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José Aldo will nicht mehr für „Zirkus“-UFC kämpfen

José Aldo (Foto: Florian Sädler/GNP1.de)

UFC 205 könnte am 12. November der größte Pay-Per-View der UFC-Geschichte werden. Eddie Alvarez und Conor McGregor führen ein Programm mit drei Titelkämpfen, jeder Menge Ex-Champions und Top-Duellen an. Nicht überall ist man froh über den Superfight im Hauptkampf. Nach Khabib Nurmagomedov hat sich nun auch José Aldo zu Wort gemeldet. Der Brasilianer will nichts mehr mit dem „Zirkus“ der UFC zu tun haben und kündigt ein Karriereende an.

„Ich glaube Dana White nicht mehr. Conor McGregor leitet die Organisation,“ erklärte Aldo gegenüber Combate. „Da ich kein Angestellter von McGregor sein will, bitte ich die UFC darum, meinen Vertrag aufzulösen. Dana hatte mir versprochen, dass Frankie Edgar oder ich entweder gegen McGregor kämpfen oder den Titel gewinnen. Dass er seinen Gürtel verliert, wenn er nach seinem Rückkampf mit Nate Diaz nicht ins Federgewicht zurückkomm. Ich wurde so oft an der Nase rumgeführt, dass ich keine Motivation mehr habe, in der UFC zu kämpfen.“

In der Vergangenheit hatte Dana White immer wieder versichert, dass Conor McGregor seinen Gürtel im Federgewicht, den er im vergangenen Dezember mit einem 13-Sekunden-Knockout von José Aldo gewann und bisher noch nicht verteidigte, ablegen müsste, sollte er weiterhin außerhalb der Gewichtsklasse kämpfen. Aldo, der Interimschampion, hätte dann wieder den unangefochtenen Gürtel der Gewichtsklasse und würde diesen gegen Max Holloway verteidigen.

„Ich glaube Dana nicht, dass Conor einen der Gürtel abgibt, sollte er gewinnen. Ich glaube, diese Entscheidung liegt nicht mehr in Dana Whites Händen. Die Beweise sind klar, denn als ich als Champion eine Gewichtsklasse aufsteigen und gegen Leichtgewichts-Champion Anthony Pettis kämpfen wollte, hätte ich meinen Titel abgeben müssen. Aber er darf machen, was er will. Ich verstehe, dass er gut verkauft, aber es kommt irgendwann die Grenze, an der es kein Sport mehr ist, sondern ein Zirkus. Ich will mich nicht mehr mit der UFC streiten. Das einzige, was ich will, ist mein Leben weiterleben und sie sollen ihrs weiterleben.“

Kurz nach der gestrigen Pressekonferenz zu UFC 205 wurde White auf die Aussagen des Brasilianers angesprochen. Der UFC-Präsident kündigte an, eine Lösung für das Problem zu finden. Nachdem Aldo das Interview sah, untermauerte er seine Ankündigung ein weiteres Mal.

„Ich will nicht mehr MMA kämpfen. Ich bin nicht verärgert, das ist es nicht. Ich habe nie für Geld gekämpft, ich hatte eine gute Karriere und habe im Federgewicht ein Vermächtnis hinterlassen. Wenn Dana mich und meine Familie mag, dann hoffe ich darauf, dass er mich aus dem Vertrag lässt. Ich will nicht mehr kämpfen. Ich will so rausgehen, wie ich in den Sport kam. Die UFC und WEC haben mir nichts gegeben, ich musste alles erobern. Und ich habe viel mehr gegeben, als sie mir zurückgegeben haben. Ich werde mich nicht für Geld prostituieren. Ich will nicht mehr MMA kämpfen, ich will in einem anderen Sport Karriere machen.“