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Mark Hunt: Es lohnt sich, zu betrügen!

Mark Hunt auf der Pressekonferenz (Foto: ZUFFA LLC)

Viele hatten ihn nach den Niederlagen gegen Brock Lesnar und Alistair Overeem schon abgeschrieben, mit einem Sieg über Derrick Lewis meldete sich Hunt im Konzert der Schwergewichte zurück. Daher räumte der 43-Jährige auch mit jeglichen Aussagen auf, er habe es nach der Niederlage gegen Alistair Overeem nicht mehr drauf.

„Alistair Overeem ist ein betrügender Penner“, so Hunt. „Alle seine Leistungen sind beschmutzt, weil keiner weiß, ob er sie mit oder ohne Doping erreicht hat. Von daher, er ist ein Betrüger. Meine letzten zwei Gegner waren Betrüger, Derrick die Nummer 6 der Welt. Ich lasse mir daher nicht erzählen, ob ich noch mithalten kann, sonst wäre ich kein Kämpfer. Keiner der besten Kämpfer der Welt.“

Insbesondere beim Thema Doping und USADA ließ sich Hunt nicht zweimal bitten. Der Neuseeländer gehört zu den größten Verfechtern der Säuberungspolitik der Anti-Doping-Behörden, ihm gehen die Konsequenzen jedoch noch nicht weit genug.

„USADA ist die richtige Sache. Jeff Novitzky (UFC-Vizepräsident für Gesundheit und Leistung der Athleten, Anm. d. Red.) ist der richtige Mann“, erklärte Hunt weiter. „Ich denke, man muss ihnen den finanziellen Anreiz nehmen. Wenn es sich finanziell nicht mehr lohnt, werden die Leute nicht mehr betrügen oder zumindest zweimal darüber nachdenken.“

Insbesondere der Kampf gegen Brock Lesnar bringt den Samoaner zur Weißglut. Der frühere Champion kam für einen Kampf gegen Hunt bei UFC 200 aus dem Ruhestand, fiel erst im Training und dann am Kampftag durch eine Dopingkontrolle und verdiente trotzdem mehr als jeder andere Kämpfer des Jubiläums-PPV. Ein untragbarer Zustand, so Hunt.

„Man muss einfach eine Vertragsklausel einsetzen, dass Betrüger keinen Nutzen haben dürfen. Denn zurzeit lohnt es sich einfach, zu betrügen. Aber wenn man das wegnimmt, normalisiert es sich wieder und die Kämpfer haben keine Motivation, Steroide zu nehmen. So sehe ich das. Am besten, bevor jemand stirbt!“

In der Vergangenheit hatte sich Hunt auch mit Dana White und der UFC angelegt, derzeit scheinen die Wogen jedoch wieder geglättet und von einem Rücktritt will Hunt noch nichts wissen.

„Nein, ich mache noch weiter. Ich lasse mich gerne verprügeln“, lachte Hunt. „Ich habe noch ein paar Kämpfe in meinem Vertrag, also mache ich den fertig und trete dann wohl zurück.“

Pläne hat Hunt auch schon. Er würde gerne bei der kommenden Fight Night in Japan am 23. September seinen Rückkampf gegen Junior dos Santos bekommen. Vor vier Jahren ging Hunt im ersten Aufeinandertreffen K.o.