UFC News

Kalifornische Sportkommission sagt Weight-Cutting den Kampf an

Starke Weight-Cuts sollen der Vergangenheit angehören. (Foto: Tobias Bunnenberg)

Die Sportkommission von Kalifornien (CSAC) hat neue Regeln beschlossen, um Sportler vom starken Gewichtsverlust vor dem Einwiegen für einen Kampf abzuhalten. Kämpfer müssen in Zukunft vor einem Kampf einen gesunden Wasserhaushalt vorweisen und dürfen keine Infusionen zur Rehydrierung mehr verwenden.

„Dehydrierung und Weight Cutting sind heute die größten Probleme des MMA-Sports“, so CSAC-Geschäftsführer Andy Foster. „Es gibt mehr MMA-Events in Kalifornien als in allen anderen Bundesstaaten, also ist das das größte Problem, mit dem sich diese Kommission befassen muss.“

Die wohl größte Änderung ist das Verbot von starker Dehydrierung. Kämpfer werden in Zukunft beim Pre-Fight-Check durch einen Arzt auf Anzeichen von großem Wasserverlust untersucht, und zwar durch Urinproben. Sollte eine Urinprobe auf Dehydrierung hinweisen, bekommt ein Kämpfer zwei bis drei Stunden Zeit, sich zu rehydrieren. Sollte die Urinprobe danach weiterhin Auffälligkeiten vorweisen, darf der Kämpfer nicht antreten. Wenn ein Kämpfer durch solch einen Test fällt, hat die Sportkommission die Möglichkeit, dem Athleten zukünftige Kämpfe in der Gewichtsklasse zu untersagen.

Des Weiteren führt die CSAC das Verbot von Infusionen zur Rehydrierung ein. Die U.S. Anti-Doping Agency (USADA) hat diese Regel bereits im vergangenen Jahr durchgesetzt, allerdings unter dem Gesichtspunkt, das Vertuschen von Doping durch Infusionen zu verhindern. Der CSAC geht es bei der Einführung der Regelung einzig und allein um die Verhinderung starker Weight-Cuts. Eine Infusion aus medizinischen Gründen wird nach dem Wiegen nach wie vor genehmigt, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Kämpfer dann keine Freigabe zum Kämpfen bekommt.

Eine weitere Änderung ist die Verlängerung des Zeitraums zwischen dem Wiegen und dem Event. Bislang wurde das Wiegen 24 Stunden vor einem Event durchgeführt. In Zukunft sollen Kämpfer mindestens 30 Stunden Zeit zum Rehydrieren bekommen. Über die Verlängerung des Zeitraums auf 72 Stunden wird in den kommenden Wochen debattiert.

Die Regeln werden aller Voraussicht nach ab 1. März in Kraft treten.