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Khabib: „Duell gegen Ferguson ist kein Fake Fight wie McGregor vs. Alvarez“

Khabib Nurmagomedov (Foto: Mark Bergmann)

Am Samstag machen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson den neuen Interims-Champion im Leichtgewicht der UFC untereinander aus. Der Gewinner wird es früher oder später mit Conor McGregor zu tun bekommen. Der legt aber aktuell eine Pause ein und scheint danach lieber ein Boxduell gegen Floyd Mayweather anzupeilen. Für Nurmagomedov ist das Ganze bei UFC 209 deshalb mehr als nur ein Interims-Titelkampf.

„Ich denke, dass das der echte Titelkampf ist“, sagte Nurmagomedov beim öffentlichen Training für UFC 209. „Conor McGregor ist mir egal. Ihr wisst, dass sein Onkel Dana ihm Geschenke macht. Er überspringt alle Herausforderer und kämpft um den Titel (im Leichtgewicht). Den Kampf verstehe ich nicht. Er trifft Eddie Alvarez ein paar Mal, Eddie geht runter. Für mich war das ein Fake Fight. Aber jetzt haben wir einen echten Kampf. Das ist der Kampf, den das Volk will. Das ist einer der größten Kämpfe im Jahr 2017 und in der Geschichte der UFC. Und ihr denkt, dass ich mir Gedanken über andere Kämpfer mache? Sicher nicht. Ich werde aus meiner Siegesserie eine 25-Kämpfe-Siegesserie machen, den Gürtel nehmen, UFC-Leichtgewichtschampion werden und dann schauen wir, was passiert.“

Nach dem Gewinn des Federgewichtstitels Ende 2015 durfte Conor McGregor im vergangenen Jahr auch nach dem Gold im Leichtgewicht greifen. Gegen Eddie Alvarez krönte sich der spitzzüngige Ire zum ersten Doppelchampion der UFC-Geschichte. Nurmagomedov forderte seitdem mehrfach einen Kampf gegen McGregor, da dieser aber aufgrund der Geburt seines ersten Kindes eine Auszeit einlegt, muss ein solches Duell noch ein wenig warten.

„Ich denke er ist um einiges besser als Conor“, sagte Nurmagomedov über seinen nächsten Gegner Tony Ferguson. „Conor kann sehr gut boxen, aber Tony hat gute Ellenbogen, Knie und ist unberechenbar. Seine Skills am Boden sind gut, seine Kondition ist gut. Tonys Boxen ist vielleicht nicht so gut wie Conors, aber als MMA-Kämpfer ist Tony denke ich besser.“

Nurmagomedov ist seit 24 Kämpfen ungeschlagen, hat in der UFC bisher acht Gegner dominant besiegt, darunter Rafael dos Anjos und Michael Johnson. Die härteste Aufgabe seiner Karriere steht ihm laut eigener Aussage aber am Samstag bevor.

„Ich denke, das wird mein härtester Kampf, aber wir werden sehen“, so der Dagestaner. „Niemand weiß es. Vielleicht ist der Kampf in der ersten Runde vorbei? Man weiß es nicht. Ich hatte schon harte Gegner wie Rafael dos Anjos, Gleison Tibau, Michael Johnson. Das waren auch Maschinen. Aber Tony ist ein wenig anders, sein Stil macht ihn anders und er hat eine Siegesserie von neun Kämpfen.“

UFC 209 findet in der Nacht zum Sonntag in Las Vegas statt. Im Hauptkampf der Veranstaltung wird Tyron Woodley seinen Weltergewichtstitel erneut gegen Stephen Thompson aufs Spiel setzen.