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Khabib Nurmagomedov äußert sich nach Ausschreitungen bei UFC 229

Khabib Nurmagomedov (Foto: Endeavor)

Khabib Nurmagomedov hat bei UFC 229 das gemacht, was viele im Vorfeld erwartet hatten: Mit seinen ringerischen Fähigkeiten zermürbte er Titelherausforderer Conor McGregor und zwang ihn dann in der vierten Runde zur Aufgabe. Überschattet wurde die starke Leistung jedoch von unschönen Szenen direkt nach dem Kampf, zu denen sich Nurmagomedov nach dem Event geäußert hat.

„Zu aller erst möchte ich mich bei der Sportkommission von Nevada und Las Vegas entschuldigen“, sagte Nurmagomedov auf der Pressekonferenz nach UFC 229. „Ich weiß, dass das nicht meine beste Seite war. Das ist nicht meine beste Seite, ich bin ein Mensch.“

Kurz nach dem Submission-Sieg gegen McGregor hatte sich Nurmagomedov dazu hinreißen lassen, sturmartig den Käfig zu verlassen und auf Conor McGregors Team loszugehen. Es entwickelte sich eine unübersichtliche Schlägerei, in deren Verlauf auch Teamkollegen von Nurmagomedov ins Octagon gelangten und hinterrücks McGregor mit Schlägen attackierten. Letztendlich konnte die Situation beruhigt werden und die betroffenen Personen wurden aus der Arena geführt. Die Siegerverkündung wurde erstmals in der Geschichte der UFC ohne Kämpfer im Octagon durchgeführt.

„Ich kann nicht verstehen, warum die Leute darüber reden, dass ich über den Käfig gesprungen bin“, erklärte Nurmagomedov. „Er hat über meine Religion, mein Land, meinen Vater gesprochen. Er kam nach Brooklyn und hat einen Bus zerstört. Er hat fast ein paar Leute umgebracht. Kümmert euch um diesen Mist. Warum wird darüber gesprochen, dass ich über den Käfig gesprungen bin? Warum wird noch darüber gesprochen? Ich verstehe es nicht.“

Die Aktion könnte für Nurmagomedov weitreichende Folgen haben. Die Sportkommission von Nevada hat seine Antrittsgage in Höhe von zwei Millionen US-Dollar vorerst einbehalten. Im Falle einer längeren Suspendierung könnte ihm seitens der UFC auch der Titel aberkannt werden. Auch Probleme mit dem US-Visum sind denkbar.

„Das ist ein Respekt-Sport, kein Trash-Talking-Sport“, sagte Nurmagomedov den Pressevertretern. „Es geht um Respekt. Ich habe euch gesagt, dass ich das Spiel verändern will. Ich will nicht, dass die Leute schlecht über ihre Gegner oder Väter oder Religion sprechen. Man redet nicht (schlecht) über die Religion oder die Herkunft. Das ist mir sehr wichtig.“