UFC News

Kommission schreitet ein: Renan Barao erhält keine Lizenz als Bantamgewicht

Renan Barao (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Die Gefahren des übermäßigen Abkochens sind seit Jahren ein großes Problem im internationalen MMA. Verschiedene Methoden und Regeln sollen verhindern, dass Kämpfer zu viel Gewicht durch ungesunden Flüssigkeitsentzug verlieren. Die Kommission von Kalifornien hat jetzt zu einem weiteren drastischen Schritt gegriffen: der frühere UFC-Champion Renan Barao erhält vorerst keine Lizenz im Bantamgewicht.

Der Brasilianer soll am 29. Juli in Anaheim auf Aljamain Sterling treffen und wollte eigentlich sein Comeback im Bantamgewicht feiern, nachdem er seine letzten beiden Kämpfe im Federgewicht bestritt. Die kalifornische Kommission macht ihm nun einen Strich durch die Rechnung und verweigert ihm die Lizenz, lässt ihm jedoch die Tür für einen Catchweight-Kampf bis 140 Pfund offen.

Grund ist der Vorfall von UFC 177 im August 2014. In Kaliforniens Hauptstadt Sacramento sollte Barao seinen Rückkampf gegen Champion TJ Dillashaw erhalten. Dazu sollte es jedoch nicht kommen. Baraos Weight Cut lief schief und anstatt zum offiziellen Wiegen musste er ins Krankenhaus gebracht werden. An seiner Stelle kämpft Joe Soto um den Titel und unterlag.

„Wenn er nur das Gewicht verpasst hätte, aber zur Waage angetreten wäre, hätte er eine weitere Chance bekommen, sofern Ärzte das für sicher gehalten hätten“, so Andy Foster, ein Angestellter der Kommission, gegenüber MMAFighting.com. „Aber das war nicht der Fall. Es ist besser für seine Sicherheit und wir fühlen uns auch besser damit. Er hat es eben nicht einmal zu Kampf geschafft. Das ist das wichtige Detail hier.“

Obwohl er im Anschluss daran zwei Mal das erforderliche Kampfgewicht auf die Waage brachte, setzt Kalifornien nun ein Zeichen. Sollte Barao ein Kampfgewicht von 140 Pfund auf gesundem Wege erreichen, darf er anschließend wieder eine Lizenz für einen Kampf bis 135 Pfund beantragen. Derzeit steht nicht fest, ob der Kampf stattfindet, da die Änderung des Kampfgewichts neue Verträge der UFC mit den Kämpfern benötigt.

Kalifornien ist ein Vorreiter in Sachen Kämpfergesundheit. Als erste Kommission führte man das frühe Wiegen ein, sodass Kämpfer anschließend mehr Zeit zur Flüssigkeitsaufnahme hatten. Eine neue Regel besagt, dass Athleten nach dem Wiegen nicht mehr als 10% ihres Gewichts zunehmen dürfen, ansonsten wird ihnen der Gang in eine höhere Gewichtsklasse nahegelegt und Ärzte können im Vorfeld der Waage vor dem nächsten Kampf eine Lizenz verweigern.