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Jose Aldo: Nicht mal ein Kampf gegen McGregor hält mich in der UFC

Jose Aldo (Foto: Florian Sädler)

Seit dem Verlust des UFC-Federgewichtstitels im Dezember 2015 fordert Jose Aldo lautstark einen Rückkampf gegen Conor McGregor. Statt den Titel zu verteidigen kämpfte der neue Champion aber zuletzt zweimal in höheren Gewichtsklassen und er wird auch seinen nächsten Kampf nicht im Federgewicht bestreiten. Jose Aldo hat davon genug und will sich deshalb vom MMA-Sport verabschieden. Nicht einmal ein sofortiges Angebot für eine Duell gegen McGregor könnte ihn zum Bleiben bewegen, wie er im brasilianischen Fernsehen erklärte.

„Nein, nicht einmal das (würde mich in der UFC halten)“, antwortete Aldo auf die Frage, ob er seine Meinung ändern würde, wenn Dana White in diesem Moment anrufen und ihm einen Kampf gegen Conor McGregor anbieten würde. „Das ist der Kampf, der als nächstes im Federgewicht stattfinden müsste. Ich habe mir das Recht dazu erarbeitet. Ich habe in der UFC schon oft andere Champions gesehen, die ihren Titel verloren haben und direkt einen Rückkampf bekommen habe. So ist es auch richtig.“

Nach der K.o.-Niederlage gegen McGregor kehrte Aldo im Juli dieses Jahres ins Octagon zurück. Im Kampf um den Interims-Titel setzte er sich bei UFC 200 gegen Frankie Edgar durch.

„Die UFC hat mich um den Interims-Titel kämpfen lassen und ich habe gewonnen und trotzdem weiß ich nicht wie es weitergeht“, so Aldo. „Mir ist es egal, ob McGregor jetzt kämpft oder nicht. Es ist mir egal, was er macht. Ich will meinen Weg gehen. Es wäre das Richtige, mich von meinem Vertrag zu entlassen.“

Eine Zukunft bei anderen MMA-Organisationen sieht der Brasilianer jedoch nicht. Viel mehr könnte er sich vorstellen, nach seiner MMA-Karriere im Fußball aktiv zu werden. Im Alter von 30 Jahren sei es zwar unrealistisch noch als Profispieler durchzustarten, Aldo könnte sich aber eine Laufbahn als Manager vorstellen.

„Ich will nicht für andere Organisationen kämpfen“, sagte Aldo. „Es gibt keinen Grund, die erste Liga zu verlassen, um dann in der zweiten Liga zu kämpfen, wenn ich in der ersten Liga oben mitspiele. Das wäre ja ein Schritt zurück. Ich will meinen Weg gehen, in eine andere Sportart. Ich bin noch jung. Es wäre eine gute Sache, wenn sie mich einfach ohne einen Kampf entlassen würden. Ich bin nicht sauer auf die UFC. Ich mag Dana White und ich schätze Lorenzo Fertitta – ein Mann, der mich immer gut behandelt hat, seit ich in der UFC bin.“