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Josh Barnett: Schade, dass MMA in Deutschland nicht mehr Unterstützung hat.

Heute Abend stehen sich in Hamburg bei der UFC Fight Night 93 Andrei Arlovski und Josh Barnett gegenüber. Ein internationales Duell, dass zumindest in den Farben auch einen deutschen Vertreter hat. Vor seinem richtungsweisenden Duell sprach der „Warmaster“ Barnett über seine Beziehung zu Deutschland und zur deutschen Kultur.

Bereits unter der Woche hatte Barnett mit der Aussage überrascht, er habe deutsches Blut in den Adern. Nicht der einzige Grund, warum der 38-Jährige seinen Kampf in Hamburg als kleines Heimspiel betrachtet.

„Ich habe ein paar deutsche Vorfahren. Nach Hamburg zu kommen, fühlt sich so an, als würde man einen Teil seiner Vorgeschichte und seines Zuhauses besuchen, das man nie hatte,“ so Barnett. „Und im Verlauf der Geschichte findet man immer wieder germanische Stämme oder Völker, die erfolgreiche Krieger waren. Das spricht mich einfach an.“

Was aber nicht heißen soll, dass der „Warmaster“ seiner amerikanischen Heimat zu Gunsten Nordeuropas den Rücken kehrt. Allerdings werden Fans ungewohnte Farben auf der Kleidung Barnetts sehen.

„Ich werde mit keiner Flagge einlaufen. Ich liebe Amerika und die Möglichkeiten, die ich damit erhalten habe. Es wäre sehr verlogen, ein Land, dass einem so viele Möglichkeiten bietet, nicht zu mögen. Aber ich werde die deutschen Farben im Käfig tragen. Nicht nur aufgrund meiner Vorfahren, aber auch, weil ich die Farben cooler finde und das Layout einfach besser aussieht. Es ist unter Reebok eine der wenigen Möglichkeiten, sein Outfit persönlicher zu machen.“

Wenig einverstanden war Barnett jedoch mit dem langjährigen TV-Verbot der UFC-Übertragungen.

„Ich pfeife auf politische Korrektheit. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sprechen, dass es nichts bringt, jemanden vor negativen Einflüssen zu schützen, weil sie nicht politisch korrekt sind. Das macht die Menschen nicht besser, sondern schwach. Ich wurde als Kind gehänselt, gemobbt und ausgelacht und musste mich dagegen wehren und als Mensch wachsen. Und wenn die einzelnen Menschen besser werden, dann wird auch das Ganze besser und unsere Gesellschaft bewegt sich vorwärts, was das ultimative Ziel sein sollte.“

„Es ist sehr schade, dass ein wundervolles Land mit einer so großartigen Krieger-Vergangenheit wie Deutschland sich nicht so hinter das MMA stellt. Ich wette, dass es in Deutschland jede Menge potenzielle Kämpfer gibt, die rausgehen und der Welt unglaubliche Leistungen zeigen können.“

Das Video dazu findet ihr hier: