UFC News

José Aldo: „Ronda wird nicht mehr kämpfen!”

José Aldo (Foto: Mark Bergmann/GNP1.de)

Seit Samstag und UFC 193 ist die MMA-Welt in heller Aufruhr. Seit Holly Holm in der Überraschung des Jahres Ronda Rousey demontierte, sprudeln Meinungen, Analysen und Prognosen aus dem Boden. Aber nicht nur Fans übertreffen sich in Meinungen zur gefallenen Championess, auch andere Kämpfer kommen um das Thema nicht herum. So auch José Aldo. Der Federgewichtschampion hat allerdings eine eigene Sicht der Dinge. Er glaubt nicht an eine Rückkehr Rouseys ins Octagon.

Auf den Titelkampf im Bantamgewicht der Frauen befragt, zeigte sich Aldo wenig überrascht vom Ergebnis. „Das ist normal im Kampfsport. Es gibt eben Siege und Niederlagen”, so der Brasilianer, der selbst seit zehn Jahren auf eine Niederlage wartet. „Holm war mehrfache Weltmeisterin im Boxen und hat auch im MMA im Stand überzeugt. Daher wusste ich, dass sie gewinnt, wenn sie den Kampf im Stehen halten kann.”

Seit vier Tagen überschlagen sich Fans, Experten und solche, die sich dafür halten, in Prognosen, wie Rousey von dieser Niederlage zurückkommen kann oder wird. Nicht so José Aldo. Dieser glaubt, dass die Welt am Samstag bereits das Ende der MMA-Karriere Rouseys gesehen hat.

„Ich glaube, es wird sehr schwer für sie, zurückzukommen. Ihre Karriere hat einen anderen Weg eingeschlagen. Wenn ich so viel Geld mit Filmen und solchen Dingen verdienen könnte, würde ich auch diesen Weg gehen. Mein Gesicht verunstalten, indem ich Schläge einstecken muss? Ein guter Witz. Meiner Meinung nach wird sie nicht mehr kämpfen”, prophezeit Aldo, der sich selbst aber eine Hintertür offen lässt. „Falls sie zurückkommt, kann sie natürlich wieder den Titel gewinnen. Sie war immer eine Kämpferin. Aber ich würde es an ihrer Stelle nicht tun.”

Der Brasilianer, der seinen nächsten Titelkampf am 12. Dezember gegen Conor McGregor bei UFC 194 bestreitet, zieht Parallelen mit der Karriere einer anderen früheren MMA-Kämpferin, die mittlerweile nur noch in Hollywood die Fäuste fliegen lässt. „Ich vergleiche das mit der Situation von Gina Carano. Sie war eine tolle Kämpferin und ist nach ihrer Cyborg-Niederlage Schauspielerin geworden. Sie bekommt viel mehr Aufmerksamkeit, als würde sie noch kämpfen und das ohne Diät halten zu müssen oder ins Gesicht geschlagen zu werden.”

Und selbst ohne eine Rückkehr von Rousey und eine Revanche im Titelkampf, wenn es nach Aldo geht, hat "Rowdy" bereits genug im MMA-Sport geleistet. „Rondas Vermächtnis ist, dass sie das Frauen-MMA verändert hat. Dass sie es dahin gebracht hat, wo es niemand vorhersehen konnte, nicht einmal Dana White. Das ist ihr Vermächtnis. Sie hat eine Menge für den Frauensport getan.”