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Jose Aldo: McGregors Hände sind aus Seife gemacht

Jose Aldo (Foto: Tobias Bunnenberg)

Als Conor McGregor in der Nacht zum Sonntag im Rear-Naked Choke von Nate Diaz abklopfen musste, ließen es sich zahlreiche UFC-Kollegen nicht nehmen, über den UFC-Federgewichtschampion in sozialen Netzwerken Spott abzulassen. Auch Ex-Titelträger Jose Aldo meldete sich nach dem überraschenden Ende von UFC 196 zügig via Twitter zu Wort, und forderte McGregor heraus. Live habe er den Kampf jedoch nicht geschaut, wie er am Sonntag in einer brasilianischen Fernsehshow erklärte.

„Ich schaue nachts ‚Sexy Hot‘ [ein brasilianischer Pornokanal]“, sagte Aldo. „Ich wusste aber schon vorher, dass das passieren würde. Als ich von dem Ergebnis gehört habe, musste ich nicht zweimal darüber nachdenken, etwas auf Instagram zu posten. Ich hab mir den Kampf dann später angeschaut. Ich habe schon vor einer Weile gesagt, dass McGregor Ende des Jahres nichts mehr haben wird, auch nicht den Gürtel.“

McGregor hätte bei UFC 196 ursprünglich auf Rafael dos Anjos treffen sollen. Aus dem Kampf um den Leichtgewichtstitel wurde jedoch nichts, da dos Anjos keine zwei Wochen vor dem Event verletzungsbedingt absagen musste. Nate Diaz sprang kurzfristig für einen Kampf im Weltergewicht ein - für McGregor ging es also noch eine Gewichtsklasse weiter nach oben als eigentlich geplant.

„Er hat Ohrfeigen bekommen, er sah aus wie ein Kind, das ins Gesicht geklatscht wurde“, sagte Aldo über den Kampf, in dem McGregor nach einer guten ersten Runde im zweiten Durchgang durch Schläge angeknockt wurde, dann den Takedown suchte und am Boden zur Aufgabe gezwungen wurde. „Er hat aufgegeben, er hatte einfach genug und wollte wegrennen. Er ist eine Pussy, er ist auf die Matte gegangen und hat direkt aufgeben.“

In seinen sieben UFC-Kämpfen im Federgewicht konnte McGregor sechs Gegner mit seinen Fäusten stoppen. Auch gegen Nate Diaz brachte der Ire zum Teil präzise Schläge ins Ziel. Über die Härte der Fäuste hat Aldo aber eine ganz eigene Meinung.

„Manche Kämpfer haben einen ordentlichen Schlag, manche nicht“, sagte Aldo. „Seine Hände sind aus Seife gemacht. Natürlich geht jeder Kämpfer zu Boden, wenn man ihn direkt am Kinn erwischt. Selbst wenn dir ein Kind vors Kinn haut, gehst du runter. Er hat aber Seifenhände. Er schlägt immer zu, aber die Schläge spürt niemand.“

Aldo wurde im Dezember von McGregor nach nur 13 Sekunden K.o. geschlagen. „Bei mir hatten sie ein Skateboard ins Octagon geworfen, damit ich hinfalle“, sagte Aldo scherzhaft und nahm Bezug auf ein im Netz kursierendes Scherz-Video vom Kampf zwischen Mauricio „Shogun“ Rua und Ovince St. Preux.

McGregor wird nun aller Voraussicht nach wieder ins Federgewicht wechseln und dort seinen UFC-Titel verteidigen. Als Herausforderer werden momentan Jose Aldo und Frankie Edgar heiß diskutiert. Edgar dürfte laut Aldo jedoch keine Option sein.

„Wie könnten sie den Kampf Edgar geben“, fragte Aldo. „Edgar bestreitet immer nur Rückkämpfe. Schaut euch seinen Karriereverlauf an. Gegen den einen hat er dreimal gekämpft, dann gegen einen zweimal und gegen einen anderen wieder zweimal. Ich sehe nicht, wie ihn das vor mich stellen könnte. Ich war jahrelang ein dominanter Champion. Vor meiner Niederlage gegen McGregor war ich der einzige UFC-Champion im Federgewicht, den es je gab. Frankie ist ein guter Kämpfer, ich respektiere ihn, aber er muss warten bis er an der Reihe ist. Wenn ich McGregor besiegt habe, kann er wieder gegen mich kämpfen.“