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Junior dos Santos: „Für wen ist die USADA eigentlich da?“

Junior dos Santos (Foto: Tobias Bunnenberg/GNP1.de)

Junior dos Santos wartet immer noch auf das Urteil der USADA. Der Brasilianer hätte bei UFC 215 eigentlich auf Francis Ngannou treffen sollen, wurde aber nach einer positiven Dopingkontrolle auf ein Diuretikum aus dem Kampf genommen. Auch Wochen später beteuert das Schwergewicht immer noch seine Unschuld.

„Als ich davon gehört hatte, dachte ich an einen Streich“, sagte dos Santos dem brasilianischen Combate. „Meine Frau informierte mich über die Benachrichtigung der USADA und ich habe nur ungläubig gefragt, auf was ich positiv hätte getestet werden können. Die UFC sagte mir dann am nächsten Tag, dass es ein Diuretikum war. Aber es war so ein geringer Wert, dass es in meinem Körper gar keine Wirkung erzielt haben kann. An dem Tag, als sie mich getestet haben, konnte ich kaum pinkeln, also hat es an dem Tag gar nicht wirken können. Aber sie haben es gefunden und die Regeln sind für alle gleich, egal wie gering der Wert ist. Die UFC hatte keine andere Wahl, als den Kampf zu streichen.“

Dos Santos wurde positiv auf das Mittel Hydrochlorothiazid getestet. Ein harntreibendes Mittel, dass selbst keine Leistungssteigerung hervorruft, aber zur Verschleierung von Doping verwendet werden kann und daher auf der WADA-Liste verbotener Substanzen steht. Nach der Veröffentlichung des Tests durch die USADA musste die UFC dos Santos aus dem Kampf gegen Ngannou nehmen.

Der Franzose kämpft stattdessen am 2. Dezember gegen Alistair Overeem um eine WM-Chance gegen Stipe Miocic, dem „JDS“ im Mai unterlag. An seiner Einstellung zur USADA ändert der Test nichts.

„Ich war am Boden zerstört, als ich das gehört habe. Ich habe mich immer für die USADA ausgesprochen und für einen sauberen Sport. Ich war immer sauber, daher bin ich mit mir im Reinen. Derzeit wird alles untersucht, aber das ist das nächste Problem, weil ich einfach nicht weiß, wie dieses Mittel in meinen Körper gekommen ist und es liegt an mir, meine Unschuld zu beweisen und das ist irgendwie komisch.“

Ganz ohne Kritik am Prozedere kommt jedoch auch der USADA-Befürworter nicht aus, denn auch wenn er unterstützt wird, so stellt dos Santos die Sinn-Frage:

„Ich werde bei meiner Suche nach Antworten von der UFC und USADA unterstützt. Dieses Nicht-Wissen, das frisst einen innerlich auf, das zerreißt dir die Seele. Ich habe mich immer sehr laut für bessere Kontrollen eingesetzt. Aber in so einer Situation fragt man sich schon, für wen die USADA eigentlich da ist? Die Betrüger? Oder die Sportler, die nach den Regeln spielen und dann als Opfer dastehen?“