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Khabib: Tony ist mein schwerster Gegner, Conor ist nur gut fürs Konto

Khabib Nurmagomedov (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Mit jeder Woche, in der der Titelkampf zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson näher rückt, wird mehr und mehr über einen weiteren Kampf des Champions gegen Conor McGregor spekuliert, zumal der Ire bisher noch nicht für einen anderen Kampf eingeplant wurde. Nurmagomedov muss daher fast schon gebetsmühlenartig wiederholen, dass er kein Interesse daran hat, dem einstigen Doppel-Champion einen Rückkampf zu gewähren.

Denn obwohl Nurmagomedovs Gedanken in den kommenden zwei Monaten vor allem um den Kampf gegen Ferguson am 18. April kreisen, wird der Dagestaner immer wieder zu McGregor und einem eventuellen zweiten Kampf befragt. Dabei wird der Champion erneut deutlich und betont, dass auch der Comeback-Kampf des Iren im Januar gegen Donald Cerrone alles andere als eindrucksvoll war.

„Cowboy verliert doch jedes Mal, wenn er im Hauptkampf steht“, sagte Nurmagomedov gegenüber TMZ Sports. „Ich kann mich an keinen Sieg erinnern. Von den letzten zehn hat er sechs oder sieben verloren. Er ist derzeit kein High-Level-Leicht- oder -Weltergewicht. Natürlich hat er noch den großen Namen, aber seine Zeit ist vorbei.“

Der Dagestaner, der sich bereits einmal zitieren ließ, McGregor müsse zehn Kämpfe gewinnen, um sich einen Rückkampf zu verdienen, wiederholte diese Forderung zwar nicht, aber McGregor solle doch zumindest gegen harte Gegner gewinnen, bevor er Ansprüche stellt und nicht gegen einen Gegner mit Niederlagen im Rücken und dazu auch noch in einer anderen Gewichtsklasse.

„Conor hat sich einen guten Gegner für das Comeback ausgesucht. Er kommt zurück, schlägt Cowboy mit seinen Niederlagen und dann redet er davon, dass er zurück ist. Nein. Er muss einen wirklich harten Gegner besiegen. Justin Gaethje oder jemand Vergleichbares. Und er muss erst einmal zurück ins Leichtgewicht und wieder Gewicht machen, so sehe ich das.“

Nurmagomedov und Gaethje teilen sich dabei das Management, daher verwundert es nicht, dass der Champion seinen Management-Kollegen vorausschickt. Zumal ein Rückkampf gegen McGregor sowieso nicht von sportlichen Gesichtspunkten angetrieben wird, sondern von den Nebenkriegsschauplätzen, die beim ersten Aufeinandertreffen zu unschönen Szenen auf der Pressekonferenz vor und einer handfesten Schlägerei außerhalb des Käfigs nach dem Kampf führten.

„Ich glaube, die Leute wollen, dass es mit dem, was beim letzten Mal passiert ist, weitergeht“, sagte Nurmagomedov. „Sie wollen das Drama. Wenn man sie fragt, wer gewinnt, werden 99 Prozent antworten, dass ich den Kampf gewinne, wie schon beim ersten Mal. Aber sie wollen die große Drama-Show sehen.“

„Wenn wir über Geld reden, über Drama reden, dann ist es ein guter Kampf. Wenn wir über echte Herausforderer und echte Titelkämpfe im Leichtgewicht sprechen, dann ist es kein guter Kampf. Wenn es um Geld und das Drama geht, ist es natürlich gut. Aber ich bin hier, um ein Vermächtnis zu hinterlassen. Dafür muss ich starke Gegner schlagen. Leute wie Dustin Poirier, Iaquinta und andere Gegner. Jetzt ist Tony Ferguson dran. Ich muss sie alle schlagen, alle echten Herausforderer und nicht diese künstlichen Herausforderer.“

Dabei weiß Nurmagomedov, dass ihm mit Tony Ferguson ein harter Test gegenübersteht. Entsprechend hoch ist seine Motivation.

„Ich habe in den letzten Jahren gegen Leute wie Edson Barboza, Rafael dos Anjos, Conor, Poirier und Iaquinta gekämpft, aber ich glaube, dass sie nicht so eine schwere Aufgabe waren, wie es Tony Ferguson wird. Ich habe wieder eine echte Motivation. Als ich mir vor meinen letzten Kämpfen die Gegner angesehen habe, war mir klar, dass ich sie schlagen kann. Natürlich arbeite ich immer hart, aber jetzt habe ich einen sehr, sehr schweren Gegner vor mir. Wir arbeiten härter und fokussieren uns auch noch genauer. Tony ist nicht wie die anderen. Er ist härter als sie alle.“