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Justin Gaethje will sich nicht für Conor-Kampf verstellen

Justin Gaethje (Foto: WSOF.com)

Conor McGregors Rückkehr in den Käfig bringt in der UFC einiges durcheinander, insbesondere das Titelrennen im Leichtgewicht. Der Kämpfer, der davon am meisten beeinträchtigt ist, ist Justin Gaethje. Der Amerikaner ist sowohl auf der Jagd nach dem Kampf gegen den Iren, als auch nach dem Titelkampf, will sich dafür aber nicht verstellen.

„Ich hoffe, dass meine Knockouts mein ‚gewisses Etwas‘ sind“, sagte Gaethje im Punchlines Podcast. „Ich kann mich nicht verkaufen und für die Kameras eine andere Person werden. Dafür braucht man eine gewisse Intelligenz und es verlangt einem viel Zeit und Energie ab, diese Rolle die ganze Zeit aufrecht zu erhalten. Da würde nur meine Konzentration für das, was ich wirklich tun will, leiden.“

„Es könnte mir langfristig schaden, dass ich nicht diesen Weg eingeschlagen habe. Ich hätte auch bei UFC 246 sein können, ich wäre in der ersten Reihe gesessen und hätte einen Aufstand machen können. Vielleicht entgeht mir eine Chance, weil ich nicht vor Ort war.“

Gaethje kam ungeschlagen in die UFC und setzte sich im Debüt gegen Michael Johnson durch, bevor er in harten Schlachten gegen den späteren Interims-Champion Dustin Poirier und Ex-Champion Eddie Alvarez unterlag. Zuletzt schlug er nacheinander James Vick, Edson Barboza und Donald Cerrone K.o. Der Amerikaner versteht daher nicht, warum McGregor gerade mit einem einzigen Sieg über Cerrone den Titelkampf erhalten sollte.

„Es war ein schwacher Zug, dass er den Kampf gegen Cerrone angenommen hat und das kommt von einem seiner direkten Konkurrenten. Er kam aus Niederlagen und das war das Argument dafür, den Kampf gegen Cerrone zu machen. Aber jetzt redet er vom Titel und einer Titelchance und das kann man einfach nicht nach einem einzigen Sieg über Cerrone machen.“

Der Amerikaner will dabei auch Kritik an seiner eigenen Stellung im Leichtgewicht abbügeln. Als er im vergangenen Jahr auf den „Cowboy“ traf, war kein anderer Gegner verfügbar und willig. Zudem habe sich Gaethje für das McGregor-Comeback angeboten, der Sieger wäre ein legitimer Titelanwärter geworden.

„Als ich den Kampf gegen Cerrone angenommen habe, waren die Umstände komplett anders als bei Conor. Ich war da, ich war bereit und ich hätte auch am Samstag kämpfen können. Aber Conor hat den Kampf nicht angenommen.“

Der Amerikaner glaubt, dass McGregor erst wieder einen Sieg unter Dach und Fach bringen wollte, bevor er sich mit den wirklich schweren Matchups und Gegnern der Gewichtsklasse auseinandersetzt. Daher dürften Gaethjes Chancen nun besser stehen als vorher, glaubt er.

„Ich werde nicht zwingend übersehen, ich bin im Gespräch. Ich habe vor nicht allzu langer Zeit zwei Mal verloren und das hat mich leider zurückgeworfen. Das war für viele Leute leider eine Steilvorlage, wenn über Kämpfe gegen mich argumentiert wird. Im Endeffekt trifft dieser Typ aber seine eigenen Entscheidungen und ich denke, er hat jetzt mehr Selbstvertrauen. Er brauchte einfach einen Sieg. Ich denke, dass er jetzt gegen mich antreten würde.“

Möglicherweise noch in diesem Jahr. Immerhin äußerte sich McGregors Coach John Kavanagh bereits dahingehend, dass er Gaethje als nächsten Gegner für McGregor präferiert, allerdings im Weltergewicht. McGregor selbst will in diesem Jahr aktiv bleiben und nicht auf den Ausgang des Titelkampfes im April zwischen Khabib Nurmagomedov und Tony Ferguson warten.