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Josh Barnett erhält Freigabe von der UFC

Josh Barnett verlässt die UFC wieder (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Die UFC und Josh Barnett gehen nach fünf Jahren wieder getrennte Wege. Wie MMAJunkie berichtet, hat der frühere Schwergewichtschampion die Organisation um eine Freigabe gebeten, da er kein Vertrauen in die USADA hat. Dieser Bitte wird die UFC in den kommenden Tagen nachkommen. Barnett wurde im März vom Vorwurf des Dopings freigesprochen.

„Es stimmt, dass ich die UFC um meine Freigabe gebeten habe und wir gerade die Details klären“, sagte Barnett gegenüber ESPN. „Zuffa war fantastisch zu mir, seit ich in die UFC zurückgekommen bin. Jedes Versprechen wurde gehalten und kann nichts Schlechtes über sie sagen.“

Dafür jedoch über die US Anti-Doping Agentur USADA. Barnett wurde im Dezember 2016, drei Monate nach seinem Sieg in Hamburg über Andrei Arlovski, in einer Trainingskontrolle positiv auf das Mittel Ostarine getestet, legte vor einem unabhängigen Schiedsgericht Einspruch gegen die Sperre ein und konnte nachweisen, dass er das Mittel versehentlich über ein legales Nahrungsergänzungsmittel eingenommen hatte. Barnett hatte sich jedes Ergänzungsmittel notiert, dass er bei seiner Kampfvorbereitung verwendete.

Ursprünglich forderte die USADA für den Wiederholungstäter eine Sperre von vier Jahren. Nachdem Barnett seine Unschuld beweisen konnte, wurde die Sperre in eine Rüge umgewandelt. Dazwischen lagen jedoch bereits 15 Monate, in denen Barnett nicht kämpfen konnte. In diesem Zeitraum verlor Barnett das Vertrauen in die USADA, weitere UFC-Kämpfe erfordern jedoch eine Rückkehr ins Testverfahren der Agentur.

„Nach allem, was ich mit der USADA durchgemacht habe und der Bestätigung meiner Unschuld in diesem Fall fühle ich mich nicht mehr wohl dabei, der USADA die notwendige Kontrolle zu geben, um meine UFC-Karriere fortzusetzen.“

Damit endet auch das zweite UFC-Kapitel des „Warmasters“ nach einem positiven Dopingtest. Barnett debütierte im Jahr 2000 in der UFC und wurde anderthalb Jahre später gegen Randy Couture zum Schwergewichtschampion, verließ die Organisation jedoch nach einem positiven Test wieder. Erst 2013 kehrte er über den aufgekauften Strikeforce-Kader in die UFC zurück und gewann drei seiner fünf Kämpfe.

Zwischenzeitlich wurde er ein zweites Mal positiv getestet, wodurch ein geplanter Kampf gegen Fedor Emelianenko bei Affliction ins Wasser fiel und den Untergang der Organisation besiegelte. Wohin es den 40-Jährigen nun zieht, ist unklar.