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Luke Rockhold fordert Mittelgewichte zum Boykott auf

Luke Rockhold ist unzufrieden (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

Die ganze MMA-Welt wartet auf das Comeback von Georges St. Pierre. Doch während der Großteil der Wartenden nur sehen möchte, was der Kanadier noch im Tank hat, wollen die Mittelgewichte der UFC einfach nur, dass es im Titelrennen weitergeht. Ex-Champion Luke Rockhold ruft nun sogar zum Boykott auf.

„Wenn die UFC keinen Interims-Titel einführt und Bisping nicht gegen einen Herausforderer kämpft, mache ich gar nichts,“ so der frühere Weltmeister bei der MMA Hour. „Und das sollten auch die anderen Jungs der Gewichtsklasse. Was hätte es für einen Sinn? Ohne mich, Mousasi, Yoel, Whittaker? Ich denke, jeder sollte auf seinem Recht bestehen und die UFC zum Teufel jagen. Setzt einen Titelkampf an, ansonsten habt ihr keine Gewichtsklasse mehr.“

Rockhold hatte Ende 2015 Chris Weidman den Titel abgenommen und ihn im Juni bei UFC 199 an Michael Bisping verloren. Eine Knieverletzung verhinderte einen Kampf gegen „Jacare“ Souza. Derzeit denkt der 32-Jährige jedoch nicht ans Kämpfen, warum auch? Mit St. Pierre als nächstem Gegner Bispings und Yoel Romeros Status als darauffolgender Herausforderer ist das Titelrennen in naher Zukunft ausgebucht.

Für Titelaspiranten eine unbefriedigende Situation, weswegen Rockhold denkt, dass sich die Top-Mittelgewichte schlicht weigern sollten, weitere Kämpfe anzunehmen, bis Bisping den Titel verteidigt hat. Auch wenn es kein offizieller Aufruf zum Boykott ist.

„Sind wir nicht schon alle im Streik? Wir warten alle auf einen Titelkampf. Whittaker will warten, ich sage hier gerade, was ich denke und ich bin der Meinung, Mousasi sollte sich auch weigern, weiter zu kämpfen. Ohne uns gibt es kein Mittelgewicht. Die UFC muss dafür sorgen, dass es mal weitergeht.“

Doch nicht nur das derzeitige Titelrennen der UFC wirft für Rockhold Fragen auf. Der Amerikaner zweifelt an der neuen Ausrichtung der UFC. In der Vergangenheit konnte man davon ausgehen, dass die besten Kämpfer irgendwann um den Titel antreten, der UFC-Verkauf und die bezahlte Summe lässt diesen Ansatz mittlerweile in den Hintergrund rücken.

„Man kann heutzutage nichts mehr vorhersagen. Die UFC versucht auf Biegen und Brechen, die Schulden zurückzuzahlen und setzt dafür diese Mega-Fights an, die einfach keinen Sinn ergeben. Von daher habe ich keine Ahnung, was als nächstes kommt. Keiner weiß das.“