacher Mensch ist. Sowas passiert dann, Fabricio, wenn man einen schwachen Willen hat. Auf Wiedersehen.“

Ursprünglich plante die UFC, UFC Moskau mit Werdum als Gegner von Oliynyk abzuschließen. Doch der Brasilianer fiel im April durch eine unangemeldete Trainingskontrolle, als ihm der verbotene Wirkstoff Trenbolon nachgewiesen wurde. Diese Woche verkündete die USADA nun das Strafmaß, wonach Werdum für zwei Jahre gesperrt wird.

Dass es gerade Werdum erwischte, ist für Hunt eine große Genugtuung. Die beiden standen sich bei UFC 180 im Käfig gegenüber. Damals gewann Werdum den Interim-Titel im Schwergewicht und krönte sich später gegen Cain Velasquez zum UFC-Champion. Hunt sprang kurzfristig gegen den Brasilianer ein.

„Ich musste 21 Kilogramm innerhalb von drei Wochen verlieren um den Titelkampf zu kriegen. Und dann kriege ich von diesem kleinen Betrüger ein Knie zum Kopf. Dann besiegt er Cain in Mexiko und gibt mir später nicht einmal einen Rückkampf, dieser kleine betrügende Penner. Das regt mich am meisten auf. Er ist einfach ein Hund.“

Nicht der einzige Ärger, denn immer noch liegt Hunt wegen Brock Lesnars positivem Dopingtest und dem Kampf gegen den Wrestler bei UFC 200 mit der UFC und Dana White juristisch im Clinch. Glücklich ist er mit der Situation zwar nicht, doch dem Samoaner ist die Bedeutung seines Kampfes für einen sauberen Sport bewusst.

„Es nervt, über dieses Thema zu sprechen. Es ist schwer, in dieser Situation zu sein, aber ich versuche nur, faire Bedingungen zu schaffen. Das wird wahrscheinlich mein letzter großer Kampf. Um ehrlich zu sein, ist es mir sogar wichtiger, dass mich die Leute deswegen in Erinnerung behalten, als wegen meiner Kämpfe.“