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Malki Kawa: Jon Jones kämpft zu 95 Prozent noch in diesem Jahr

Jon Jones (Foto: legendashow)

Kommt Jon Jones vielleicht doch ohne oder nur mit geringer Sperre davon? Der Ex-Champion, der nach seinem Sieg über Daniel Cormier positiv getestet wurde, wartet derzeit noch das Urteil der USADA ab. Sein Agent Malki Kawa ist hingegen zuversichtlich, Jones noch in diesem Jahr im Octagon zu sehen, wie er in der Luke Thomas Show verriet.

„Bis zum Ende des Monats sollten wir Klarheit haben“, sagte Kawa. „Dann haben wir eine Anhörung mit der kalifornischen Behörde und wir hoffen, dass bis dahin die Untersuchung der USADA beendet ist. Hoffentlich klappt das alles. Ich nehme an, wir werden bis Ende März alles geregelt haben und dann wissen wir, wo wir stehen. Ich würde aber sagen, dass die Chance auf ein Comeback in diesem Jahr bei 95% liegt.“

Jones gab am 28. Juli am Vortag des Rückkampfs gegen Daniel Cormier eine Probe ab, die positiv auf das anabole Steroid Turinabol getestet wurde. Das Ergebnis wurde am 22. August bekannt gegeben, die B-Probe kam zum gleichen Ergebnis. Die UFC reagierte sofort, nahm Jones wieder den Titel ab und setzte Cormier erneut als Champion ein. Jones kehrte gegen Cormier bereits von einer Doping-Sperre zurück, die er auf Potenzmittel schob und die einen Kampf der beiden bei UFC 200 platzen ließ.

Somit würde Jones, sollte er seine Unschuld nicht beweisen können, als Wiederholungstäter gelten, was eine Sperre bis zu vier Jahren nach sich ziehen könnte. Bereits vor wenigen Wochen hatte Jeff Novitzky, der UFC Vice President of Athlete Health and Performance, seine Zuversicht darüber ausgedrückt, dass Jones der Maximalsperre entgehen würde, da er bereits beim ersten Verstoß nachweisen konnte, nicht wissentlich gedopt zu haben. Darauf hofft auch Kawa.

„Wenn die USADA eine respektable Organisation ist, wofür ich sie halte, und sie alle Informationen zusammengetragen haben, alle nötigen Interviews geführt, alle Beweise gesehen haben, dann müssen sie zu dem Schluss kommen, dass Jon Jones nicht betrogen hat und nicht absichtlich eine verbotene Substanz eingenommen hat. Ich glaube, sie wissen das und jeder, der die Umstände dieser Situation kennt, wird zum gleichen Schluss kommen. Mehr kann ich aufgrund des laufenden Verfahrens derzeit nicht sagen.“

In den letzten Monaten kam es immer wieder zu Vorfällen, in denen Kämpfer Substanzen unwissentlich einnahmen und anschließend positiv getestet wurde. Zuletzt war es Weltergewicht Jim Wallhead, dessen Sperre reduziert wurde, nachdem er nachweisen konnte, dass der verbotene Stoff nicht auf dem Label des Präparats angegeben war. Prominentester Fall ist hierbei Yoel Romero, ebenfalls von Kawa gemanagt, der nun sogar rechtlich gegen den Hersteller des Präparats vorgeht, welches ihm eine neunmonatige Sperre nach einem positiven Test einbrachte.