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Leon Edwards vor UFC 204: „Ich bin überall besser als Albert Tumenov“

Leon Edwards will sich gegen Albert Tumenov den wichtigsten Sieg seiner UFC-Karriere holen (Foto: Florian Sädler).

Thaibox-Spezialist Leon „Rocky“ Edwards macht seinem Spitznamen alle Ehre: Die Fäuste fliegen lassen, das kann das Weltergewicht aus Birmingham. Seine UFC-Karriere allerdings verlief bisher ebenfalls etwas „rocky“ – „steinig“ –, nach drei Siegen in fünf Kämpfen soll gegen Top-Gegner Albert Tumenov daher nun in Manchester der Durchbruch her.

Das allerdings dürfte etwas schwieriger werden als ursprünglich geplant. Denn obwohl mit Tumenov und Edwards zwei solide, spannende Kämpfer aufeinandertreffen werden, ist ihr Duell für das wenig prestigeträchtige Vorprogramm angesetzt: „Das war eine kleine Überraschung“, gibt auch Edwards zu. „Ich dachte, sie würden uns schon auf das Hauptprogramm setzen.“

Auf den zweiten Blick allerdings vielleicht gar nicht die schlechteste Position: „Es ist eigentlich sogar besser für mich (, auf dem Vorprogramm zu kämpfen), weil die ganze Veranstaltung so spät beginnt“, so Edwards. „Ich habe meinen Kampf gegen ein Uhr morgens hinter mir.“

Dieser Kampf indes wird nicht leicht werden. Albert Tumenov etablierte sich mit Knockouts gegen Anthony Lapsley, Matt Dwyer und Alan Jouban sowie Punktsiegen gegen Nico Musoke und Lorenz Larkin als eines der Top-Talente im Weltergewicht, bevor eine Aufgabe-Niederlage gegen Gunnar Nelson ihm im Mai den Wind aus den Segeln nahm.

Ein Sieg gegen „Einstein“ wird seiner Karriere trotz dessen letzter Niederlage gut tun, weiß Edwards: „Das wird mich ein gutes Stück weiterbringen, wenn ich ihn besiege. Hoffentlich bis in die Top 20, damit ich mich von dort aus weiter vorarbeiten kann.“

„Ich hatte ihn nicht unbedingt auf dem Radar. Ich wusste, dass ich auf dieses Level kommen würde, wenn ich weiter gewinnen würde. Deswegen hatte jeden in der Top 20 im Blick, aber nicht speziell ihn.“

Trotz Tumenovs  K.o.-Power, seinen gefährlichen Kombinationen und dem trickreichen Timing scheut sich Edwards, der selbst seine Stärken im Thaiboxen hat, auf dem Weg zum Sieg vor keinem Teilaspekt des MMA-Sports: „Ich glaube, dass ich überall besser bin. Auf den Beinen, im Ringen... Ich fühle mich überall ziemlich sicher, egal, wo der Kampf stattfindet.“

„Ich will einfach den Kampf gewinnen. Er ist gut im Stand, ich bin gut im Stand, es wird also interessant zu sehen sein, was er mit in den Käfig bringt.“

Druck durch die Rolle als Lokalmatador spürt „Rocky“ dabei nicht – Kämpfe gegen einen Brasilianer in Brasilien, einen Halb-Polen in Polen und den in Florida trainierenden Kamaru Usman in Orlando, Florida haben den gebürtigen Briten abgehärtet gegenüber jeglichen Arten von Zuschauerreaktionen.

„Ich spüre nicht wirklich Druck“, gibt Edwards sich selbstbewusst. „Ich habe, glaube ich, seit zwei Jahren nicht mehr in England gekämpft, dafür aber überall sonst. Ich freue mich darauf, in de Nähe von Zuhause kämpfen zu können. Ich muss nicht lange reisen und der Support der heimischen Fans, der ist perfekt.“

Und, wenn alles glatt geht, will Edwards den heimischen Fans in der Nacht von Samstag auf Sonntag Grund zum Feiern geben: „Ich will einfach den Kampf gewinnen. Ein K.o. wäre perfekt, aber ich will einfach da raus gehen und gewinnen.“